Vendée Atlantik – eine Genussregion für alle Sinne

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Wo Ozean, Terroir und große Küche eine gemeinsame Sprache sprechen

An der Atlantikküste der Vendée spielt das Meer die Hauptrolle. Es rauscht leise, riecht nach Salz und Jod und taucht Strände, Salzgärten und Inseln in ein besonderes Licht. Auf mehr als 250 Kilometern Küste, zwischen feinem Sand, Bocage-Landschaften und den Inseln Noirmoutier und Île d’Yeu, zeigt sich eine Region, die man nicht nur sieht – sondern schmeckt.

Wenn das Meer auf den Teller trifft
In der Vendée bleibt der Ozean nicht am Horizont. Er landet direkt auf dem Teller. Austern werden mit Blick aufs Wasser geöffnet, Sardinen kommen frisch vom Boot auf den Grill, Queller knackt salzig zwischen den Zähnen. Die Küche folgt hier dem Rhythmus der Gezeiten und lebt von der Nähe zu Fischern, Muschelzüchtern und Gemüsegärtnern. Auf den Märkten, in kleinen Hafenbistros und in kreativen Adressen wie Élise, Poissons & Braise auf Noirmoutier wird gekocht, was gerade da ist. Oft lagen Fisch und Meeresfrüchte nur wenige Stunden zuvor noch im Atlantik. Auf der Île d’Yeu wird Genuss zur Gemeinschaft: Bei der Fête de la Morgate teilen Einheimische und Gäste das traditionelle Tintenfischragout – einfach, kräftig, ehrlich.

Sterneküche mit Bodenhaftung
Die Vendée hat sich still und konsequent zu einer der spannendsten Gourmetregionen Frankreichs entwickelt. Ein Drei-Sterne-Restaurant und sieben weitere Michelin-Sterne prägen heute die kulinarische Landkarte. An der Spitze steht La Marine** von Alexandre Couillon auf Noirmoutier. Seine Küche ist radikal lokal. Muscheln, Krustentiere, Kräuter und Gemüse aus dem eigenen Garten. Keine Effekte, keine Ablenkung. Stattdessen klare Aromen, präzise Technik und ein tiefer Respekt vor der Landschaft.

Auch andere Köche setzen starke Akzente:
– Simon Bessonnet (La Maison Desamy, Mareuil-sur-Lay)
– Nathan Cretney (Les Reflets, La Roche-sur-Yon)
– Boris Harispe (L’Abissiou, Les Sables-d’Olonne)
– Jean-Marc Pérochon (Les Brisants, Brétignolles-sur-Mer)
– Nicolas Coutand (Les Genêts, Brem-sur-Mer)
– Xavier Giraudet (La Robe, Montaigu)

Was sie verbindet, ist eine Küche, die modern denkt, aber im Boden der Vendée verwurzelt bleibt.

Casse-Croûte Vendéen Pouzauges. Foto Quelle: En Vendée

Vom Feld bis auf den Teller
Hinter der Küste beginnt eine andere Genusswelt. Höfe, Manufakturen und Permakultur-Gärten erzählen vom Zusammenspiel von Land und Meer. In der Ferme du Marais Girard oder der Ferme d’Émilie entstehen Produkte und Gerichte direkt aus dem Garten. Saisonal, nachhaltig, ohne Umwege. Weiße Bohnen, handwerklich hergestellter Cidre, lokale Weine, Destillate und Süßwaren gehören ebenso zur Identität der Region wie Fisch und Meeresfrüchte. Genuss ist hier kein Trend, sondern Teil des kulturellen Erbes.

Kunst, Handwerk und Kulinarik im Dialog
In der Vendée treffen sich Küche und Kunst auf Augenhöhe. Ein schönes Beispiel ist die Zusammenarbeit zwischen dem MOF-Koch Benjamin Patissier und der MOF-Floristin Isabelle Brethomé. Im Kräutergarten des Restaurants wachsen essbare und dekorative Pflanzen Seite an Seite. Was auf dem Teller landet, beginnt oft als Idee im Beet. Es ist ein stilles, aber kraftvolles Sinnbild für die kreative Seele der Region.

Eine Region, die man schmeckt und fühlt
Ob bei einem Bootsausflug, auf dem Markt, bei einem Dorffest oder an einer Sterntafel – Genuss ist in der Vendée Teil des Alltags. Man teilt, probiert, erzählt. Mit Respekt vor der Natur und großer Wertschätzung für handwerkliche Arbeit.

Die Vendée ist kein lautes Reiseziel. Aber eines, das bleibt.

Praktische Informationen
Die Vendée ist ein französisches Département an der Atlantikküste und nach dem gleichnamigen Fluss benannt. Mit 6.720 km² ist es mehr als doppelt so groß wie das Saarland und zählt rund 671.000 Einwohner. Hauptstadt ist La Roche-sur-Yon mit etwa 53.000 Einwohnern.

Die Region gehört zu den sonnenreichsten Frankreichs. Die Küste misst 250 Kilometer, davon 140 Kilometer Sandstrand. Zur Vendée gehören 18 Seebäder, acht Yachthäfen sowie die Inseln Île d’Yeu und Noirmoutier. Jährlich finden mehr als 500 Feste und Veranstaltungen statt, darunter die weltberühmte Segelregatta Vendée Globe.

Über 1.800 Kilometer Radwege, mehr als 300 touristische Attraktionen und der Themenpark Puy du Fou mit über zwei Millionen Besuchern pro Jahr machen die Region vielseitig. Die Hauptsaison dauert von April bis Oktober und umfasst rund 92 Prozent der 36 Millionen jährlichen Übernachtungen.

Von Frankfurt sind es etwa 1.000 Kilometer in die Vendée. Gute Autobahnverbindungen, Bahnanschlüsse nach La Roche-sur-Yon und Les Sables-d’Olonne sowie Flüge nach Nantes oder La Rochelle sorgen für eine unkomplizierte Anreise.

Allgemeine touristische Informationen:
En Vendée
33 rue de l’Atlantique, CS 80206
F-85005 La Roche-sur-Yon Cedex
www.en-vendee.com

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