LES BALLETS DE MONTE-CARLO begeistern mit furioser Deutscher Erstaufführung von „Ma Bayadère“
#ludwigsburgfestival #schlossfestspiele
Mit der Deutschen Erstaufführung von „Ma Bayadère“ durch LES BALLETS DE MONTE-CARLO endete für uns am Samstag, 25. Juli, im Forum am Schlosspark der diesjährige Besuch der Ludwigsburger Schlossfestspiele auf eindrucksvollste Weise. Was Jean-Christophe Maillot auf die Bühne brachte, war weit mehr als eine Neuinterpretation des Ballettklassikers: Es war ein faszinierender Blick hinter die Kulissen einer Tanzkompanie, der Realität und Fiktion kunstvoll miteinander verschmelzen ließ. Die spielfreudige Compagnie begeisterte von der ersten bis zur letzten Minute mit einer außergewöhnlichen Bühnenpräsenz. Besonders beeindruckend waren die millimetergenaue Ausführung jeder einzelnen Tanzbewegung, die atemberaubende Synchronität der Gruppenakte und die scheinbar mühelose Präzision, mit der selbst anspruchsvollste Choreografien umgesetzt wurden. Jeder Auftritt strahlte Leidenschaft, Eleganz und höchste technische Perfektion aus.
Die Handlung führte das Publikum mitten in den Probenalltag einer Ballettkompanie, die sich auf eine Aufführung von „La Bayadère“ vorbereitet. Zwischen Ehrgeiz, Konkurrenz, Liebe und Eifersucht entwickeln sich intensive Beziehungen: Die junge Tänzerin Niki verliebt sich in den gefeierten Solotänzer Solo, der jedoch mit der Primaballerina Gamza verbunden ist. Während der kompromisslose Choreograf Rajah ausschließlich den Erfolg der Produktion im Blick hat, geraten die Figuren zunehmend in emotionale Konflikte. Nach einer tragischen Wendung findet Solo im zweiten Akt Zuflucht in einer traumhaften Fantasiewelt, in der Versöhnung, Liebe und Tanz zu einer bewegenden Einheit verschmelzen. Gerade diese raffinierte Verbindung von Probenrealität und Traumsequenzen verlieh dem Werk eine außergewöhnliche Tiefe und machte „Ma Bayadère“ zu einem ebenso berührenden wie spannenden Theatererlebnis.

Schlussbild „Ma Bayadère“
Auch die Besetzung überzeugte auf ganzer Linie. Juliette Klein verlieh der jungen Niki große Ausdruckskraft und berührende Verletzlichkeit. Romina Contreras faszinierte als stolze und technisch brillante Gamza, während Ige Cornelis als Solo mit Eleganz und emotionaler Intensität begeisterte. Jaat Benoot verkörperte den kompromisslosen Choreografen Rajah mit großer Präsenz, Michele Esposito setzte als Ballettmeister Brahma markante Akzente und Francesco Resch sorgte als Magda für feinsinnige Momente zwischen Humor und Mitgefühl. Gemeinsam mit dem hervorragend eingespielten Ensemble entstand eine Aufführung von beeindruckender Geschlossenheit. Die enorme Spielfreude aller Mitwirkenden war jederzeit spürbar und übertrug sich unmittelbar auf das Publikum, das diese außergewöhnliche Produktion mit langanhaltendem, begeistertem Applaus feierte. Ein glanzvoller und würdiger Abschluss unserer diesjährigen Schlossfestspiele.
FR. 24. & SA. 25. JULI 2026
FORUM AM SCHLOSSPARK
MA BAYADÈRE
Deutsche Erstaufführung
Jean-Christophe Maillot Choreografie, Licht & Dramaturgie
Léon Minkus & Bertrand Maillot Musik
Bernice Coppieters Choreografie-Assistenz
Jérôme Kaplan Bühne & Kostüme
Samuel Thery Licht
Geoffroy Staquet Dramaturgie
Les Ballets de Monte-Carlo


