Wenn KI den Fake-Shop baut: So schützen sich Verbraucher*innen beim Online-Shopping

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Der Online-Handel in Deutschland boomt: Für 2026 rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) mit einem E-Commerce-Umsatz von 96,3 Milliarden Euro – ein Plus von über vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.[1] Doch wo mehr eingekauft wird, wird auch mehr betrogen. Laut dem Verbraucherreport 2025 des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) ist nahezu jede*r achte Online-Shopper*in in den vergangenen zwei Jahren auf einen Fake-Shop hereingefallen.[2] Anlässlich des Weltverbrauchertags am 15. März erklärt Trusted Shops, warum Fake-Shops heute schwerer zu erkennen sind als je zuvor – und wie sich Verbraucher*innen zuverlässig schützen können.

Fake-Shops sind längst kein Randphänomen mehr. Wer in den letzten Jahren online eingekauft hat, ist mit großer Wahrscheinlichkeit bereits auf einen gestoßen – ob als auffällig günstiges Schnäppchen in einer Suchanzeige, als gesponserte Empfehlung im Social-Media-Feed oder als täuschend echte Kopie einer bekannten Marke. Laut einer Untersuchung des vzbv aus dem Jahr 2025 schaltet inzwischen jeder zweite Fake-Shop Werbung auf Google oder Meta – und erreicht so Millionen Verbraucher*innen, die der Anzeige vertrauen, weil sie von einer vermeintlich seriösen Plattform kommt.[2] Eine gesponserte Anzeige ist damit kein Zeichen von Seriosität.

Das Problem wächst – und wird professioneller
Ein zentraler Treiber hinter dieser Entwicklung ist Künstliche Intelligenz. KI-Tools ermöglichen es Betrügern heute, in wenigen Stunden täuschend echte Online-Shops auf die Beine zu stellen – mit professionellen Produkttexten, kopierten Markendesigns und gefälschten Kundenbewertungen. Was früher technisches Know-how und tagelange Arbeit erforderte, ist heute für jeden zugänglich und innerhalb von Stunden erledigt.

„KI hat die Erstellung von Fake-Shops industrialisiert. Rechtschreibfehler, schlechte Optik, holprige Texte – das sind längst keine verlässlichen Warnsignale mehr. Betrüger nutzen dieselben Technologien, die auch seriöse Händler einsetzen. Deshalb müssen Verbraucher*innen besonders wachsam sein, um echte von gefälschten Shops unterscheiden zu können“, sagt Jean-Marc Noël, Co-Founder und CEO von Trusted Shops.

Fake-Shops sind oft nicht so einfach zu erkennen wie der auf dem Foto hier

Fünf Tipps, um Fake-Shops zu erkennen

Zu günstige Preise
Schnäppchen sind verlockend, können aber ein Hinweis auf einen Fake-Shop sein. Produkte werden oft deutlich günstiger oder dauerhaft reduziert angeboten. Verbraucher*innen sollten marktübliche Preise recherchieren und sich nicht von Rabatten blenden lassen. Stattdessen gilt: Nur kaufen, wenn das Angebot realistisch erscheint.

Keine Angaben im Netz
Viele Fake-Shops sind nur für kurze Zeit online. Sie werben gezielt über Google oder soziale Medien, um schnell viele Kund*innen zu erreichen, bevor Warnungen auftauchen. Dann verschwinden sie und tauchen unter neuer Domain wieder auf. Eine einfache Recherche nach dem Shopnamen und bestehenden Bewertungen kann helfen, Ärger zu vermeiden. Sind keine Informationen auffindbar, ist Vorsicht geboten. Auch der Trusted Shops Fake-Shop-Scanner warnt vor bereits gemeldeten Fake-Shops.

Wichtige Informationen fehlen
Fehlende oder unvollständige AGB, ein unvollständiges Impressum oder keine Datenschutzerklärung sind Warnsignale, da diese Angaben in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben sind. Auch fehlerhafte Texte oder willkürlich zusammenkopierte Absätze in verschiedenen Sprachen können auf einen Fake-Shop hinweisen. Verbraucher*innen sollten prüfen, ob alle Pflichtangaben vorhanden sind und gegebenenfalls den Händler im Handelsregister nachschlagen.

Bewertungen und Siegel sind gefälscht
Gefälschte oder kopierte Gütesiegel sind typische Hinweise auf betrügerische Shops. Ein Trusted Shops Gütesiegel ist nur echt, wenn es auf eine verifizierte Zertifikatsseite verlinkt, die auf www.trustedshops.de als „Gültig“ angezeigt wird. Verbraucher*innen können dies über die Browser-Zeile kontrollieren.

Nur Zahlung gegen Vorkasse möglich
Fake-Shops bieten oft nur Zahlungen per Vorkasse an, wodurch Kundinnen meist keine Möglichkeit haben, ihr Geld zurückzuholen. Manche Shops zeigen Logos von Bezahldiensten wie PayPal, die aber nicht klickbar sind. Auch eingeschränkte Versandoptionen oder keine Möglichkeit zur Rücksendung sind verdächtig. Verbraucherinnen sollten die angebotenen Bezahl- und Lieferoptionen genau prüfen.

„Vertrauen ist die Währung des E-Commerce. Als Europas Vertrauensmarke sehen wir es als unsere Verantwortung, nicht nur Händler zu zertifizieren, sondern Verbraucher*innen auch die Mittel an die Hand zu geben, selbst aktiv zu prüfen.“, so Jean-Marc Noël.

Mehr Tipps und Informationen zum Thema Fake-Shops finden Sie hier: http://trustedshops.achtung.de/c/48212260/102da28c696-tbs1cw

[1] Handelsverband Deutschland (HDE), www.einzelhandel.de/presse/zahlenfaktengrafiken/1022-konjunktur/11936-umsatz-im-online-handel
[2] Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), www.vzbv.de/pressemitteilungen/jeder-zweite-fakeshop-schaltet-werbung-auf-google-oder-meta

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