{"id":109234,"date":"2022-12-10T11:24:39","date_gmt":"2022-12-10T10:24:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.n-news.de\/\/?p=109234"},"modified":"2024-04-19T17:30:30","modified_gmt":"2024-04-19T15:30:30","slug":"50-jahre-porsche-911-carrera-rs-2-7-deutschlands-schnellster-sportwagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.n-news.de\/?p=109234","title":{"rendered":"50 Jahre Porsche 911 Carrera RS 2.7 \u2013 \u201eDeutschlands schnellster Sportwagen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>#50YCarreraRS #porschemuseum #porsche #SpiritofCarreraRS <\/p>\n<p>Die Sonderausstellung &#8222;Spirit of Carrera RS&#8220; im Porschemuseum Stuttgart startet am 20. September 2022.<\/p>\n<h3>50 Jahre Porsche 911 Carrera RS 2.7 \u2013 \u201eDeutschlands schnellster Sportwagen\u201c<\/h3>\n<p><strong>\u201eEntenb\u00fcrzel\u201c, \u201eRS\u201c oder \u201e2.7er\u201c. Der Porsche 911 Carrera RS 2.7 besitzt heute viele Beinamen. Einzigartig ist dabei seine Bedeutung: Er war zu seiner Zeit der schnellste deutsche Serienwagen und ist das erste Serienmodell mit Bug- und Heckspoiler \u2013 Letzteres verlieh ihm den Beinamen \u201eEntenb\u00fcrzel\u201c. Damit begr\u00fcndet Porsche 1972 einen Trend \u2013 den der Heckspoiler bei Serienfahrzeugen. Als erster Elfer erh\u00e4lt der RS 2.7 den Schriftzug \u201eCarrera\u201c, angelehnt an den Stra\u00dfenklassiker Carrera Panamericana. In diesem Jahr ehrt Porsche \u201e50 Jahre 911 Carrera RS 2.7\u201c. Im Oktober 1972 stellte Porsche die puristische Leichtbau-Version eines Sportwagens auf dem Pariser Automobilsalon vor. Unsere Redaktion hatte Gelegenheit verschiedene Modell-Generationen im Schwarzwald im Vergleich zu testen, <a href=\"https:\/\/www.n-news.de\/mk\/2022\/05\/17\/50-jahre-porsche-911-carrera-rs-2-7\/\" rel=\"noopener noreferrer\" target=\"_blank\">zur Foto-Galerie hier klicken<\/a>! <\/strong><\/p>\n<p><div id=\"attachment_109497\" style=\"width: 460px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-109497\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-news.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/InCollage_20220518_080528914.jpg\" alt=\"\" width=\"450\" height=\"800\" class=\"size-full wp-image-109497\" srcset=\"https:\/\/www.n-news.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/InCollage_20220518_080528914.jpg 450w, https:\/\/www.n-news.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/InCollage_20220518_080528914-169x300.jpg 169w, https:\/\/www.n-news.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/InCollage_20220518_080528914-338x600.jpg 338w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><p id=\"caption-attachment-109497\" class=\"wp-caption-text\">Porsche 911 Carrera RS 2.7 &#8211; Vier Modelle unterwegs im Schwarzwald<\/p><\/div><br \/>\nVor rund 50 Jahren beginnt Porsche mit der Entwicklung des 911 Carrera RS 2.7. \u201eDer 911 Carrera RS 2.7 war als Homologations-Fahrzeug gedacht. Es sollte ein ganz leichtes, schnelles Sportfahrzeug werden\u201c, erinnert sich Peter Falk, damaliger Versuchsleiter Serienfahrzeuge bei Porsche. Auch wenn die Modellvariante auf dem 911 beruht, wird es ein neues Basisfahrzeug f\u00fcr den Renn- und Rallyesport mit vielen technischen Innovationen. Das leistungsst\u00e4rkste Modell der ersten Generation des 911 erh\u00e4lt als erster 911 den Beinamen \u201eCarrera\u201c \u2013 als Kr\u00f6nung des Porsche-Programms. Gewicht, Aerodynamik, Motor und Fahrwerk werden intensiv bearbeitet. Etwa 15 Ingenieure entwickeln das Auto ab Mai 1972, dazu kommen Mitarbeiter aus der Produktion.<\/p>\n<p><strong>Vom Erfolg \u00fcberrascht<\/strong><br \/>\nPorsche plant anfangs mit 500 Einheiten, um den 911 Carrera RS 2.7 f\u00fcr die Gruppe 4, Spezial-GT-Fahrzeuge, zu homologisieren. Es wird ein Fahrzeug mit Stra\u00dfenzulassung f\u00fcr Kunden, die auch an Rennsportveranstaltungen teilnehmen m\u00f6chten. Am 5. Oktober 1972 wird das neue Modell auf dem Pariser Autosalon an der Porte de Versailles vorgestellt, bereits Ende November sind alle 500 Fahrzeuge verkauft. Porsche ist vom Erfolg \u00fcberrascht und kann den Absatz bis Juli 1973 verdreifachen. Insgesamt entstehen 1.580 Fahrzeuge, der Porsche 911 Carrera RS 2.7 wird damit zus\u00e4tzlich zur Gruppe 4 ab dem 1.000sten Fahrzeug f\u00fcr die Gruppe 3 homologiert. 200 Fahrzeuge baut Porsche in der Leichtbauversion \u201eSport\u201c, dem w\u00e4hlbaren Ausstattungspaket M471. In der Rennversion entstehen 55 Einheiten, 17 als Basisfahrzeug sowie 1.308 Fahrzeuge in der Touring-Version (M472).<\/p>\n<p>Beim 911 Carrera RS 2.7 \u201eLeicht\u201c (M471) wird das Interieur je nach Kundenwunsch und Produktionsdatum auf das Notwendigste beschr\u00e4nkt, unter anderem fehlen R\u00fccksitze, Teppiche und eine Uhr, Kleiderhaken und Armlehnen. Zwei leichte Sitzschalen ersetzen auf Kundenwunsch schwerere Sportsitze. Sogar das Porsche-Wappen auf der Fronthaube wird anfangs geklebt. Im Vergleich zum Ausstattungspaket \u201eTouring\u201c (M472) wiegt der \u201eSport\u201c 115 Kilogramm weniger, kommt auf 960 Kilogramm Leergewicht. Sein Preis: 34.000 Mark. Das Sport-Paket kostet 700 Deutsche Mark (M471), das Touring-Paket 2.500 Deutsche Mark (M472). Mit der Wahl des Ausstattungspakets definiert sich die jeweilige Version des 911 Carrera RS 2.7.<\/p>\n<p>Der 2,7-Liter-Sechszylinder-Boxer mit Benzineinspritzung leistet beim 911 Carrera RS 2.7 starke 210 PS bei 6300 U\/min und entwickelt 255 Nm bei 5.100 U\/min. Das reicht in der Sport-Version f\u00fcr eine Beschleunigung von 0 auf 100 km\/h in 5,8 Sekunden. Damit durchbricht der 911 Carrera RS 2.7 als erster Serienwagen die Sechs-Sekunden-Marke der deutschen Fachzeitschrift auto, motor und sport. Die H\u00f6chstgeschwindigkeit liegt jenseits von 245 km\/h. (Touring 6,3 Sek., 240 km\/h). Der RS 2.7 wird zur idealen Synthese zwischen Gewicht, Leistung, Aerodynamik und Fahrverhalten.<\/p>\n<p>Bei der Karosserie geht es um Gewichtsreduzierung: Mit D\u00fcnnblechen, d\u00fcnnen Scheiben, Kunststoffteilen und dem Verzicht auf D\u00e4mmung muss das Fahrzeuggesamtgewicht der Rennwagen auf unter 900 Kilogramm sinken, um das neue Modell homologisieren zu k\u00f6nnen. Gleichzeitig soll die Aerodynamik besser werden: Bei hohen Geschwindigkeiten gilt es, den Auftrieb an Vorder- und Hinterachse zu minimieren, um ein neutraleres Fahrverhalten zu erzielen. <\/p>\n<p><strong>Erstmals mit Heckspoiler<\/strong><br \/>\nDie Ingenieure Hermann Burst und Tilman Brodbeck entwickeln gemeinsam mit dem Stylisten Rolf Wiener erstmals einen Heckspoiler, testen ihn im Windkanal sowie auf Versuchs- und Teststrecken. Ziel der \u00dcberlegungen ist es, den formal geschlossenen Charakter des 911 zu erhalten, den Nachteil des abfallenden Hecks durch geeignete und stilistisch vertretbare Ma\u00dfnahmen zu kompensieren und damit die Aerodynamik des 911 zu verbessern.<\/p>\n<p>Der neue \u201eEntenb\u00fcrzel\u201c dr\u00fcckt mit seiner Erhebung den 911 Carrera RS 2.7 bei schneller Fahrt Richtung Stra\u00dfe und versorgt den Heckmotor mit zus\u00e4tzlicher K\u00fchlluft. Dabei wird der Effekt ohne Luftwiderstandserh\u00f6hung erzielt \u2013 im Gegenteil: Die H\u00f6chstgeschwindigkeit w\u00e4chst um 4,5 km\/h. \u201eBei Tests stellten wir fest, dass wir mit einem h\u00f6heren Spoiler die H\u00f6chstgeschwindigkeit erh\u00f6hen konnten, weil der Luftwiderstand niedriger wurde. Also haben wir den Heckspoiler immer wieder mit Blechen an der Abrisskante um Millimeter nach oben erweitert, bis wir den Umkehrpunkt ermittelt haben, bei dem der Luftwiderstand wieder steigt\u201c, erkl\u00e4rt Peter Falk. Am 5. August 1972 melden die drei Porsche-Mitarbeiter eine Patent-Offenlegungsschrift Nr. 2238704 beim Deutschen Patentamt an.<\/p>\n<p>Nach dem ge\u00e4nderten Reglement bei den Sportprototyen, die eine Weiterf\u00fchrung wegen der neuen Hubraumgrenze von drei Litern verhindert hat, beendet Porsche die sehr erfolgreiche \u00c4ra. Nach dem Renndeb\u00fct eines 911 Carrera RSR (Renn-Sport-Rennen) mit einer stark verbreiterten Karosserie bei der Tour de Corse im November 1972 entschlie\u00dft sich Porsche f\u00fcr 1973, die Erfolgsgeschichte des 911 im Rennsport auszuweiten. Anfang Februar 1973 geht beim 24-Stunden-Rennen von Daytona ein von Peter Gregg und Hurley Haywood pilotierter RSR mit 22 Runden Vorsprung durchs Ziel. Ein fulminanter Start in die neue Saison. Herbert M\u00fcller und Gijs van Lennep gewinnen im Mai 1973 bei der Targa Florio. \u201eDer Sieg war wichtig f\u00fcr uns, weil es sich gezeigt hat, dass der RSR mit dem gr\u00f6\u00dferen Heckfl\u00fcgel auf Rundstrecken und Rallye-Strecken sehr schnell f\u00e4hrt\u201c, erinnert sich Peter Falk. In der ersten Saison erringt der 911 Carrera RSR drei internationale und sieben nationale Meisterschaften \u2013 und begr\u00fcndet damit den Erfolg des 911 f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahrzehnte. Beim International Race of Champions (IROC) im Oktober 1973 setzt Roger Penske aus den USA zw\u00f6lf identische 911 Carrera RSR 3.0 ein, in denen Fahrer aus unterschiedlichen Rennklassen gegeneinander antreten.<\/p>\n<p>Mit dem 911 Carrera RS 2.7 entwickelt Porsche aber nicht nur einen Sportwagen f\u00fcr die Rennstrecke, sondern ein Auto, das Kunden im Alltag und bei Rennen nutzen k\u00f6nnen. Mit dem Reisewagen auf die Rennstrecke. In der zeitgen\u00f6ssischen Werbung hei\u00dft es: \u201eSein Repertoire: Per Achse zum Rennen und wieder nach Hause. Montag ins B\u00fcro. Dienstag nach Genf. Abends zur\u00fcck. Mittwoch zum Shopping. City. Stauung. Kriechverkehr, aber keine Kerze verru\u00dft, keine Kupplung streikt. Donnerstag Landstra\u00dfe, Autobahn, Serpentinen, Feldwege, Baustellen, Freitag nur Kurzstrecke und immer wieder Kaltstarts. Samstag mit Urlaubsgep\u00e4ck nach Finnland. Carrera RS \u2013 beim Sprint wie beim Marathon voll unersch\u00f6pflicher Reserven.\u201c<\/p>\n<p><strong>Der Name Carrera<\/strong><br \/>\nErstmals ziert beim 911 Carrera RS 2.7 der Schriftzug \u201eCarrera\u201c die Seitenansicht zwischen den Radh\u00e4usern. Das spanische Wort bedeutet auf Deutsch \u201eRennen\u201c, RS auf dem Heckspoiler steht f\u00fcr Rennsport. F\u00fcr Porsche ist die \u201eCarrera Panamericana\u201c der Ausl\u00f6ser f\u00fcr die Namensgebung. Bei dem Langstreckenrennen f\u00e4hrt Porsche 1953 mit dem 550 Spyder erstmals einen Klassensieg ein. 1954 dann die Sensation und Initialz\u00fcndung f\u00fcr den neuen Namenszusatz: Porsche wird mit dem 550 Spyder Dritter im Gesamtklassement.<\/p>\n<p>In den folgenden Jahren nutzt Porsche den Namenszusatz Carrera f\u00fcr die am st\u00e4rksten motorisierten Fahrzeuge mit dem Viernockenwellen-Motor\/Fuhrmann-Motor von 1954, etwa den 356 A 1500 GS Carrera oder den 356 B 2000 GS Carrera GT. Beim Porsche 904 Carrera GTS von 1963 ziert der Schriftzug Carrera das Heck, beim 906 Carrera 6 von 1965 den Kotfl\u00fcgel seitlich hinter dem vorderen Radhaus. Der Carrera versteht sich zudem laut zeitgen\u00f6ssischer Aussage als \u201eQualit\u00e4tspr\u00e4dikat f\u00fcr eine technische Delikatesse, die sich auf Rennpisten und Rallyestrecken bew\u00e4hrt hat\u201c. Kurz: ein idealer Name auch f\u00fcr das k\u00fcnftige Spitzenmodell des 911. \u201eWir wollten den schon ber\u00fchmten Namen \u2018Carrera\u2018 einem Serienmodell zuordnen und \u00fcberlegten uns, wie wir das am besten darstellen k\u00f6nnten\u201c, erinnert sich Harm Lagaaij, damaliger Designer bei Porsche. Sie entscheiden sich f\u00fcr die Fl\u00e4che zwischen den Radh\u00e4usern.<\/p>\n<p>Wer noch tiefer in die Materie eintauchen will hat ab 20. September 2022 die M\u00f6glichkeit im Porsche Museum Stuttgart Zuffenhausen auch die Originalmodelle im Vergleich zu begutachten. Mit dieser Sonderausstellung k\u00f6nnen Sie auf die Anf\u00e4nge, technischen H\u00f6hepunkte und Einfl\u00fcsse bis heute dieses automobilen Kultobjektes zur\u00fcckblicken und werden dabei auch in die 1970er Jahre versetzt. <\/p>\n<p>Quelle: Porsche<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_109234 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_109234')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_109234').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"action\":\"like\",\"language\":\"de_DE\"},\"twitter\":{\"reply_to\":\"nnews_de\",\"tweet_text\":\"%2050%20Jahre%20Porsche%20911%20Carrera%20RS%202.7%20%E2%80%93%20%E2%80%9EDeutschlands%20...\",\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"language\":\"de\",\"referrer_track\":\"\"},\"gplus\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"referrer_track\":\"\"},\"pinterest\":{\"status\":\"on\",\"the_excerpt\":\"50 Jahre Porsche 911 Carrera RS 2.7 \\u2013 \\u201eDeutschlands schnellster Sportwagen\\u201c &raquo; #50YCarreraRS #porschemuseum #porsche #SpiritofCarreraRS \\r\\n\\r\\nDie S ...\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"media\":\"https:\\\/\\\/www.n-news.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022\\\/08\\\/1a_14.jpg\"},\"linkedin\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an LinkedIn senden. 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