Breuninger „Fashion x Food“: Ein Abend, der Genuss neu inszeniert
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Was sich im Stuttgarter Flagship Store von Breuninger heute Abend entfaltete, war weit mehr als ein Event. „Fashion x Food“ wurde erneut zu einem Erlebnisraum, in dem sich Genuss, Ästhetik und Begegnung auf eine Weise verdichteten, die noch lange nachhallt. Unter dem Motto „A Matter of Taste“ verwandelte sich das vierte Obergeschoss in ein vibrierendes, stilvoll inszeniertes Bistro-Universum, in dem rund 1.000 Gäste nicht nur kulinarisch verwöhnt, sondern regelrecht mitgerissen wurden.
Zwischen fließenden Stoffen, Lichtinstallationen und den künstlerischen Impulsen von Isis-Maria Niedecken entstand eine Atmosphäre, die gleichermaßen elegant und lebendig wirkte. Es war dieses besondere Spannungsfeld aus Mode und Kulinarik, das den Abend getragen hat: nichts wirkte inszeniert um der Inszenierung willen, sondern alles griff organisch ineinander.

Sternekoch Tim Raue in seinem Elementr
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Im Zentrum standen natürlich die zwölf Spitzenköche, die mit spürbarer Leidenschaft und Präzision ihre Handschrift präsentierten. Tim Raue brachte mit seinem Seehecht in Dashi eine konzentrierte, fast meditative Tiefe auf den Teller, während Ali Güngörmüs mit der gebackenen Black-Angus-Praline und Gewürzlinsen ein Spiel aus Texturen und Aromen schuf, das zugleich kraftvoll und fein ausbalanciert war. Auch Alina Meissner-Bebrout überzeugte mit ihrer Entenmaultasche, die vertraute schwäbische Tradition in eine moderne, überraschend leichte Interpretation überführte.

Sternekoch Bernd Bachofer
Ein paar Schritte weiter zeigte Bernd Bachofer mit seinem Seesaibling, wie filigran und präzise Aromatik gedacht werden kann. Rauch, Säure und Umami verbanden sich hier zu einer Komposition, die fast schon erzählerisch wirkte. Björn Freitag setzte dagegen auf Frische und Leichtigkeit: Seine Wildfang-Garnele mit Leche de Tigre und Maracuja brachte eine vibrierende Säure ins Spiel, die perfekt zum sommerlichen Charakter des Abends passte.
Besonders eindrucksvoll war auch, wie international die Einflüsse interpretiert wurden. Elif Oskan servierte ihre Manti mit einer Tiefe und Wärme, die sofort Nähe schuf, während Stefan Gschwendtner mit Lachs, Ponzu und Furikake eine klare, präzise japanische Linie zog. Tanja Goldstein bewies mit ihrem Austernpilz-Ceviche, wie spannend pflanzenbasierte Küche sein kann, wenn sie mutig gedacht ist.

Johann Lafer
Auch die Klassiker bekamen ihren großen Auftritt. Johann Lafer zeigte mit seinem Tatar vom steirischen Almochsen, wie zeitlos Eleganz schmecken kann, während Götz Rothacker mit Wagyu-Roastbeef eine kraftvolle, nahezu opulente Note setzte. Ergänzt wurde das Erlebnis durch Kreationen wie das cremige Onsenei von Craig Taylor oder die aromatische Maispoularde von Christina Fiorentino, die beide zeigten, wie viel Gefühl in präziser Küche steckt.
Und dann war da noch der süße Abschluss: Die Breuninger Confiserie setzte mit dem „Spring Choux“ einen verspielten, frischen Schlusspunkt, während an der Austernbar ein Hauch von Küste durch den Raum zog.
Was diesen Abend so besonders gemacht hat, war nicht nur die Qualität der einzelnen Gerichte. Es war das Zusammenspiel aus Nähe, Austausch und echter Gastgeberkultur. Gäste kamen mit Köchen ins Gespräch, probierten, entdeckten, lachten. Genau darin lag die Stärke dieses Formats: Es ging nie nur ums Sehen oder Konsumieren, sondern ums Erleben.
„Fashion x Food“ hat einmal mehr gezeigt, wie ein Handelsunternehmen wie Breuninger seine Rolle neu definiert. Nicht als Ort des reinen Einkaufens, sondern als Bühne für Inspiration, Genuss und Begegnung. Ein Abend, der nicht einfach endet, sondern im Kopf und auf der Zunge weiterlebt.
MK Schechler

