{"id":109033,"date":"2025-08-22T15:47:51","date_gmt":"2025-08-22T13:47:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.n-news.de\/\/?p=109033"},"modified":"2025-08-18T10:07:15","modified_gmt":"2025-08-18T08:07:15","slug":"angst-lass-nach-tipps-fuer-den-umgang-mit-aengsten-und-krisen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.n-news.de\/?p=109033","title":{"rendered":"Angst, lass nach: Tipps f\u00fcr den Umgang mit \u00c4ngsten und Krisen"},"content":{"rendered":"<p>#angstzustand <\/p>\n<p><strong>Klimawandel, Pandemie und Krieg in Europa: Diese Entwicklungen l\u00f6sen bei vielen Menschen Sorgen und \u00c4ngste aus und k\u00f6nnen sogar zu schlaflosen N\u00e4chten f\u00fchren. Wie sich Angst \u00e4u\u00dfert und was Betroffene tun k\u00f6nnen, wenn sie \u00fcberhandnimmt, erl\u00e4utert Solveig Haw, Gesundheitsexpertin der DKV. Sie gibt au\u00dferdem Tipps, wie Betroffene Krisenzeiten besser bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen.<\/strong> <\/p>\n<p><strong>Wenn \u00c4ngste \u00fcberhandnehmen<\/strong><br \/>\nAngst ist eine Emotion, die uns vorsichtig macht, uns auf Notfallsituationen vorbereitet und damit als Teil des biologischen Schutzsystems unser \u00dcberleben sichern soll. Auch die aktuellen Krisen wie die Coronapandemie, der Krieg in der Ukraine oder die steigenden Energie- und Lebensmittelpreise k\u00f6nnen \u00c4ngste ausl\u00f6sen. \u201eBei Angst sch\u00fcttet der K\u00f6rper Stresshormone wie Adrenalin aus, die das Herz schneller schlagen lassen, um die Muskeln mit sauerstoffreichem Blut zu versorgen und so hilfreiche K\u00f6rperreaktionen wie Angriff oder Flucht zu unterst\u00fctzen\u201c, erkl\u00e4rt Solveig Haw. Angst ist in Gefahrensituationen also durchaus normal. \u201eSind die \u00c4ngste allerdings so anhaltend, dass Betroffene nicht mehr zur Ruhe finden oder immer wieder Panik versp\u00fcren, geht das \u00fcber gew\u00f6hnliche Angstreaktionen hinaus\u201c, so die Gesundheitsexpertin der DKV. \u201eAuch k\u00f6rperliche Symptome wie Herzrasen, \u00dcbelkeit, Zitteranf\u00e4lle oder Nervosit\u00e4t k\u00f6nnen Anzeichen f\u00fcr \u00fcberw\u00e4ltigende \u00c4ngste sein.\u201c Im schlimmsten Fall kann sich aus diesen Zust\u00e4nden eine Angstst\u00f6rung entwickeln. <\/p>\n<p><strong>Gefahren richtig einsch\u00e4tzen<\/strong><br \/>\nManche neigen dazu, sich bei schlechten Nachrichten Horrorszenarien auszumalen und geraten so schnell in eine negative Gedankenspirale, aus der sie nur schwer wieder herauskommen. \u201eDamit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Betroffene einen \u201aRealit\u00e4tscheck\u2018 machen\u201c, r\u00e4t Haw. Wie wahrscheinlich und realistisch sind die vorgestellten Horrorszenarien wirklich? Hierf\u00fcr k\u00f6nnen sich Betroffene beispielsweise mit Freunden, Familie und Bekannten \u00fcber die eigenen \u00c4ngste austauschen. Au\u00dferdem ist es sinnvoll, sich bei seri\u00f6sen Medien, die objektiv \u00fcber Nachrichten berichten, zu informieren. Das hilft dabei, Gefahren richtig einzusch\u00e4tzen und folglich besser mit \u00c4ngsten umzugehen. <\/p>\n<p><strong>Konsum von Nachrichten und Social Media reduzieren<\/strong><br \/>\nGeballte Negativnachrichten wirken wie Brandbeschleuniger und verst\u00e4rken Stress, Hilflosigkeit und Verstimmungen. Wer stundenlang Nachrichten schaut oder im Facebook-Feed scrollt, kann durch die permanente Konfrontation mit Krisenthemen schnell in schlechte Stimmung geraten. Die Algorithmen der sozialen Medien k\u00f6nnen diesen Effekt zus\u00e4tzlich verst\u00e4rken. Die Folgen der geballten negativen Nachrichten: Stress, \u00c4ngste, Unsicherheiten, Panikattacken oder depressive Verstimmungen. Manche Menschen meistern die Herausforderungen im Alltag daher besser, wenn sie ihren Nachrichten- und Medienkonsum reduzieren. Die Gesundheitsexpertin der DKV empfiehlt Betroffenen, bewusst medienfreie Zeiten einzurichten und das Handy eine Zeit lang beiseite zu legen. Alternativ k\u00f6nnen sie sich beim t\u00e4glichen Checken der Nachrichten beispielsweise auf 15 Minuten beschr\u00e4nken oder zwischendurch gezielt nach Informationen suchen, die positiv stimmen oder sogar mal ein Lachen hervorrufen.<\/p>\n<div id=\"attachment_109034\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-109034\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-news.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/2022-ERGO-Ratgeber-Umgang-mit-Aengsten-Digital.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"401\" class=\"size-full wp-image-109034\" srcset=\"https:\/\/www.n-news.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/2022-ERGO-Ratgeber-Umgang-mit-Aengsten-Digital.jpg 600w, https:\/\/www.n-news.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/2022-ERGO-Ratgeber-Umgang-mit-Aengsten-Digital-300x201.jpg 300w, https:\/\/www.n-news.de\/wp-content\/uploads\/2022\/07\/2022-ERGO-Ratgeber-Umgang-mit-Aengsten-Digital-120x80.jpg 120w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><p id=\"caption-attachment-109034\" class=\"wp-caption-text\">Umgang mit \u00c4ngsten Quelle: ERGO Group<\/p><\/div>\n<p><strong>Vorbeugende Ma\u00dfnahmen: Ausgleich schaffen<\/strong><br \/>\nDamit Stress, \u00c4ngste, Sorgen und Panik nicht permanent auftreten, ist es besonders wichtig, f\u00fcr positive Erlebnisse im Alltag zu sorgen und einen Ausgleich zu den negativen Nachrichten zu schaffen. \u201eDas kann bei jedem Menschen unterschiedlich aussehen\u201c, erl\u00e4utert Haw. \u201eSport und Bewegung beispielsweise tragen dazu bei, Stress und Sorgen zu minimieren oder gar nicht erst entstehen zu lassen.\u201c Auch Zeit mit Freunden und der Familie oder ein Spaziergang in der Natur k\u00f6nnen helfen, die Balance zu finden. Die DKV-Expertin r\u00e4t au\u00dferdem dazu, auf einen gesunden Lebensstil zu achten. Dazu geh\u00f6ren neben einer ausgewogenen Ern\u00e4hrung auch ausreichend Schlaf, wenig Alkohol und Koffein sowie der Verzicht aufs Rauchen. <\/p>\n<p><strong>Hilfe im Akutfall<\/strong><br \/>\nDroht die Angst aus dem Ruder zu laufen, kann es helfen, eine einfache Achtsamkeits\u00fcbung zu machen. Um die aufsteigende Panik zu beenden, sollten Betroffene mehrmals tief ein- und ausatmen und zum Beispiel die 5-4-3-2-1-Methode durchf\u00fchren. \u201eBei dieser \u00dcbung lenken Betroffene die Aufmerksamkeit abwechselnd auf ihre verschiedenen Sinne und damit auf das Hier und Jetzt\u201c, erkl\u00e4rt Haw. \u201eZiel der Methode ist es, Dinge bewusst wahrzunehmen und die Gedanken zu kontrollieren.\u201c Dazu z\u00e4hlen sie in Gedanken oder laut f\u00fcnf Dinge auf, die sie sehen. Danach folgen ebenso viele, die sie h\u00f6ren und sp\u00fcren k\u00f6nnen. Wichtig ist es, sich hierbei ausreichend Zeit zu lassen. Anschlie\u00dfend folgt die Wiederholung des Vorgangs jeweils mit vier, drei und zwei Dingen sowie zuletzt mit einer Sache. \u201eDie \u00dcbung k\u00f6nnen Betroffene so lange wiederholen, bis sie sich wieder entspannter f\u00fchlen\u201c, so die Gesundheitsexpertin der DKV. Aber auch andere \u00dcbungen tragen dazu bei, wieder ruhiger zu werden. Das k\u00f6nnen zum Beispiel Entspannungsmethoden wie die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen (PMR) sein. Hierbei werden nacheinander verschiedene Muskelpartien abwechselnd angespannt und entspannt. <\/p>\n<p><strong>\u00c4rztliche Unterst\u00fctzung<\/strong><br \/>\nSp\u00e4testens wenn Panikattacken oder k\u00f6rperliche Symptome den Alltag so stark beeintr\u00e4chtigen, dass die Lebensqualit\u00e4t dauerhaft darunter leidet, sollten Betroffene sich professionelle Hilfe suchen. \u201eDas gilt auch f\u00fcr alle, die permanent gr\u00fcbeln und keinen Ausweg finden aus ihrer negativen Gedankenspirale\u201c, erg\u00e4nzt Haw. \u201eKommen dazu noch k\u00f6rperliche Symptome wie Schlafst\u00f6rungen, Atemnot oder Gereiztheit, ist ein Arztbesuch erst recht empfehlenswert.\u201c Die erste Anlaufstelle f\u00fcr Betroffene kann der Hausarzt sein, dieser vermittelt dann je nach Diagnose und Einzelfall zum Beispiel an einen Psychologen.<\/p>\n<p>Quelle: ERGO Group<\/p>\n<div class=\"twoclick_social_bookmarks_post_109033 social_share_privacy clearfix 1.6.4 locale-de_DE sprite-de_DE\"><\/div><div class=\"twoclick-js\"><script type=\"text\/javascript\">\/* <![CDATA[ *\/\njQuery(document).ready(function($){if($('.twoclick_social_bookmarks_post_109033')){$('.twoclick_social_bookmarks_post_109033').socialSharePrivacy({\"services\":{\"facebook\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"action\":\"like\",\"language\":\"de_DE\"},\"twitter\":{\"reply_to\":\"nnews_de\",\"tweet_text\":\"%20Angst%2C%20lass%20nach%3A%20Tipps%20f%C3%BCr%20den%20Umgang%20mit%20%C3%84ngsten%20und%20...\",\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"language\":\"de\",\"referrer_track\":\"\"},\"gplus\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"referrer_track\":\"\"},\"pinterest\":{\"status\":\"on\",\"the_excerpt\":\"Angst, lass nach: Tipps f\\u00fcr den Umgang mit \\u00c4ngsten und Krisen &raquo; #angstzustand \\r\\n\\r\\nKlimawandel, Pandemie und Krieg in Europa: Diese ...\",\"txt_info\":\"\",\"perma_option\":\"off\",\"media\":\"https:\\\/\\\/www.n-news.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2022\\\/07\\\/2022-ERGO-Ratgeber-Umgang-mit-Aengsten-Digital.jpg\"},\"linkedin\":{\"status\":\"on\",\"txt_info\":\"2 Klicks f\\u00fcr mehr Datenschutz: Erst wenn Sie hier klicken, wird der Button aktiv und Sie k\\u00f6nnen Ihre Empfehlung an LinkedIn senden. 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