Tempo, Haltung und neue Stimmen: Das Renitenztheater startet mit einem vielseitigen Juni-Programm in den Sommer

#renitenztheater

Der Juni im Stuttgarter Renitenztheater verspricht einen abwechslungsreichen Mix aus Kabarett, Comedy, Musik, gesellschaftspolitischen Debatten und innovativen Bühnenformaten. Mehrere Stuttgart-Premieren, Eigenproduktionen des Hauses und besondere Highlights wie Stuttgarts großes Beatbox-Battle oder der Auftakt des Nachhaltigkeitsfestivals BÜCHSE26 zeigen, wie vielfältig das Programm des Traditionshauses inzwischen aufgestellt ist.

Den Auftakt macht am 6. Juni ein echtes Szene-Highlight: Der 13. Robeat Award bringt die Beatbox-Elite aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Stuttgart. In den Kategorien Solo und Loopstation treten Nachwuchstalente und etablierte Künstler gegeneinander an. Gastgeber ist Robeat, einer der international erfolgreichsten Beatboxer Deutschlands und in Stuttgart längst eine feste Größe. Wer urbane Musik, spontane Kreativität und mitreißende Wettbewerbsatmosphäre erleben möchte, dürfte hier voll auf seine Kosten kommen.

Laura Brümmer ©Jonas Diner


Bereits einen Tag später folgt die nächste Stuttgart-Premiere: Laura Brümmer präsentiert ihr Solo-Programm „Hochgestapelt“. Mit viel Charme und Selbstironie spielt sie mit der Figur der Hochstaplerin und erzählt vom Erwachsenwerden, vom Scheitern und von den alltäglichen Unsicherheiten des Lebens. Dabei gelingt ihr ein humorvoller Blick auf die eigenen Schwächen, ohne dabei den Optimismus aus den Augen zu verlieren.

Am 10. Juni steht Christl Sittenauer mit ihrer Stuttgart-Premiere „Komplizin“ auf der Bühne. In ihrem Programm beschäftigt sie sich mit Schwesternschaft, Loyalität, gesellschaftlichen Erwartungen und der Frage, wie viel Anpassung notwendig ist. Musikalisch, politisch und persönlich verbindet sie aktuelle Themen mit intelligentem Humor und feiner Beobachtungsgabe.

Musikalisch wird es auch am 13. Juni, wenn das preisgekrönte Vokalquartett Les Brünettes sein Programm „A Women Thing 2.0“ erstmals in Stuttgart präsentiert. Die vier Sängerinnen widmen sich Frauen, die Musikgeschichte geschrieben haben, und erzählen ihre Geschichten mit beeindruckender stimmlicher Vielfalt. Zwischen Soul, Jazz, Pop und kammermusikalischen Elementen entsteht ein Abend voller Emotionen und musikalischer Präzision.

Auch die Eigenproduktionen des Renitenztheaters setzen im Juni starke Akzente. Am 17. Juni lädt die Reihe „Gesprächsstoff“ bei freiem Eintritt zur gesellschaftspolitischen Diskussion. Unter dem Titel „Kultur stärken – aber wie?“ diskutieren die Philosophin Amrei Bahr, Stuttgarts Kulturamtsleiter Marc Gegenfurtner und Schauspieler Walter Sittler über die Zukunft der Kulturförderung. Die Moderation übernimmt Roland Mahr.

Direkt im Anschluss folgt am 18. Juni die Premiere von „Ha Ha Haltung – Ein satirisches Nach-oben-Treten“ des Performance-Kollektivs apokalyptische tänzerin*nen. Die Produktion verspricht bissige Satire, gesellschaftliche Analyse und ungewöhnliche Perspektiven auf Macht, Verantwortung und Haltung.

Am 19. und 20. Juni bringt das Renitenz-Ensemble mit „Meinung Macht Mobil – Ein Stück (für) Stuttgart“ erneut eine hauseigene Produktion auf die Bühne. Die satirische Krimi-Parodie widmet sich den Themen Meinungsmacht, Desinformation und gesellschaftlicher Verantwortung. Dabei verbindet das Ensemble Lokalkolorit mit pointiertem Humor und einer ordentlichen Portion Spannung.

Eine weitere Stuttgart-Premiere erwartet das Publikum am 21. Juni mit Bernhard Wolffs Programm „Kindskopf“. Der bekannte Rückwärtssprecher und Kreativitätskünstler begibt sich auf die Suche nach dem Ursprung guter Ideen und plädiert für mehr kindliche Neugier im Alltag. Das Ergebnis ist eine Mischung aus Comedy, Kreativitätstraining und intelligenter Unterhaltung.

Am 25. Juni steht Christoph Reuter mit „Musik macht sexy, außer manche“ erstmals in Stuttgart auf der Renitenzbühne. Der Pianist und Kabarettist nimmt das Publikum mit auf eine humorvolle Reise durch die Welt der Musik, räumt mit Mythen auf und zeigt, warum Musik unser Denken und Fühlen stärker prägt, als wir oft vermuten.

Gleich zwei Abende hintereinander gastiert Bernhard Hoëcker am 26. und 27. Juni mit seiner Stuttgart-Premiere „Was vom Merken übrigblieb“. Darin blickt der beliebte Comedian auf 25 Jahre Bühnenerfahrung zurück und widmet sich auf gewohnt geistreiche Weise dem Thema Erinnerung. Mit schnellen Gedankensprüngen, überraschenden Assoziationen und viel Selbstironie entsteht ein Programm, das gleichermaßen unterhält und zum Nachdenken anregt.

Für Familien hält das Renitenztheater am 28. Juni die Eigenproduktion „Freunde fürs Leben“ bereit. In der Geschichte begegnen sich Tyro, ein kleiner Dinosaurier, und Mollo, eine clevere Maus. Gemeinsam entdecken sie, was Freundschaft bedeutet und warum man manchmal über den eigenen Schatten springen muss. Eine warmherzige Inszenierung für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Zum Monatsende richtet sich der Blick schließlich auf die Zukunft. Am 30. Juni startet mit BÜCHSE26 das neue Festival für Zukunft und Nachhaltigkeit. Den Auftakt bildet ein Eröffnungspodium zur Ernährung von morgen. Neben Expertengesprächen erwarten die Besucherinnen und Besucher interaktive Elemente, Quizformate sowie musikalische Beiträge. Das Festival möchte gesellschaftliche Zukunftsfragen verständlich, unterhaltsam und diskussionsfreudig auf die Bühne bringen.

Mit seinem Juni-Programm beweist das Renitenztheater einmal mehr, dass es weit mehr ist als eine klassische Kabarettbühne. Zwischen Unterhaltung und Haltung, Musik und Diskussion, Nachwuchstalenten und etablierten Künstlerinnen und Künstlern entsteht ein Spielplan, der aktuelle Themen aufgreift und gleichzeitig beste Unterhaltung bietet.

Mehr Infos, gesamtes Programm / Quelle:
Renitenztheater Stuttgart e.V.
Hospitalstr. 10
70174 Stuttgart
www.renitenztheater.de

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