{"id":116147,"date":"2025-12-25T07:26:32","date_gmt":"2025-12-25T06:26:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.n-news.de\/?p=116147"},"modified":"2025-10-13T10:24:32","modified_gmt":"2025-10-13T08:24:32","slug":"so-gelingt-die-kindgerechte-mediennutzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.n-news.de\/?p=116147","title":{"rendered":"So gelingt die kindgerechte Mediennutzung"},"content":{"rendered":"<p>#onlinezeit<\/p>\n<h3>So gelingt die kindgerechte Mediennutzung<\/h3>\n<p><strong>Welche Altersfreigaben Eltern kennen und worauf sie bei Apps achten sollten<\/strong><br \/>\nEin Leben ohne Apps und Streaming ist f\u00fcr die meisten Erwachsenen unvorstellbar \u2013 und auch f\u00fcr Kinder geh\u00f6ren Medien fest zum Alltag. Doch nicht alle Inhalte sind kindgerecht. F\u00fcr Eltern ist es oft schwer einzusch\u00e4tzen, ob Apps, Filme, Videos und Co. f\u00fcr den Nachwuchs geeignet sind. An welche Kinder- und Jugendschutzgesetze sich App-Anbieter und Streamingdienste halten m\u00fcssen, erl\u00e4utert Sabine Brandl, Juristin der ERGO Rechtsschutz Leistungs-GmbH. Alina Gedde, Digitalexpertin von ERGO, erkl\u00e4rt au\u00dferdem, worauf Eltern bei der Mediennutzung achten sollten und wie sie kindgerechte Apps erkennen. <\/p>\n<p><strong>Gesetzliche Grundlage bei Filmen<\/strong><br \/>\nAlle Filme, die in Kinos, im Fernsehen oder auf Streamingplattformen laufen, m\u00fcssen laut Jugendschutzgesetz mit einer Alterskennzeichnung versehen sein. Die Pr\u00fcfung und Einteilung in die Altersstufen 6, 12, 16 oder 18 erfolgt durch die sogenannte Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK). \u201eEntscheidend sind unter anderem die Auswirkungen des Films auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen\u201c, so Brandl. Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag verpflichtet Fernsehsender abh\u00e4ngig von der Altersfreigabe zu bestimmten Sendezeiten. So d\u00fcrfen sie Filme mit FSK 18 beispielsweise nur zwischen 23 und 6 Uhr sowie Filme ab 16 zwischen 22 und 6 Uhr ausstrahlen. <\/p>\n<p><strong>Jugendschutz bei Streaming-Plattformen<\/strong><br \/>\nViele Kinder und Jugendliche schauen Filme und Serien heutzutage allerdings gar nicht mehr im \u00fcblichen Fernsehprogramm, sondern \u00fcber Streamingdienste und Mediatheken. \u201eLaut Jugendschutzgesetz gilt f\u00fcr die Anbieter ebenfalls eine verpflichtende Alterskennzeichnung der Inhalte\u201c, so die ERGO Juristin. \u201eVor allem Eigenproduktionen sind allerdings oft nicht durch die FSK gepr\u00fcft und daher vom Anbieter selbst bewertet.\u201c Welche Kriterien dieser hierf\u00fcr ber\u00fccksichtigt, ist oft schwer feststellbar. Eltern haben jedoch oft die M\u00f6glichkeit, individuelle Einstellungen vorzunehmen und so auszuw\u00e4hlen, welche Inhalte ihre Kinder sehen k\u00f6nnen. \u00dcbrigens: Bei vielen Anbietern sind Filme ab einem gewissen Alter mit einer PIN gesperrt, die sich manchmal auch extra einstellen l\u00e4sst. <\/p>\n<p><strong>Rechtliche Regelungen f\u00fcr kindgerechte Apps?<\/strong><br \/>\nAuch Apps auf Smartphone oder Tablet sind aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Wer nicht das neueste Game auf dem Handy zockt, gilt auf dem Pausenhof schnell als uncool. Zwar sind alle Anwendungen in den App-Stores mit einer Alterskennzeichnung versehen. \u201eTrotzdem kommen nicht immer einheitliche Kriterien zur Anwendung\u201c, erl\u00e4utert die Rechtsexpertin Brandl. \u201eAm 1. Mai 2021 ist eine Neufassung des Jugendschutzgesetzes in Kraft getreten, die auch ausl\u00e4ndische Anbieter wie Spieleplattformen zu Alterskennzeichnungen nach einheitlichen Kriterien zwingen soll. Hier l\u00e4uft zurzeit ein Angleichungsprozess.&#8220; Bisher erteilt die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) meist Altersfreigaben f\u00fcr PC- und Konsolenspiele, die auf physischen Datentr\u00e4gern verkauft werden. Auf einigen Spieleplattformen stuft die International Age Rating Coalition (IARC) das Freigabealter ein, die in Deutschland ebenfalls auf die Alterseinstufung durch die USK zur\u00fcckgreift. An diesem System nehmen jedoch nicht alle Plattformen teil, sodass bei einigen Games abweichende Kriterien zum Einsatz kommen.<\/p>\n<div id=\"attachment_116148\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-116148\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-news.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2023-ERGO-Ratgeber-Alter-Mediennutzung-Print.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"400\" class=\"size-full wp-image-116148\" srcset=\"https:\/\/www.n-news.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2023-ERGO-Ratgeber-Alter-Mediennutzung-Print.jpg 600w, https:\/\/www.n-news.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/2023-ERGO-Ratgeber-Alter-Mediennutzung-Print-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><p id=\"caption-attachment-116148\" class=\"wp-caption-text\">Vater und Sohn schauen auf Tablet. So gelingt die kindgerechte Mediennutzung. Quelle: ERGO Group<\/p><\/div>\n<p><strong>Kindgerechte Apps vor dem Download erkennen<\/strong><br \/>\nUm herauszufinden, ob eine App f\u00fcr Kinder geeignet ist, kann es hilfreich sein, vor dem Download neben der Altersangabe auch die Beschreibung zu lesen. \u201eEltern sollten dabei darauf achten, ob die Inhalte altersgerecht sind, also beispielsweise gewaltfrei und nicht \u00e4ngstigend, diskriminierend oder sexualisiert\u201c, so Alina Gedde, Digitalexpertin von ERGO. Eine gute Kinder-App ist zudem leicht verst\u00e4ndlich und bedienbar, hat p\u00e4dagogischen Wert und f\u00f6rdert die kognitive, motorische und sprachliche Entwicklung des Kindes. \u201eAnwendungen, die Werbung, In-App-K\u00e4ufe oder Chat-Funktionen enthalten, sind eher ungeeignet\u201c, sagt Gedde. Ein Blick in die Bewertungen kann Eltern zudem bei der Beurteilung weiterhelfen. Und auch ein kurzer Check des App-Entwicklers selbst ist hilfreich. <\/p>\n<p><strong>App-Einstellungen pr\u00fcfen<\/strong><br \/>\nIst eine App ausgew\u00e4hlt, sollten Eltern sie zun\u00e4chst einmal selbst testen und sich einen Eindruck von den Inhalten und der Benutzerfreundlichkeit machen. Egal ob das Kind bereits ein eigenes Smartphone besitzt oder das Handy der Eltern nutzt. In diesem Rahmen gilt es, auch die App-Berechtigungen zu pr\u00fcfen. \u201eSind beispielsweise Zugriffe auf Standort, Kamera oder Mikrofon nicht f\u00fcr die Nutzung notwendig, ist es besser, sie zu deaktivieren\u201c, r\u00e4t Gedde. Zudem sollte deutlich klar sein, welche Daten gesammelt, wie sie verwendet und gesch\u00fctzt werden. L\u00e4sst sich die Nutzungsdauer kontrollieren und In-App-K\u00e4ufe oder der Zugang zu bestimmten Inhalten einschr\u00e4nken, ist das ebenfalls ein gutes Zeichen.<\/p>\n<p><strong>Mediennutzung im Blick behalten<\/strong><br \/>\nInsgesamt ist wichtig, dass Eltern sich Zeit nehmen, um mit ihren Kindern \u00fcber Smartphone, Streaming, Apps und Co. zu sprechen und sie bei Entscheidungen mit einzubeziehen. Das f\u00f6rdert nicht nur die Medienkompetenz und sensibilisiert f\u00fcr einen sicheren Umgang mit dem Handy, sondern hilft ihnen auch dabei, Regeln besser zu verstehen und zu befolgen. Zum Beispiel bez\u00fcglich der Zeit, die sie vor dem Bildschirm verbringen d\u00fcrfen. \u201eF\u00fcr Kinder bis sieben Jahre ist eine Bildschirmzeit von bis zu 30 Minuten empfohlen, bei Zehnj\u00e4hrigen sind es 60 Minuten am Tag\u201c, so Gedde. \u201eAnschlie\u00dfend k\u00f6nnen Familien, je nach pers\u00f6nlicher Reife und Entwicklung des Nachwuchses, eine w\u00f6chentliche Mediennutzungszeit vereinbaren. Geeignet sind beispielsweise eine Stunde pro Lebensjahr in der Woche.\u201c So lernen Kinder gleichzeitig, sich ihre Zeit selbstst\u00e4ndig einzuteilen. Sollten Kinder aber mal mitten in einem Spiel oder einer Geschichte sein, sollten Eltern bei der Nutzungszeit flexibel bleiben. Dar\u00fcber hinaus lohnt es sich f\u00fcr Familien, abseits von Smartphone und Filmen auch regelm\u00e4\u00dfige analoge Freizeitaktivit\u00e4ten wie Brettspiele, Memory, Basteln oder Lesen in den Alltag zu integrieren. Es gilt: Mit gutem Beispiel vorangehen.<\/p>\n<p>Quelle \/ Weitere Ratgeberthemen finden Sie unter <a href=\"http:\/\/www.ergo.com\/ratgeber\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">www.ergo.com\/ratgeber<\/a>.<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_116147 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_116147')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_116147').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"action\":\"like\",\"language\":\"de_DE\"},\"twitter\":{\"reply_to\":\"nnews_de\",\"tweet_text\":\"So%20gelingt%20die%20kindgerechte%20Mediennutzung%20%C2%BB%20N-News.de\",\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"language\":\"de\",\"referrer_track\":\"\"},\"gplus\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"referrer_track\":\"\"},\"pinterest\":{\"status\":\"on\",\"the_excerpt\":\"So gelingt die kindgerechte Mediennutzung &raquo; #onlinezeit\\r\\n\\r\\nSo gelingt die kindgerechte Mediennutzung\\r\\n\\r\\nWelche ...\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"media\":\"https:\\\/\\\/www.n-news.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/12\\\/2023-ERGO-Ratgeber-Alter-Mediennutzung-Print.jpg\"},\"linkedin\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an LinkedIn senden. 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