{"id":125671,"date":"2026-05-15T11:21:08","date_gmt":"2026-05-15T09:21:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.n-news.de\/?p=125671"},"modified":"2026-05-14T10:24:05","modified_gmt":"2026-05-14T08:24:05","slug":"ein-drittel-nutzt-ki-mindestens-einmal-pro-woche-von-code-bis-kueche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.n-news.de\/?p=125671","title":{"rendered":"Ein Drittel nutzt KI mindestens einmal pro Woche \u2013 von Code bis K\u00fcche"},"content":{"rendered":"<p>#ki #bitkom<\/p>\n<p><strong>K\u00fcnstliche Intelligenz h\u00e4lt mit hohem Tempo Einzug in den Alltag der Deutschen. Bereits jede und jeder Dritte (34 Prozent) nutzt KI mindestens einmal pro Woche, 15 Prozent sogar t\u00e4glich. Unter den 16- bis 29-J\u00e4hrigen verwenden 29 Prozent jeden Tag KI, bei den 30- bis 49-J\u00e4hrigen sind es 22 Prozent. Insgesamt setzen 58 Prozent der Bundesb\u00fcrgerinnen und Bundesb\u00fcrger ab 16 Jahren KI ein. Dabei \u00fcberwiegt die Chancenperspektive: 69 Prozent sehen KI eher als Chance, 27 Prozent eher als Gefahr. Allerdings nimmt die Skepsis leicht zu: Im Vorjahr waren es noch 74 Prozent bzw. 23 Prozent. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Altersgruppen: W\u00e4hrend bei den 16- bis 29-J\u00e4hrigen 81 Prozent KI eher als Chance sehen, sind es bei den \u00dcber-65-J\u00e4hrigen nur 58 Prozent. Umgekehrt sehen 37 Prozent der \u00c4lteren KI eher als Gefahr, in der j\u00fcngsten Altersgruppe sind es nur 17 Prozent. Das sind Ergebnisse einer repr\u00e4sentativen Befragung von 1.003 Personen ab 16 Jahren in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. \u201eK\u00fcnstliche Intelligenz ist schneller im Alltag angekommen als jede andere Innovation zuvor&#8220;, sagt Bitkom-Pr\u00e4sident Dr. Ralf Wintergerst. \u201eDeutschland muss KI nicht nur nutzen, sondern mitgestalten \u2013 und die Skeptiker dabei mitnehmen. Dazu geh\u00f6rt, offen \u00fcber die Grenzen und Risiken von KI zu diskutieren, zugleich aber auch \u00fcber die enormen M\u00f6glichkeiten der Technologie zu sprechen: zum Beispiel in der Medizin, in der Bildung, in der Forschung.\u201c<\/strong><\/p>\n<p><strong>KI ver\u00e4ndert die Gesellschaft \u2013 f\u00fcr viele schon jetzt<\/strong><br \/>\nDer Eindruck, dass KI die Gesellschaft bereits heute ver\u00e4ndert, hat im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. 42 Prozent sagen: \u201eDas tut KI bereits\u201c, im Vorjahr lag der Anteil noch bei 32 Prozent. Weitere 11 Prozent rechnen mit einer solchen Ver\u00e4nderung im n\u00e4chsten Jahr, 23 Prozent in den kommenden zwei bis f\u00fcnf Jahren. Insgesamt gehen somit drei Viertel der Deutschen (76 Prozent) davon aus, dass KI die Gesellschaft sp\u00e4testens in f\u00fcnf Jahren sp\u00fcrbar ver\u00e4ndern wird, 9 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Nur 2 Prozent glauben, dass KI die Gesellschaft nie ver\u00e4ndern wird.<\/p>\n<p><strong>Sorgen: Falschinformationen an erster Stelle<\/strong><br \/>\n11 Prozent der Menschen in Deutschland begegnen der KI ohne jegliche Sorgen, das sind doppelt so viele wie im Vorjahr (5 Prozent). Die gro\u00dfe Mehrheit aber teilt eine oder mehrere Bef\u00fcrchtungen in Zusammenhang mit KI. Am weitesten verbreitet ist die Sorge vor der Verbreitung von Falschinformationen mit 50 Prozent. Ebenso viele (50 Prozent) beklagen zu wenig Regeln und Kontrollen f\u00fcr KI, 49 Prozent sorgen sich, dass KI zu viel Macht bekommt, ein Anstieg um 5 Prozentpunkte gegen\u00fcber dem Vorjahr. 43 Prozent haben Bedenken, dass ihre pers\u00f6nlichen Daten nicht sicher sind, 42 Prozent empfinden KI als oft undurchsichtig. 41 Prozent bef\u00fcrchten, dass KI falsche Ergebnisse liefert, 27 Prozent haben Angst, durch KI manipuliert zu werden, und 24 Prozent sehen die Gefahr, durch die Nutzung von KI zu verdummen.<\/p>\n<p><strong>Wof\u00fcr KI im Alltag genutzt wird \u2013 und warum auf KI verzichtet wird<\/strong><br \/>\nWer keine KI nutzt, tut dies nur selten aus einer grunds\u00e4tzlichen Ablehnung gegen\u00fcber der Technologie heraus, nur 13 Prozent der Nicht-Nutzenden erkl\u00e4ren sich grunds\u00e4tzlich zu KI-Gegnern. Die meisten verwenden schlicht einge\u00fcbte Werkzeuge f\u00fcr die Suche nach Informationen wie etwa die klassische Internetsuche mit 54 Prozent. 44 Prozent fehlt aber das Vertrauen in KI und 36 Prozent brauchen KI nach eigenen Angaben schlicht nicht. Je rund ein Viertel kennt keine passenden Anwendungen (26 Prozent) oder es fehlt nach eigenem Daf\u00fcrhalten das technische Wissen (22 Prozent). 10 Prozent sind bislang noch gar nicht auf die Idee gekommen, KI zu nutzen. \u201eKI wird immer h\u00e4ufiger in Standardanwendungen integriert und so auch jene Menschen erreichen, die bislang auf den Einsatz von KI verzichten\u201c, so Wintergerst.<\/p>\n<p>Die wichtigsten Motive f\u00fcr den KI-Einsatz lassen sich drei Gruppen zuordnen: KI als Turbo (58 Prozent der KI-Nutzenden sparen Zeit, 32 Prozent vermeiden Fehler, 20 Prozent sparen Geld), KI als Coach (50 Prozent verstehen komplexe Themen besser, 42 Prozent lernen Neues, 17 Prozent wollen mitreden k\u00f6nnen) und KI als Sparringspartner (48 Prozent bekommen neue oder kreativere Ideen, 46 Prozent eine bessere Qualit\u00e4t, 40 Prozent lassen sich bei Entscheidungen unterst\u00fctzen).<\/p>\n<p>So vielf\u00e4ltig wie die Motive sind auch die konkreten Einsatzbereiche von KI, bei denen kein einzelnes Thema dominiert. 54 Prozent der Nutzenden holen sich von der KI Hilfe bei Alltagsfragen wie Kochen oder Reparaturen, 35 Prozent bei Fragen rund um den Einkauf und 21 Prozent bei Reisevorbereitungen. Die H\u00e4lfte (50 Prozent) nutzt KI, um Texte zu schreiben oder zu verbessern, 41 Prozent f\u00fcr \u00dcbersetzungen und 40 Prozent zum Zusammenfassen l\u00e4ngerer Texte. Aber auch f\u00fcr sehr pers\u00f6nliche Themen wird KI verwendet: 44 Prozent holen sich Rat zu pers\u00f6nlichen Fragen, 34 Prozent zu gesundheitlichen Themen und 21 Prozent, wenn es um die Finanzen geht. Und 30 Prozent entwickeln mit Hilfe von KI neue Ideen, ebenso viele nutzen KI zum Erstellen kreativer Inhalte wie Bilder oder Musik, 22 Prozent lernen und \u00fcben mit KI und 10 Prozent programmieren mit ihrer Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Wer KI nutzt, tut das meist f\u00fcr mehrere dieser Zwecke gleichzeitig \u2013 im Durchschnitt in f\u00fcnf verschiedenen Einsatzfeldern. Nur 14 Prozent der KI-Nutzenden setzen KI nur f\u00fcr einen oder zwei Einsatzzwecke ein, 35 Prozent f\u00fcr 3 oder 4 und 31 Prozent sogar f\u00fcr 5 oder 6. Immerhin jede und jeder Neunte (11 Prozent) hat 7 oder 8 verschiedene Einsatzgebiete f\u00fcr KI und 5 Prozent sogar 9 oder mehr.<\/p>\n<p><strong>Die US-Anbieter dominieren den KI-Markt<\/strong><br \/>\nBei den verwendeten KI-Diensten spielen US-amerikanische Anbieter eine dominierende Rolle. 71 Prozent der KI-Nutzenden verwenden ChatGPT von OpenAI, 50 Prozent Gemini von Google und 43 Prozent Microsoft Copilot. Meta AI, das direkt in WhatsApp verf\u00fcgbar ist, kommt auf 35 Prozent Nutzung. Alle \u00fcbrigen KI-Anwendungen bleiben weit abgeschlagen: DeepSeek nutzen 8 Prozent, Perplexity 7 Prozent, Grok von xAI 6 Prozent und Claude von Anthropic 5 Prozent. Das europ\u00e4ische Angebot LeChat von Mistral wird von 4 Prozent verwendet. Dabei ist der Wunsch nach mehr digitaler Souver\u00e4nit\u00e4t in der Bev\u00f6lkerung sehr ausgepr\u00e4gt: 72 Prozent der Bundesb\u00fcrgerinnen und Bundesb\u00fcrger sehen Deutschland bei KI als zu abh\u00e4ngig von den USA, 67 Prozent w\u00fcrden gerne eine KI aus Deutschland nutzen, 65 Prozent sprechen sich f\u00fcr eine eigene KI aus der Europ\u00e4ischen Union aus. \u201eEuropa darf sich bei KI nicht einseitig abh\u00e4ngig machen. Wir brauchen eigene, starke Anbieter f\u00fcr unsere digitale Souver\u00e4nit\u00e4t\u201c, so Wintergerst.<\/p>\n<p><strong>KI bei der Arbeit: Fast die H\u00e4lfte ist dabei \u2013 aber ebenso viele lehnen KI komplett ab<\/strong><br \/>\nAuch im Berufsleben ist KI angekommen. 48 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen nutzen KI bei der Arbeit: 8 Prozent t\u00e4glich, 18 Prozent mindestens einmal pro Woche, 22 Prozent seltener. Ebenso viele (48 Prozent) nutzen KI im Job bislang aber \u00fcberhaupt nicht. Wer KI im Job einsetzt, tut dies \u00fcberwiegend mit Wissen des Arbeitgebers (84 Prozent). Allerdings nutzen 12 Prozent KI, ohne dass der Arbeitgeber davon wei\u00df.<\/p>\n<p>Die Einstellungen zu KI am Arbeitsplatz sind gespalten: F\u00fcr 41 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen hat sich ihre T\u00e4tigkeit jetzt schon durch KI ver\u00e4ndert. 49 Prozent h\u00e4tten gerne eine KI als pers\u00f6nlichen Assistenten im Job. Umgekehrt lehnen aber 45 Prozent eine Unterst\u00fctzung durch KI bei ihrer Arbeit grunds\u00e4tzlich ab. \u201eKI kann Arbeit sicherer, besser und effizienter machen\u201c, so Wintergerst. \u201eTeilhabe und Kommunikation sind jetzt das A und O in den Unternehmen. Das Management muss Transparenz herstellen, seine KI-Strategie gut erkl\u00e4ren und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so mit KI-Kompetenzen ausstatten, dass sie den Weg in die KI-Zukunft mitgehen und mitgestalten k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Viele Unternehmen nehmen ihre Besch\u00e4ftigten bei der Einf\u00fchrung von KI noch nicht ausreichend mit: Nur 21 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen haben bereits eine KI-Fortbildung ihres Arbeitgebers genutzt, bei weiteren 13 Prozent gibt es solche Angebote, die sie bisher aber noch nicht wahrgenommen haben. Dagegen gibt es bei 37 Prozent keine KI-Fortbildungen, weitere 24 Prozent wissen es nicht sicher, gehen aber davon aus, dass keine entsprechenden Angebote vorhanden sind.<\/p>\n<p><strong>Vorteile: Tempo, Qualit\u00e4t, K\u00f6nnen<\/strong><br \/>\nViele Erwerbst\u00e4tige sehen dennoch heute bereits Vorteile von KI am Arbeitsplatz: Sie erleichtert Routineaufgaben (47 Prozent) und spart Arbeitszeit (47 Prozent), schafft Freir\u00e4ume f\u00fcr wichtigere Aufgaben (43 Prozent) und erm\u00f6glicht schnellere Problemanalysen (41 Prozent). 39 Prozent sehen eine Beschleunigung von Prozessen, ebenso viele eine Verringerung von Fehlern. 26 Prozent nennen geringere Kosten als Vorteil, aus Sicht von je 25 Prozent erh\u00f6ht KI die eigene Leistungsf\u00e4higkeit und steigert die Motivation. 19 Prozent erwarten durch KI Expertenwissen, 17 Prozent generell bessere Arbeitsergebnisse und ebenfalls 17 Prozent eine h\u00f6here Kreativit\u00e4t.<\/p>\n<p>Bei den Nachteilen dominieren Fragen zu Verantwortung, Kontrolle und dem menschlichen Kontakt: 62 Prozent sagen, es sei unklar, wer f\u00fcr Fehler einer KI verantwortlich ist, 59 Prozent kritisieren, dass unklar sei, wohin die Daten gehen, die f\u00fcr die KI genutzt werden. 55 Prozent bem\u00e4ngeln weniger menschlichen Kontakt bei der Arbeit. 34 Prozent bef\u00fcrchten, sich zu sehr auf die KI zu verlassen und dadurch F\u00e4higkeiten zu verlernen. 22 Prozent haben Sorge um den eigenen Arbeitsplatz, ebenso viele f\u00fcrchten, die Kontrolle \u00fcber Entscheidungen zu verlieren. 20 Prozent empfinden die Nutzung von KI als zu kompliziert, 19 Prozent f\u00fchlen sich durch KI kontrolliert und ebenso viele finden, dass KI die eigene Arbeit weniger wertvoll macht. 17 Prozent f\u00fchlen sich durch den Einsatz von KI unter Druck gesetzt. 12 Prozent sagen, dass eine KI die einfachen Aufgaben \u00fcbernehmen k\u00f6nnte, die ihnen bislang Verschnaufpausen bei der Arbeit bieten, und 10 Prozent sehen KI als Bremse, die sie bei der Arbeit aufh\u00e4lt. 7 Prozent meinen, ihr Arbeitgeber gebe zu viel Geld f\u00fcr KI aus.<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_125671 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_125671')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_125671').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"action\":\"like\",\"language\":\"de_DE\"},\"twitter\":{\"reply_to\":\"nnews_de\",\"tweet_text\":\"%20Ein%20Drittel%20nutzt%20KI%20mindestens%20einmal%20pro%20Woche%20%E2%80%93%20von%20Code%20bis%20...\",\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"language\":\"de\",\"referrer_track\":\"\"},\"gplus\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"referrer_track\":\"\"},\"pinterest\":{\"status\":\"on\",\"the_excerpt\":\"Ein Drittel nutzt KI mindestens einmal pro Woche \\u2013 von Code bis K\\u00fcche &raquo; #ki #bitkom\\r\\n\\r\\nK\\u00fcnstliche Intelligenz h\\u00e4lt mit hohem Tempo Einzug  ...\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"media\":\"https:\\\/\\\/www.n-news.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/05\\\/2026-05-10-10.49.43.jpg\"},\"linkedin\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an LinkedIn senden. 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