Stuttgarter Besen 2026: Die Gewinner stehen fest

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Große Bühne, scharfe Pointen und ein begeistertes Publikum: Beim diesjährigen Wettbewerb um den Stuttgarter Besen im Renitenztheater Stuttgart wurden die besten Kleinkünstlerinnen des Jahres ausgezeichnet. Vier Acts konnten Jury und Publikum überzeugen und sicherten sich Preisgelder in Höhe von insgesamt 8.200 Euro, gestiftet von der Stadt Stuttgart. Die Auftritte der Preisträgerinnen werden zudem auf verschiedenen Plattformen des SWR präsentiert.

Den Goldenen Besen und damit den ersten Platz der Jury gewann der österreichische Kabarettist Romeo Kaltenbrunner. In seinem Programm nahm der Oberösterreicher mit scharfem Humor gesellschaftliche Eigenheiten ins Visier. Ob naturweintrinkende Hipster aus seiner Nachbarschaft oder die oft gehörte Frage „Und woher kommen Sie wirklich?“ – Kaltenbrunner verband pointierte Beobachtungen mit einer spürbaren Portion Bitterkeit. Jurypräsident Mathias Richling lobte besonders seine emotionale Glaubwürdigkeit und die Fähigkeit, ernste Themen mit Humor zu verbinden.

Der Silberne Besen ging an AnnPhie Fritz, Kabarettistin und Theatermacherin, die in Berlin und Wien lebt. In ihrem Auftritt verband sie feministische Perspektiven mit politischen und gesellschaftskritischen Themen. Leichtere Passagen wechselten sich mit ernsteren Momenten ab. Die Jury überzeugte besonders ihre präzise Körpersprache auf der Bühne und die klare inhaltliche Haltung.

Den Hölzernen Besen erhielt Fabian Lampert aus Köln. Der junge Stand-up-Comedian zeigte, wie sich persönliche Herausforderungen in humorvolle Geschichten verwandeln lassen. In seinem Programm sprach er offen über Allergien und gesundheitliche Einschränkungen und machte daraus pointenreiche Unterhaltung. Sein Motto: „Wenn man über seine Schwächen lachen kann, ist die Welt ein besserer Ort.“ Für diese Haltung und seine authentische Bühnenpräsenz wurde er von der Jury ausgezeichnet.

SWR STUTTGARTER BESEN 2026, „Der Wettbewerb“, am Sonntag (05.04.26) um 22:45 Uhr im SWR.
(v.l.n.r.) BlšZinger (Gerhard-Woyda-Publikumspreis), AnnPhie Fritz (Silberner Besen), Romeo Kaltenbrunner (Goldener Besen), Fabian Lampert (Hšlzerner Besen) © SWR/Patricia Neligan, honorarfrei – Verwendung gemЧ der AGB im engen inhaltlichen, redaktionellen Zusammenhang mit genannter SWR-Sendung bei Nennung „Bild: SWR/Patricia NeliganÒ (S2+). SWR Presse/Bildkommunikation, Baden-Baden, Tel: 07221/929-26868, foto@swr.de

Der Gerhard-Woyda-Publikumspreis ging an das österreichische Duo BlöZinger. Robert Blöchl und Roland Penzinger begeisterten das Publikum mit einer kabarettistischen Spielszenen über eine Reise in einem altersschwachen Auto. Mit absurden Figuren, viel schauspielerischem Einsatz und einer guten Portion Slapstick sammelten sie die meisten Stimmen des Abends.

Über die Vergabe der Besenpreise entschied eine fünfköpfige Jury unter dem Vorsitz des Kabarettisten Mathias Richling. Neben ihm gehörten Adrienne Braun (Stuttgarter Zeitung), Elisabeth Stratka (ORF, Leitung Feuilleton), Martin Müller (SWR) und Roland Mahr (Intendant des Renitenztheaters) zum Gremium. Bewertet wurden Originalität, Bühnenpräsenz und Textqualität der Auftritte.

Wer die Gewinner noch einmal erleben möchte, hat dazu bald Gelegenheit: Die Gala des Stuttgarter Besen 2026 wird am Ostersonntag, 5. April, um 22.45 Uhr im SWR Fernsehen ausgestrahlt. Die Sendungen mit den einzelnen Gewinnerprogrammen folgen am 5. und 12. Mai jeweils um 22.30 Uhr. Bereits vorher sind die Beiträge online first in der ARD-Mediathek zu sehen. Auch im Radio widmet sich SWR Kultur dem Wettbewerb – mit einer Sendung am 20. März um 22.30 Uhr.

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