Wasen Sterne 2026: Sterneküche, Genuss und Tanzvergnügen in Wilhelmer’s SchwabenWelt
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150 Gäste, fünf Michelin-Sterne und ein außergewöhnliches Menü: Bei den „Wasen Sternen“ am Montag, 5. Oktober 2026, verwandelte sich Wilhelmer’s SchwabenWelt auf dem Cannstatter Volksfest erneut in einen Treffpunkt für Feinschmecker. Spitzenköche, raffinierte Kreationen und eine ausgelassene Stimmung machten den Abend zu einem besonderen Erlebnis. Und während auf der Empore kulinarische Kunstwerke vollendet wurden, sorgten „mimmo & friends“ auf dem Außenbalkon dafür, dass aus dem genussvollen Abend schließlich auch eine schwungvolle Tanzparty wurde.
Es ist eine außergewöhnliche Verbindung, die längst ihre Liebhaber gefunden hat: Sterneküche mitten im Festzelt, gehobene Gastronomie in unmittelbarer Nachbarschaft zum traditionellen Wasentrubel. Dass dieses Konzept begeistert, zeigte sich auch bei der diesjährigen Ausgabe der „Wasen Sterne“. Rund 150 Gäste waren der Einladung in Wilhelmer’s SchwabenWelt gefolgt, darunter zahlreiche Wiederholungsgäste, für die der kulinarische Abend zu einem festen Bestandteil des Cannstatter Volksfestes geworden ist. Das Besondere: Die Gäste konnten den Spitzenköchen bei der Fertigstellung ihrer Kreationen auf der Empore hautnah über die Schulter schauen. Mit konzentrierten Handgriffen wurden die einzelnen Komponenten angerichtet, Saucen hinzugefügt und letzte Akzente gesetzt, bevor die kunstvoll komponierten Teller serviert wurden. An den Tischen folgten neugierige Blicke, genussvolles Probieren und immer wieder zustimmendes Nicken. Die Freude an den außergewöhnlichen Geschmackserlebnissen war den Gästen deutlich anzusehen.
Sechs kulinarische Handschriften, ein außergewöhnliches Menü
Für das diesjährige Menü hatten sich sechs Könner ihres Fachs zusammengefunden. Gemeinsam brachten sie fünf Michelin-Sterne und jede Menge kulinarische Kreativität auf den Wasen. Mit dabei waren der Zwei-Sterne-Koch Stefan Gschwendtner von der Stuttgarter Speisemeisterei sowie die jeweils mit einem Michelin-Stern ausgezeichneten Köche Michael Oettinger von Oettingers Restaurant, Hans Häge vom Restaurant HochZwei und Rolf Straubinger von der Burg Staufeneck. Ergänzt wurde die hochkarätige Runde durch René Tepper von der Wilhelmer Gastronomie und den Deutschen Chocolatier-Meister Kevin Kugel. Schon der Auftakt machte deutlich, dass an diesem Abend nicht die klassische Festzeltküche im Mittelpunkt stand. Zum Champagner aus dem Hause Laurent-Perrier servierte René Tepper unter dem Motto „Streetfood Couture“ eine ebenso originelle wie abwechslungsreiche Auswahl kleiner Köstlichkeiten. Ein Schwaben Snack, ein Rauchfisch-Stick mit Meerrettich und ein Neckar Happen eröffneten die kulinarische Reise. Hinzu kamen eine Sellerie-Mousse, effektvoll in der Sellerie selbst serviert, sowie ein „Petit Apéro“ mit gerupftem Broiler im Laugenweckle. Eine spielerische Verbindung von regionalen Anklängen und moderner Fingerfood-Küche, die Lust auf die folgenden Gänge machte.
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Die Köche des Abends mit Gastgeber Michael Wilhelmer
Von der Lachsforelle bis zur Sommerrolle
Den ersten Menügang gestaltete Stefan Gschwendtner, der mit seiner Arbeit in der Speisemeisterei zwei Michelin-Sterne erkocht hat. Er präsentierte ein Tatar von der Lachsforelle, begleitet von einem Senf-Honigsud, Kohlrabi, Dill und Krabbencrunch. Die Kombination aus feinem Fisch, süßlich-würzigem Sud, frischen Kräutern und knusprigen Elementen sorgte für einen vielschichtigen Auftakt. Gerade das Zusammenspiel unterschiedlicher Texturen verlieh dem Gericht seinen besonderen Reiz.
Mit kräftigeren Aromen und asiatischen Einflüssen setzte Michael Oettinger den nächsten Akzent. Der Sternekoch von Oettingers Restaurant hatte „Iberico Papada Bellota“ auf die Karte gesetzt, geschmortes Schweinekinn vom Ibérico-Schwein. Dazu kombinierte er einen Nuoc-Mam-Sud mit Zitronengras, Rettich und Ananas. Das zarte, gehaltvolle Fleisch traf dabei auf die würzige Tiefe der Fischsauce, die Frische des Zitronengrases und die fruchtige Säure der Ananas. Ein spannungsreiches Gericht, das zeigte, wie selbstverständlich sich unterschiedliche kulinarische Traditionen miteinander verbinden lassen.
Anschließend gehörte die Bühne Hans Häge vom Restaurant HochZwei. Er servierte Island-Kabeljau mit Holunderblüten-Vinaigrette, Rettich und Beurre blanc. Der feine Fisch stand im Mittelpunkt einer eleganten Komposition, bei der die floralen Noten der Holunderblüte auf die dezente Schärfe des Rettichs und die cremige Fülle der klassischen französischen Buttersauce trafen. Ein Gang, der mit seiner klaren Aromatik einen reizvollen Kontrast zum vorherigen Gericht setzte.
Rolf Straubinger von der Burg Staufeneck überraschte schließlich mit seiner „Sommerrolle 54°“. Hinter dem ungewöhnlichen Namen verbarg sich eine raffinierte Kreation mit Kartoffelravioli, Sellerie und Kürbis. Der Sternekoch stellte damit Gemüse und Kartoffel in den Mittelpunkt und zeigte, wie vielseitig sich vermeintlich vertraute Zutaten auf Spitzenniveau interpretieren lassen. Besonders die Verbindung aus herbstlichen Aromen und moderner Zubereitung passte hervorragend zur Jahreszeit.

Menübeispiel Wasen Sterne 2026
Ein süßer Schlusspunkt mit Trüffel und Schokolade
Für das große Finale war Kevin Kugel verantwortlich. Der Deutsche Chocolatier-Meister präsentierte mit seinem Dessert „Périgord-Trüffel“ eine ungewöhnliche Verbindung aus süßen und herzhaften Aromen. Vanille-Ganache, Brownie-Crumble und Bergamotten-Curd trafen auf Trüffel-Popcorn und Schokoladensorbet. Dabei sorgten die erdigen Noten des Trüffels für einen überraschenden Gegenpol zur Süße der Schokolade. Die Bergamotte brachte fruchtige Frische ins Spiel, während Brownie-Crumble und Popcorn für knusprige Akzente sorgten. Ein ebenso kreativer wie eindrucksvoller Abschluss des Menüs, der noch einmal die Experimentierfreude der beteiligten Köche unterstrich. Begleitet wurden die einzelnen Gänge von ausgewählten Bierkreationen der Familienbrauerei Dinkelacker-Schwaben Bräu. Statt einer klassischen Weinbegleitung rückte damit bewusst das Bier in den Mittelpunkt. Eine passende Hommage an den Veranstaltungsort, die zugleich zeigte, dass sich auch anspruchsvolle Gourmetküche hervorragend mit unterschiedlichen Bierstilen kombinieren lässt.

Wilhelmer’s Schwabenelt am Wasen Sterne Abend
Erst genießen, dann tanzen
Doch nicht nur auf den Tellern wurde den Gästen einiges geboten. Für die musikalische Begleitung sorgten „mimmo & friends“, die auf dem Außenbalkon von Wilhelmer’s SchwabenWelt aufspielten. Zunächst bildete ihre Musik den passenden Hintergrund für angeregte Gespräche und den Genuss der einzelnen Gänge. Doch je weiter der Abend fortschritt, desto mehr rückte auch die Musik in den Mittelpunkt. Nach und nach ließen sich die ersten Gäste zum Mittanzen animieren. Andere folgten, und aus der zunächst entspannten Atmosphäre entwickelte sich eine immer ausgelassenere Stimmung. Je später die Stunde, desto lebhafter wurde getanzt. Die Freude am gemeinsamen Feiern war dabei mindestens ebenso groß wie zuvor die Begeisterung für die kulinarischen Kreationen. Gerade dieser Wechsel zwischen konzentriertem Genießen und ungezwungenem Feiern macht den besonderen Charakter der „Wasen Sterne“ aus. Wo sonst ausgelassene Festzeltstimmung und traditionelle Wasengerichte dominieren, entsteht für einen Abend eine ganz eigene Welt zwischen Spitzengastronomie und Volksfest.
Ein Wiedersehen, das Freude macht
Dass viele der 150 Gäste nicht zum ersten Mal dabei waren, spricht für die Anziehungskraft des Formats. Die Möglichkeit, renommierte Köche so unmittelbar bei ihrer Arbeit zu erleben, ihre Gerichte in festlicher Atmosphäre zu genießen und anschließend gemeinsam zu feiern, ist auch für erfahrene Feinschmecker etwas Besonderes. Mit der Ausgabe 2026 haben die „Wasen Sterne“ einmal mehr gezeigt, dass Sterneküche und Cannstatter Volksfest bestens zusammenpassen. Ein Abend voller kulinarischer Entdeckungen, persönlicher Begegnungen und mitreißender Musik, der vielen Gästen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird. Und spätestens als zu den Klängen von „mimmo & friends“ ausgelassen getanzt wurde, war klar: Bei den „Wasen Sternen“ geht es nicht nur um gutes Essen, sondern auch um die Freude, gemeinsam einen außergewöhnlichen Abend zu erleben.
MK Schechler

