{"id":111768,"date":"2026-02-15T07:22:57","date_gmt":"2026-02-15T06:22:57","guid":{"rendered":"https:\/\/www.n-news.de\/\/?p=111768"},"modified":"2026-02-05T18:47:00","modified_gmt":"2026-02-05T17:47:00","slug":"mehr-als-50-millionen-deutsche-nutzen-soziale-medien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.n-news.de\/?p=111768","title":{"rendered":"Mehr als 50 Millionen Deutsche nutzen soziale Medien"},"content":{"rendered":"<p>#bitkom<\/p>\n<h3>Mehr als 50 Millionen Deutsche nutzen soziale Medien <\/h3>\n<p><strong>Internetnutzung hei\u00dft mittlerweile auch Social-Media-Nutzung. 89 Prozent der deutschen Internetnutzerinnen und -nutzer ab 16 Jahren waren in den vergangenen 12 Monaten in sozialen Netzwerken unterwegs \u2013 das entspricht rund 54 Millionen Menschen. 80 Prozent haben aktiv Beitr\u00e4ge gepostet, Inhalte hochgeladen oder Kommentare geschrieben, 9 Prozent haben die Plattformen ausschlie\u00dflich passiv genutzt, z.B. Beitr\u00e4ge gelesen, Bilder oder Videos angeschaut, ohne jedoch eigene Inhalte zu ver\u00f6ffentlichen. Die meisten bewegen sich regelm\u00e4\u00dfig auf den Plattformen: F\u00fcr mehr als zwei Drittel (70 Prozent) der Nutzerinnen und Nutzer geh\u00f6ren soziale Netzwerke zum Alltag. <\/strong><\/p>\n<p>Das ist das Ergebnis einer repr\u00e4sentativen Befragung unter 1.032 Internetnutzerinnen und -nutzern ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom, die anl\u00e4sslich des diesj\u00e4hrigen Safer Internet Days vorgestellt wird. Demnach gibt es unter den Altersgruppen teils betr\u00e4chtliche Unterschiede. So dienen die Plattformen jungen Internetnutzerinnen und -nutzern unter 30 st\u00e4rker als anderen Altersgruppen auch dazu, sich \u00fcber aktuelle Ereignisse und Politik zu informieren sowie aktiv am politischen Diskurs zu beteiligen: F\u00fcr 78 Prozent der unter 30-J\u00e4hrigen erm\u00f6glichen soziale Netzwerke den schnellsten Zugang zum aktuellen Weltgeschehen \u2013 bei den \u00fcber 30-J\u00e4hrigen sind es 59 Prozent. 43 Prozent der Generation U30 sagen: Soziale Netzwerke haben Einfluss auf meine politische Meinung \u2013 unter den Social-Media-Nutzerinnen und -Nutzern \u00fcber 30 sind es nur 20 Prozent. Und ein Drittel (32 Prozent) der U30-Generation stimmt der Aussage zu, durch soziale Netzwerke die Politik beeinflussen zu k\u00f6nnen (\u00dc30: 16 Prozent). Im Schnitt haben die Internetnutzerinnen und -nutzer in Deutschland 4 verschiedene soziale Netzwerke in den vergangenen 12 Monaten besucht. Die J\u00fcngeren zwischen 16- und 29 Jahren nutzen im Schnitt sogar 7 verschiedene Social-Media-Plattformen. Mehr als die H\u00e4lfte (55 Prozent) der unter 30-J\u00e4hrigen stimmt der Aussage zu, dass sie ohne soziale Netzwerke oft nicht w\u00fcssten, was in der Welt geschieht.<\/p>\n<p>\u201eSoziale Netzwerke sind ein wesentlicher Bestandteil der Online-Welt, wie wir sie heute kennen. In sozialen Netzwerken begegnet uns eine gro\u00dfe Vielfalt an Themen, Personen, Meinungen, Nachrichten. Plattformen bringen verschiedenste Menschen und ihre Interessen \u00fcberall auf der Welt zusammen\u201c, sagt Bitkom-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Bernhard Rohleder. \u201eZugleich spielen soziale Netzwerke eine wichtige Rolle in unserer meinungspluralistischen Gesellschaft und sind mitunter der direkte Draht von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern zu Abgeordneten, politischen Parteien, Pers\u00f6nlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft oder Zeitgeschehen.\u201c Zum Beispiel eine Petition mitzeichnen und teilen, f\u00fcr ein politisches Anliegen in der eigenen Stadt oder Gemeinde trommeln, Haltung zu bestimmten Fragen demonstrieren, sich organisieren: Mehr als ein Drittel (38 Prozent) der Social-Media-Nutzerinnen und -Nutzer haben die Erfahrung gemacht, dass soziale Netzwerke die Teilhabe an demokratischen Prozessen erm\u00f6glichen \u2013 bei der Generation U30 ist es sogar die H\u00e4lfte (47 Prozent). Zwei Drittel (69 Prozent) sagen, dass sie durch die Plattformen auf Meinungen zu bestimmten Themen aufmerksam werden, die sie sonst nicht wahrgenommen h\u00e4tten. <\/p>\n<p><strong>Facebook und Instagram dominieren<\/strong><br \/>\nWelche sozialen Netzwerke haben die Deutschen in den vergangenen 12 Monaten aktiv genutzt bzw. dort Beitr\u00e4ge, Bilder oder Videos angeschaut? 68 Prozent der Internetnutzerinnen und -nutzer waren dazu auf Facebook, 54 Prozent auf Instagram und 38 Prozent auf Pinterest. TikTok wurde von 30 Prozent genutzt und Twitter von 27 Prozent. Die beruflichen Netzwerke LinkedIn (25 Prozent) und Xing (24 Prozent) kommen jeweils auf ein Viertel. Mehr als ein F\u00fcnftel (22 Prozent) bewegt sich in lokalen Communities wie nebenan.de. Zu den eher gering genutzten sozialen Netzwerken z\u00e4hlen das noch recht neue BeReal (8 Prozent) sowie Mastodon (4 Prozent). 4 von 10 Nutzerinnen und Nutzern sozialer Netzwerke k\u00f6nnen sich ein Leben ohne die Plattformen nicht mehr vorstellen (41 Prozent). Bei der Generation U30 sind es mit 58 Prozent deutlich mehr. <\/p>\n<p>Am liebsten folgen die Social-Media-Nutzerinnen und -nutzer Freundinnen und Freunden oder Bekannten aus dem realen Leben bzw. Familienangeh\u00f6rigen (71 Prozent). 46 Prozent folgen Profilen zu ihren privaten Interessen, etwa zu den Themen Mode, Garten, Reisen, Gaming und anderen. 30 Prozent folgen Kolleginnen und Kollegen oder Vorgesetzten. Eine gro\u00dfe Rolle spielt auch der Zugang zu Nachrichten, Politik und Weltgeschehen: Ein Drittel (36 Prozent) folgt regionalen Medien in sozialen Netzwerken und 27 Prozent \u00fcberregionalen Medien. 16 Prozent folgen auch Politikerinnen und Politikern bzw. Parteien und ein Zehntel internationalen Medien (12 Prozent) sowie Journalistinnen und Journalisten (11 Prozent).  Unternehmen bzw. Marken (26 Prozent), Promis &#038; VIPs (24 Prozent), Sportlerinnen und Sportler (23 Prozent) folgen jeweils rund ein Viertel. 18 Prozent folgen auch Profilen von Tieren bzw. \u00fcber Tiere. <\/p>\n<p><strong>Zwei Drittel haben Fake News wahrgenommen<\/strong><br \/>\nDie Nutzerinnen und Nutzer sozialer Medien nehmen auf den Plattformen neben Unterhaltung und Informationen auch so genannte Fake News wahr, also offensichtlich gef\u00e4lschte Nachrichten, Bilder oder Berichte. Knapp zwei Drittel (66 Prozent) sind Fake News in den vergangenen 12 Monaten auf den Plattformen aufgefallen, davon 14 Prozent h\u00e4ufig, 34 Prozent gelegentlich und 18 Prozent selten. 21 Prozent haben keine Falschmeldungen wahrgenommen, 13 Prozent sind sich nicht sicher oder machen dazu keine Angabe. Im Jahr 2021, w\u00e4hrend der Hoch-Zeit der Corona-Pandemie und dem Jahr der Bundestagswahl, hatten noch 92 Prozent angegeben, auf Fake News gesto\u00dfen zu sein. <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-news.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/230206-PI-Fake-News-Print.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"338\" class=\"alignleft size-full wp-image-111769\" srcset=\"https:\/\/www.n-news.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/230206-PI-Fake-News-Print.jpg 600w, https:\/\/www.n-news.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/230206-PI-Fake-News-Print-300x169.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>Der Mehrheit (68 Prozent) sind in den vergangenen 12 Monaten aber auch Fake News zur Corona-Pandemie aufgefallen. 55 Prozent haben Falschmeldungen zum russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine bemerkt und 52 Prozent zum Thema Fl\u00fcchtlinge und Zuwanderung.  41 Prozent haben auch Fake News zu Politik in Deutschland und der EU im Allgemeinen gesehen und 38 Prozent zur Umwelt- und Klimakrise. Bei 33 Prozent spielten Kriminalit\u00e4t und Gewalt eine Rolle und fast ein Drittel (31 Prozent) sind Fake News zum Pr\u00e4sidentschaftswahlkampf in den USA untergekommen. \u201eNeben wichtigen und hilfreichen Informationen verbreiten sich leider auch in gro\u00dfem Umfang falsche, irref\u00fchrende und illegale Inhalte \u00fcber Online-Plattformen\u201c, sagt Rohleder. \u201eFake-News sind eine Gefahr f\u00fcr Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Sie unterh\u00f6hlen die Glaubw\u00fcrdigkeit unserer Medien und verleiten dazu, vermeintlich einfachen Antworten auf komplexe Fragen zu glauben.\u201c Im Umgang mit Informationen gelte deshalb, Inhalte kritisch zu hinterfragen und zu pr\u00fcfen. \u201eWenn man sich nicht sicher ist, ob eine Nachricht korrekt ist, sollte man sie nicht un\u00fcberlegt liken oder teilen, sondern den Urheber \u00fcberpr\u00fcfen, Inhalte \u00fcber eine zweite Quelle wie eine Suchmaschine oder ein weiteres Medium verifizieren oder Faktenchecker-Angebote nutzen.\u201c<\/p>\n<p>Ein F\u00fcnftel (21 Prozent) der Internetnutzerinnen und -nutzer greift auch tats\u00e4chlich auf Fact-Checking-Dienste zur\u00fcck, um den Wahrheitsgehalt bestimmter Meldungen zu \u00fcberpr\u00fcfen. 84 Prozent pl\u00e4dieren daf\u00fcr, dass bereits in der Schule gelehrt wird, wie man Fake News identifizieren kann. Insgesamt gibt es ein hohes Bewusstsein f\u00fcr das Ph\u00e4nomen: 86 Prozent sagen, dass Falschmeldungen gezielt verbreitet werden, um die \u00f6ffentliche Meinung zu beeinflussen. Gleichzeitig sind 91 Prozent der Meinung, dass sich Falschmeldungen nie ganz verhindern lassen werden. Rohleder: \u201eMedienbildung geh\u00f6rt in der Schule auf den Lehrplan: Dabei darf es nicht mehr nur darum gehen, eine gef\u00e4lschte Nachricht von einer authentischen zu unterscheiden, sondern auch darum, ein Bewusstsein f\u00fcr gef\u00e4lschte Fotos, Audio- und Video-Inhalte, sogenannte Deep Fakes, zu entwickeln und Handlungsm\u00f6glichkeiten aufzuzeigen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Jeder und jede Zehnte wurde Opfer von Hassrede<\/strong><br \/>\nBefragt nach der Diskussionskultur im Internet geben 6 von 10 Social-Media-Nutzerinnen und -Nutzern (59 Prozent) an, schon einmal Hassrede auf einer Plattform bemerkt zu haben. Damit sind \u00c4u\u00dferungen gemeint, die beleidigend, rassistisch oder volksverhetzend sind oder zu Gewalt aufrufen. 12 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer waren bereits Opfer von solchen Hasskommentaren. H\u00e4ufigste Reaktion der Opfer von Hassrede war es, sich mit einem eigenen Posting gegen die \u00c4u\u00dferung auszusprechen (42 Prozent). 41 Prozent haben die Betr\u00e4ge der jeweiligen Plattform gemeldet und ein F\u00fcnftel (19 Prozent) hat dem Verfasser der Hassrede eine pers\u00f6nliche Nachricht geschickt. 17 Prozent haben sich aber auch aus dem Netzwerk zur\u00fcckgezogen \u2013 zumindest eine Zeitlang. Jedes sechste Opfer hat Strafanzeige bei Polizei oder Staatsanwaltschaft gestellt (16 Prozent). 14 Prozent der Opfer haben hingegen gar nicht auf Hassrede reagiert. \u201eStraftaten im Internet m\u00fcssen konsequenter verfolgt werden, und zwar durch den Staat. Daf\u00fcr m\u00fcssen Strafverfolgungsbeh\u00f6rden und Gerichte finanziell und personell so ausgestattet werden, dass sie dieser Aufgabe auch tats\u00e4chlich gerecht werden k\u00f6nnen,\u201c sagt Bitkom-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Rohleder. <\/p>\n<p>Zudem m\u00fcsse die Medienkompetenz insgesamt gesteigert werden. \u201eNicht nur die Opfer selbst, sondern alle Nutzerinnen und Nutzer sozialer Medien sollten in der Lage sein, Hassrede entgegenzustehen, sie zu melden und Anzeige zu erstatten\u201c, so Rohleder. Insgesamt gehe die Bek\u00e4mpfung von Hassrede und Fake News nur durch die Mitwirkung aller. \u201eF\u00fcr einen souver\u00e4nen Umgang mit und Vertrauen in Plattformen ist es wichtig, dass kriminelle Inhalte identifiziert werden k\u00f6nnen und von den Plattformen auch entfernt werden. Die Plattformen arbeiten daf\u00fcr mit gro\u00dfen Teams und sie sind verpflichtet Meldeoptionen einzurichten, Inhalte zu screenen und wenn n\u00f6tig kurzfristig zu entfernen.\u201c  <\/p>\n<p>Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgef\u00fchrt hat. Dabei wurden 1.032 Internetnutzerinnen und Internetnutzer in Deutschland ab 16 Jahren online befragt. Die Umfrage ist repr\u00e4sentativ.<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_111768 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_111768')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_111768').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"action\":\"like\",\"language\":\"de_DE\"},\"twitter\":{\"reply_to\":\"nnews_de\",\"tweet_text\":\"Mehr%20als%2050%20Millionen%20Deutsche%20nutzen%20soziale%20Medien%20%C2%BB%20N-News.de\",\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"language\":\"de\",\"referrer_track\":\"\"},\"gplus\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"referrer_track\":\"\"},\"pinterest\":{\"status\":\"on\",\"the_excerpt\":\"Mehr als 50 Millionen Deutsche nutzen soziale Medien &raquo; #bitkom\\r\\n\\r\\nMehr als 50 Millionen Deutsche nutzen soziale Medien \\r\\n ...\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"media\":\"https:\\\/\\\/www.n-news.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2023\\\/02\\\/230206-PI-Fake-News-Print.jpg\"},\"linkedin\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an LinkedIn senden. 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