Engelbergtunnel: Weströhre soll teilweise nächste Woche öffnen

#verkehrsüberwachung #engelbergtunnel

Nach dem Brand im Engelbergtunnel arbeitet die Autobahn GmbH Niederlassung Südwest mit Hochdruck daran, die gesperrte Weströhre möglichst schnell wieder für den Verkehr freizugeben. Nach aktuellem Stand (12. März 2026, 14:30 Uhr) soll der Tunnel bis Ende der kommenden Woche zunächst einspurig in Fahrtrichtung Karlsruhe/München geöffnet werden.

In den vergangenen Tagen haben Experten mehrere Gutachten durchgeführt. Dazu gehörten unter anderem Bohrkernuntersuchungen im Beton, um mögliche Schäden an der Tunnelstruktur zu prüfen. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wurden bereits erste Sanierungsmaßnahmen eingeleitet.

Die Weströhre wurde vollständig gereinigt, damit die Sichtverhältnisse im Tunnel wieder hergestellt werden. Zusätzlich reinigten Fachkräfte aus Sicherheitsgründen auch die Abluftkanäle, um mögliche durch den Brand entstandene Schadstoffe zu entfernen.

Im besonders stark beschädigten Abschnitt werden derzeit weitere Arbeiten durchgeführt. Dort wird beschädigter Beton entfernt und anschließend erneuert. Außerdem wird die Fahrbahn saniert und eine provisorische Beleuchtung installiert. Nach Abschluss dieser Maßnahmen soll der Tunnel zunächst mit nur einem Fahrstreifen geöffnet werden, um den Verkehr zu entlasten und Umleitungsstrecken zu verkürzen.

Das Bild zeigt die Sanierung der Betondecke in der Weströhre des Engelbergtunnels. Quelle: Autobahn GmbH NL Südwest

Während dieser Phase wird zur Sicherheit eine Brandwache vor dem Tunnel positioniert. Weitere Arbeiten können bei Bedarf in der Nacht stattfinden, wenn das Verkehrsaufkommen geringer ist. In dieser Zeit könnte die Weströhre vorübergehend erneut gesperrt werden.

Die Oströhre bleibt weiterhin unverändert mit zwei Fahrspuren in Richtung Heilbronn geöffnet. Die Umleitung für den Verkehr aus Richtung Karlsruhe bleibt bestehen und führt weiterhin über die Anschlussstelle Leonberg-Ost. Die Auffahrtsrampe aus Richtung Karlsruhe bleibt aus Sicherheitsgründen gesperrt.

Nach Angaben der Autobahn GmbH würde eine Zusammenführung der aus Karlsruhe kommenden Lkw mit dem Verkehr im Tunnel ein erhöhtes Unfallrisiko darstellen. Zudem fallen die bisherigen Verkehrsbehinderungen auf diesem Abschnitt der A8 geringer aus als zunächst erwartet.

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