Drohnen im Privateinsatz: Unversicherte Gefahren am Himmel

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Drohnen im Privateinsatz: Unversicherte Gefahren am Himmel

Die jüngste Befragung von helden.de unter Drohnenpiloten liefert bemerkenswerte Erkenntnisse in Sachen Versicherungsschutz. In der heutigen Zeit sind Drohnen verbreiteter denn je und in vielen Bereichen nicht mehr wegzudenken. In verschiedenen Gebieten, wie beispielsweise Sport, Landwirtschaft oder aber auch bei Feuerwehr- und Polizeieinsätzen, werden sie zunehmend professionell genutzt.

Die Nutzung von Drohnen im privaten Bereich hat in den vergangenen Jahren ebenso deutlich zugenommen. Eine vom Verband Unbemannte Luftfahrt 2019 durchgeführte Studie zeigt, dass zur Zeit rund 600.000 Drohnen privat genutzt werden und die Tendenz stark steigend ist. Im kommenden Jahr rechnet der Verband bereits mit fast 640.000 privat genutzten Drohnen in Deutschland.

Fast 600.000 privat genutzte Drohnen fliegen in Deutschland. Laut Befragung von helden.de sind jedoch fast acht Prozent der Drohnen nicht versichert.


Nach Ergebnissen der aktuellen helden.de Befragung, an der rund 3.000 Drohnenpiloten teilgenommen haben, fliegen in Deutschland jedoch fast acht Prozent mit ihrer Drohne ohne entsprechenden Versicherungsschutz – trotz klarer gesetzlicher Bestimmungen und Verordnungen. Das macht hochgerechnet bei geschätzten rund 420.000 Drohnenpiloten, die ihre Drohne nach dem Umfrageergebnis im jährlichen Durchschnitt 50 Mal steigen lassen, rund 1,7 Millionen unversicherte Flüge pro Jahr. Nach dem Luftverkehrsgesetz (LuftVG) ist der Versicherungsschutz auch für Drohnen zwingend erforderlich – es handelt sich um eine Pflichtversicherung, ähnlich wie bei Kraftfahrzeugen.

Die Folgen können schwerwiegend sein, wenn kein Versicherungsschutz besteht: Wer kommt für den Schaden auf, den eine abgestürzte Drohne verursacht hat, insbesondere wenn Personen zu Schaden kommen? Dabei geht die Haftung und Schadenersatzpflicht des Drohnenpiloten sogar über eigenes Verschulden hinaus: Er haftet auch dann, wenn zum Beispiel eine Windböe seine Drohne erwischt und dadurch einen Schaden verursacht.

Aber es gibt auch positive Signale aus der helden.de Befragung, die bei einem Großteil der Drohnenbesitzer vorbildliches Verhalten aufzeigen: 90 Prozent der Befragten informieren sich durch entsprechende Apps über Flugverbotszonen und halten diese ein. Ein Drittel schätzt das eigene Wissen zu der geltenden Drohnenverordnung als gut oder sehr gut ein. Nur zwei Prozent gaben an, nicht über die gesetzlichen Vorgaben informiert zu sein.

Die gemeldete Anzahl der Behinderungen durch Drohnen im Luftraum ist laut Deutscher Flugsicherung im letzten Jahr um 25% gegenüber dem Vorjahr auf 125 Zwischenfälle gesunken.

Für Drohnenpiloten gelten klare Vorschriften: Drohnen dürfen nur in Sichtweite und mit gültiger und geeigneter Haftpflichtversicherung betrieben werden. Unter anderem sind Abstände zu Menschen und Gebäuden, im Besonderen zu sensiblen Bereichen wie Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Menschenansammlungen und Flugplätzen einzuhalten. Bei Verstößen drohen empfindliche Bußgelder bis hin zu Strafanzeigen.

Quelle: helden.de

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