Ludwigsburger Schlossfestspiele erhalten 250.000 Euro Bundesförderung für 2026
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Die Ludwigsburger Schlossfestspiele können im kommenden Jahr mit kräftiger Unterstützung aus Berlin planen. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags hat am Donnerstag, 13. November 2025 beschlossen, das Festival 2026 mit 250.000 Euro aus dem Kulturetat zu fördern. Für eines der traditionsreichsten Festivals Baden-Württembergs ist das ein starkes Signal in bewegten Zeiten.
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Steffen Bilger, direkt gewählt im Wahlkreis Ludwigsburg, hatte sich im Vorfeld intensiv für die Mittel eingesetzt. Er sieht in der Entscheidung eine klare Wertschätzung für ein Festival, das weit über die Region hinaus strahlt. Laut Bilger bestätigt die Förderung, dass der Bund die überregionale kulturelle Bedeutung der Schlossfestspiele klar erkennt.
Auch bei der Festivalleitung löste die Nachricht große Freude aus. Intendant und Geschäftsführer Lucas Reuter sprach von einem wichtigen Moment für das Haus. Die Förderung sei nicht nur Anerkennung, sondern auch Rückenwind für die künstlerische Weiterentwicklung. Reuter betonte, dass die Schlossfestspiele als Internationale Festspiele Baden-Württemberg Künstlerinnen und Künstler aus vielen Ländern nach Ludwigsburg bringen und gemeinsam mit europäischen Partnern am kulturellen Projekt Europa mitarbeiten. Die zusätzlichen Mittel sieht er als Ansporn, mutig und innovativ weiterzugehen.

Anne-Sophie Mutter bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen
Unterstützung kommt auch aus der Stadt. Der Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeister Dr. Matthias Knecht hob die Bedeutung des Festivals für die gesellschaftliche Debatte hervor. Die Schlossfestspiele seien ein Ort, an dem Kunst auf Gegenwart trifft. Themen unserer Zeit würden aufgegriffen und kulturelle Impulse gesetzt, die demokratische Werte stärken. Die Bundesförderung gebe der Institution Sicherheit, diesen Kurs fortzusetzen.
Die Festspielzeit 2026 läuft vom 12. Juni bis zum 5. August. Für rund 90 Veranstaltungen in den Bereichen Konzert, Oper und Tanz beginnt der Vorverkauf am Freitag, 5. Dezember. Mit den nun zugesagten Mitteln dürfte das Programm noch mehr Raum für künstlerische Experimente und internationale Kooperationen bekommen.
Für die Region bedeutet die Entscheidung des Bundestags mehr als eine finanzielle Unterstützung. Sie zeigt, dass kulturelle Einrichtungen außerhalb der großen Metropolen eine zentrale Rolle im bundesweiten Kulturleben spielen. Die Schlossfestspiele können damit selbstbewusst in die kommende Saison gehen und weiter daran arbeiten, Ludwigsburg als einen wichtigen Ort für Kunst und Ideen sichtbar zu machen.

Lucas Reuter, seit 1. Oktober 2024 neuer Intendant und Geschäftsführer der Ludwigsburger Schlossfestspiele, gibt einen ersten Ausblick auf die Festspielzeit 2025, Archiv N-News.de

