Gauthier Dance – Das Programm im Januar 2026
GauthierDance #Theaterhaus
Im Januar stehen die Gauthier Dance JUNIORS im Rampenlicht. Am 23. Januar 2026 feiert ihr neuer Tanzabend Radical Classical Premiere.
Sieben ganz unterschiedliche Arbeiten, die dennoch vieles verbindet: allen voran der klassische Soundtrack und die künstlerische Exzellenz. Dafür bürgen die Choreograph*innen hinter diesem Stücke-Septett: Aszure Barton, Mauro de Candia, Marie Chouinard, Eric Gauthier, Marco Goecke, Andreas Heise und Ohad Naharin. Gemeinsam mit den fabelhaften JUNIORS treten sie den Beweis dafür an, wie viel Power in der Paarung von klassischer Musik und zeitgenössischem Tanz steckt.
Für die Haupt-Company geht es in der zweiten Monatshälfte auf Tour mit Turning of Bones. In den Genuss von Akram Khans hochgelobtem Tanzdrama kommt zunächst das Publikum im schweizerischen Schaffhausen, danach in der bayerischen Landeshauptstadt, genauer im Muffatwerk. Nach dem erfolgreichen Debüt mit Hofesh Shechters Contemporary Dance 2.0 gastiert Gauthier Dance nun schon zum zweiten Mal in dieser atmosphärischen Spielstätte am Isarufer.
Gauthier Dance//Dance Company Theaterhaus Stuttgart
FireWorks. Celebrating 40 Years of Theaterhaus Stuttgart
Teil 1 The FireWorks Project mit Uraufführungen von Mauro Bigonzetti, Virginie Brunelle, Stijn Celis, Dominique Dumais, Andonis Foniadakis, Marco Goecke, Johan Inger, Barak Marshall, Benjamin Millepied und Sofia Nappi
Teil 2 mit Andonis Foniadakis, Bolero+, Eric Gauthier, ABC, Marco Goecke, Infant Spirit, Hofesh Shechter, Bonus Track
40 Jahre Theaterhaus Stuttgart – was für ein stolzer Geburtstag! Und Ehrensache, dass auch die beiden Theaterhaus-Companies dem Mutterhaus einen extrastark funkelnden Glückwunsch schickten. Inspiriert von der großartigen Tradition des Theaterhauses als Konzertspielstätte, zündet The Fireworks Project im ersten Teil des Abends zehn bunte Tanz-Raketen. Die neuen Kreationen basieren allesamt auf Musikstücken, die für die künstlerische Identität des Theaterhauses mit seiner illustren Jazz-Tradition stehen. In Tanz verwandelt wurden sie von den Starchoreograph*innen Mauro Bigonzetti (Chet Baker, I’m Old Fashioned), Virginie Brunelle (Philip Glass, Les enfants terribles arranged for piano duet, II. Paul Is Dying), Stijn Celis (Bobby McFerrin, Thinkin‘ About Your Body), Dominique Dumais (Laurie Anderson, O Superman), Andonis Foniadakis (Erika Stucky, My Sharona (live)), Marco Goecke (Mercedes Sosa, Años & Sólo Le Pido A dios), Johan Inger (Kronos Quartet, Tusen Tankar & Bells), Barak Marshall (Fanfare Ciocărlia, Ciocărlia Si Suite, Moliendo Café & Dusty Road), Benjamin Millepied (Oscar Peterson, Hymn to Freedom) und Sofia Nappi (Charles Aznavour, La bohème, italienische Fassung).
Nach diesem veritablen Feuerwerk aus Uraufführungen blickt der zweite Teil nach der Pause dankbar zurück auf wichtige Stationen der Theaterhaus-Company – mit Wiederaufnahmen von Marco Goeckes bewegendem Solo Infant Spirit aus Grandes Dames sowie Eric Gauthiers Ballettparodie ABC. Dass der Chef von Gauthier Dance trotzdem den ein oder anderen Twist eingebaut hat, versteht sich von selbst. Sowohl Andonis Foniadakis‘ Bolero + als auch Hofesh Shechters Bonus Track, ursprünglich aufgeführt mit Mitwirkung der JUNIORS und für die Wiederaufnahme ins Programm genommen, werden nun in einer neuen Version ausschließlich für die Haupt-Company gezeigt.
Theaterhaus, T1
Samstag, 3. Januar 2026 um 20:00 Uhr / Sonntag, 4. Januar 2026 um 14:30 Uhr & 20:00 Uhr / Montag, 5. Januar 2026 um 20:00 Uhr

Akram Khan – Turning of Bones. Foto © Jeanette Bak
Gauthier Dance JUNIORS//Theaterhaus Stuttgart
Radical Classical
Choreographien von Aszure Barton, Mauro de Candia, Marie Chouinard, Eric Gauthier, Marco Goecke, Andreas Heise, Ohad Naharin
mit musikalischen Erklärfilmen mit Infos und Hintergründen zu jedem Musikstück
Welche Kunstform verbindet klassische Musik und Bewegung? Bei einer Blitzumfrage auf der Straße würden sicherlich fast alle mit „Ballett“ antworten. Wie faszinierend die gar nicht so seltene Kombination von zeitgenössischem Tanz und Klassik ist, dafür will der Tanzabend Radical Classical eine Lanze brechen. Das Mittel der Wahl: zeitgenössische „Klassiker“ berühmter Choreograph*innen. Der mediale Mehrwert in den Pausen zwischen dem Tanz: eigens produzierte Erklärfilme, die jedes Musikstück aus einem anderen Winkel beleuchten. Entwickelt von Eric Gauthier und dem Dramaturgen Thomas Geiger, liegt der Fokus hier teils auf den Instrumenten, teils auf den Komponisten, teils auf den ausführenden Künstler*innen. Und obwohl diese kurzen Dokus für das ganze Publikum interessant sein dürften, hatte Eric Gauthier bei der Planung dieses Programms vor allem eine spezielle Zielgruppe im Blick: Jugendliche, die normalerweise wenig mit klassischer Musik in Berührung kommen. Die Zeichen stehen gut, dass Radical Classical sie nicht nur informiert, sondern begeistert. Schließlich sind die Gauthier Dance JUNIORS nicht nur die ultimativen Sympathieträger*innen. In diesem darstellerisch wie technisch ausgesprochen anspruchsvollen Programm treten sie den Beweis an, wie radikal Klassik sein kann.
Mit ihrem Pas de deux Lascilo Perdere / Duet, ursprünglich 2005 kreiert für ihre eigene Company AB&A, dürfte Aszure Barton einen Rekord geknackt haben – für die längste und gewagteste Zungenkuss-Szene in einem Tanzstück. Zur hypnotischen Musik von Antonio Vivaldis Nisi Dominus – Cum Dederit bannt die neue Artist in Residence ein Paar über die gesamte Dauer des Stücks in eine physisch schier unmögliche Verschlingung. So wurde Vivaldi garantiert noch nie vertanzt! Im Video vorgestellt wird der Countertenor Yuriy Mynenko (Staatsoper Stuttgart).
Urknall der Tanzmoderne: Für die Ballets Russes choreographierte Nijinski 1912 sein ikonisches Tanzstück L’Après-midi d’un faune. Musikalische Vorlage war das impressionistische Meisterwerk von Claude Debussy. Inspiriert von Nijinskis bahnbrechender Choreographie und von historischen Fotografien, die ihn in seiner Paraderolle zeigen, schuf Marie Chouinard ihre eigene Version für eine Faunin, die als Schlüsselwerk auch in ihrem Œuvre gelten darf. Mit den ersten Tönen von Prélude à l’après-midi d’un faune versetzt uns das Solo in eine mythische, archaische, buchstäblich un-menschliche Welt. Wie und was träumt ein Fabelwesen? Die kanadische Tanz-Avantgardistin zeigt es uns. Im Video vorgestellt wird der Oboist Prof. Juri Vallentin (Hochschule für Musik Karlsruhe).
Um ein Fabelwesen geht es auch bei Marco Goecke. Das Werk ist ebenfalls eng mit der Geschichte der Ballets Russes zu Beginn des 20. Jahrhunderts verknüpft. Denn diesen Pas de deux kreierte der langjährige Artist in Residence von Gauthier Dance aus Anlass des 100. Geburtstags von Igor Strawinskys Feuervogel. In Goeckes typisch fiebriger, hyperpräziser Bewegungssprache, mit flatternden Hand- und ruckhaften Kopfbewegungen, erzählt der Choreograph die Geschichte einer Annäherung zwischen Mensch und Vogelwesen. Im Video vorgestellt wird der Dirigent Mark Mast.
Theaterhaus, T2
Premiere am Freitag, 23. Januar 2026/ Samstag, 24. Januar 2026 – jeweils um 20:15 Uhr / Sonntag, 25. Januar 2026 um 19:15 Uhr / Mittwoch, 28. Januar 2026 / Donnerstag, 29. Januar 2026 / Freitag, 30. Januar 2026 / Samstag, 31. Januar 2026 – jeweils um 20:15 Uhr

