Night of the Proms 2025 – Ein Abend, der bleibt
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Die Schleyer-Halle bebte. Nicht nur vor Lautstärke, sondern vor Emotion und gefühlt war an diesem Abend alles möglich. Zum Doppeljubiläum 40 Jahre Night of the Proms und 25 Jahre NOTP in Stuttgart: Klassik und Pop, Rock und Soul, große Gesten und leise Momente. Das Antwerp Philharmonic Orchestra, der Chor Fine Fleur und die NOTP Backbone Band spannten den musikalischen Rahmen, in dem sich sechs völlig unterschiedliche Künstler entfalten konnten. Jeder mit eigener Farbe, eigener Geschichte und eigenen Gänsehautmomenten.
Joss Stone – Soul mit Herz und Haltung
Joss Stone eröffnete den Reigen der Pop-Acts mit einer Selbstverständlichkeit, die sofort klar machte, warum sie hier genau richtig ist. „Right to Be Wrong“ klang mit Orchester noch entschlossener, fast trotzig, während „You Had Me“ die Halle in einen warmen, schwebenden Soulraum verwandelte. Ihre Stimme legte sich mühelos über die Streicher, spielte mit dem Chor und ließ jedes Wort wirken. Später kehrte sie für das gefühlvolle Duett „Ordinary“ mit Michael Schulte zurück und setzte beim gemeinsamen Medley „Lady Marmalade / It’s Raining Men“ mit Vanessa Amorosi noch einen ausgelassenen, funkelnden Schlusspunkt. Pure Präsenz, pure Emotion.
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Joss Stone beim gemeinsamen Medley „Lady Marmalade / It’s Raining Men“ mit Vanessa Amorosi
Midge Ure – 80er-Melancholie in orchestraler Größe
Midge Ure brachte die Schleyer-Halle zurück in eine Zeit, in der Synthesizer Gefühle erklärten. „Dancing With Tears in My Eyes“ traf mit voller Wucht, getragen von dramatischen Orchesterakzenten, die den Song fast filmisch wirken ließen. Bei „Vienna“ hielt die Halle kollektiv den Atem an. Dieser Moment, wenn Stimme, Streicher und Licht zusammenfinden, war einer der stillen Höhepunkte des Abends. „Breathe“ schließlich schlug die Brücke zur Gegenwart und zeigte, wie zeitlos Ures Songs sind, wenn man ihnen diesen Raum gibt.
Safri Duo – Rhythmus, der alles mitreißt
Dann keine Zeit zum Durchatmen. Das Safri Duo übernahm und verwandelte klassische Präzision in rohe Energie. „Cinema Time“ baute sich langsam auf, bevor „Played-A-Live 2025“ die Halle endgültig aus den Sitzen riss. Trommeln, Beats, Lichtblitze. Hier verschmolzen Orchester und Percussion zu einem einzigen Puls. Mit „Carol of the Bells“ bekam selbst ein bekanntes Motiv eine treibende, fast hypnotische Dynamik, und „The Cave“ setzte dem Ganzen noch einmal rohe Kraft und Tempo oben drauf. Rhythmus als Spektakel, genau so.
Vanessa Amorosi – Stimme mit Wucht und Spielfreude
Vanessa Amorosi zeigte, wie vielseitig Pop mit Orchester sein kann. „Light My Fire“ bekam eine dramatische, fast epische Note, während „Absolutely Everybody“ die Schleyer-Halle in eine einzige tanzende Masse verwandelte. Spätestens bei „Music“ war klar, dass sie diesen Raum komplett ausfüllt. Ihre Stimme sprang mühelos zwischen Kraft und Kontrolle, zwischen Pop-Attitüde und großer Show. Gemeinsam mit Joss Stone beim Medley später wurde daraus pure Freude, laut, bunt und ansteckend.
Michael Schulte – Nähe im großen Rahmen
Michael Schulte bewies, dass leise Töne auch in einer riesigen Halle tragen können. „Falling Apart“ kam ehrlich und verletzlich, unterstützt von zurückhaltenden Arrangements, die Raum für seine Stimme ließen. Bei „You Let Me Walk Alone“ wurde es persönlich. Man spürte, wie sehr dieser Song noch immer wirkt, gerade mit Chor und Orchester, die ihm zusätzliche Tiefe gaben. „Back to the Start“ brachte dann Hoffnung und Weite, bevor er mit Joss Stone bei „Ordinary“ einen der emotionalsten Duett-Momente des Abends schuf.

Alice Cooper – Rocklegende mit Gänsehaut-Finale
Alice Cooper – Rocklegende mit Gänsehaut-Finale
Zum Schluss wurde es düster, laut und groß. Alice Cooper betrat die Bühne und sofort änderte sich die Atmosphäre. „Poison“ kam bissig und gefährlich, getragen von schweren Orchesterakzenten. „Only Women Bleed“ zeigte eine unerwartet verletzliche Seite, während „Might As Well Be On Mars“ fast schon episch wirkte. Bei „School’s Out“ explodierte die Halle endgültig. Fangesang, Jubel, kollektive Ekstase. Rock’n’Roll mit Sinfonieorchester – und es funktionierte besser, als man es sich wünschen konnte.
Finale – Come Together
Mit „Come Together“, gesungen von allen Künstlern gemeinsam, schloss sich der Kreis. Unterschiedliche Stimmen, Stile und Generationen auf einer Bühne, vereint in einem einzigen Song. Die Night of the Proms 2025 war mehr als ein Konzert. Sie war ein Beweis dafür, dass Musik keine Grenzen kennt, wenn man ihr den Raum gibt. Stuttgart hat an diesem Abend nicht nur zugehört. Stuttgart hat es gespürt.
MK Schechler
Night of the Proms 2025
Mi. 17.12.2025 20:00 Uhr
Schleyer-Halle, Stuttgart
Lokaler Veranstalter:
Music Circus Concertbüro – Charlottenplatz 17 – 70173 Stuttgart – www.musiccircus.de

Antwerp Philharmonic Orchestra

