Burgund-France-Comté – Der Weg und der Sinn

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Burgund-France-Comté – Der Weg und der Sinn

Geschichte, Kulturerbe und innere Einkehr versprechen zwei legendäre Wanderstrecken in der französischen Region Burgund-Franche-Comté: Der Jakobsweg, und die Via Francigena sind bereits sehr beliebt und wenden sich an Personen, die ihrer Wanderung einen Sinn geben wollen. Dazu kommt jetzt in der Region als Projekt der Radweg V56 der ebenfalls in Richtung Santiago de Compostela führen wird.

Der Jakobsweg : innere Einkehr und historische Reichtümer
Wer nach Santiago de Compostela aufbricht, hat dafür ganz persönliche Gründe. Die Motivation kann sportlicher, religiöser oder kultureller Natur sein. So oder so ist dieser Pilgerweg mittlerweile ein Mythos. Die Jakobswege durchziehen Burgund-Franche-Comté über 900 Kilometer und haben mehrere Varianten. Eine der bekanntesten Strecken führt von Vézelay bis nach La Charité-sur-Loire (Französischer Fernwanderweg GR®654). „La Voie des Allemands“, die Strecke der Deutschen, von Belfort durch das Departement Haute-Saône nach Cluny und „Le Chemin des Hongrois“, der Weg der Ungarn (von Gy nach Vézelay) bieten auf der Strecke eine beeindruckende Zahl von symbolträchtigen Orten der Frömmigkeit und schlichten Kapellen.

Weniger bekannt, aber auf der Strecke nicht zu verpassen:

  • die Kirche Notre Dame von Saint-Père
  • die Weine von Tannay
  • die Zisterzienserabtei Notre-Dame von’Acey
  • die Burg Rosières in Saint-Seine-sur-Vingeanne

Die Via Francigena: ein Wanderweg, der sich immer größerer Beliebtheit erfreut
Die Via Francigena war im gesamten Mittelalter der Hauptpilgerweg. Erzbischof Sigerich notierte 990 während seiner Rückreise von Rom nach Canterbury die 79 Etappenorte seiner Reiseroute. 2004 wurde der Pilgerweg vom Europarat offiziell als „Kulturweg“ eingestuft. Seitdem erfreut er sich wachsender Beliebtheit. In Burgund-Franche-Comté bietet der Parcours äußerst abwechslungsreiche Landschaften, typische Dörfer und zahlreiche historische und religiöse Orte. Der in der Region 185 Kilometer lange Abschnitt von Champlitte in der Haute-Saône bis Jougne/Les Fourgs im Haut-Doubs, besitzt eine mystische, fast religiöse Stimmung.

Auf dem Jakobsweg. Fotoquelle: Bourgogne-Franche-Comte Tourisme

Vor kurzem ist dazu ein französischsprachiger Wanderführer erschienen. Zudem ist eine Studie in Auftrag gegeben worden, um die Strecke mit dem Fahrrad zu ermöglichen. www.viefrancigene.org

Unumgänglich:

  • die Landschaft des Tales der Loue
  • der Berg Mont d’Or mit seinem Panorama auf die Alpenkette
  • die mit dem Label „ Les Petites Cités de Caractère“ ausgezeichneten typischen Dörfer : Gy, Mouthier-Haute-Pierre und Jougne
  • Praktisch : der neue Wanderführer „Von Canterbury zum Großen Sankt Bernhard Pass“ (Französich)

Der Radweg V56: ein Projekt um Santiago de Compostela mit dem Fahrrad zu erreichen
Der Radweg V56 wird Pilger interessieren, die in Richtung Santiago de Compostela lieber mit dem Rad fahren als zu Fuß zu gehen. Er soll so nahe wie möglich an dem jahrhundertealten Pilgerweg entlang führen und zum Teil kleinen Straßen folgen. Zudem werden zurzeit spezielle Radwege angelegt, die teilweise am Kanal Burgunds entlang verlaufen. Von Troyes über Vézelay mit ihrer Basilika, die auf der UNESCO Welterbe-Liste steht, soll es nach La Charité-sur-Loire gehen. Die Strecke soll Etappen voller Symbolik machen. Sie ist sowohl für Reisende konzipiert worden, die eine lange Strecke bewältigen wollen, als auch für kürzere Ausflüge. Zurzeit ist noch kein Teilstück befahrbar. Weitere Infos zum V56 sobald wie möglich.

Weitere Informationen (Deutsch): https://de.bourgognefranchecomte.com/urlaub-unterwegs/

Burgund-Franche-Comté ist eine Großregion im Osten Frankreichs. Sie ist mit 47.784 km² so groß wie Niedersachsen und zählt rund 2.820.000 Einwohner. Die wichtigsten Städte sind Dijon und Besançon. Es gibt drei Gebirgszüge: die Südvogesen, das Juragebirge zur Schweizer Grenze und das Morvan mit einem regionalen Naturpark im Westen von Burgund. Im Norden grenzt die Region mit dem neuen Nationalpark an die Champagne. Die Flüsse Saône und der Doubs durchziehen das Gebiet, und auch die Seine entspringt hier. Zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten gehören die Basiliken von Vézelay und Paray-le-Monial, das Hôtel-Dieu von Beaune, die Zitadelle von Besançon und die Abtei von Cluny. Burgund ist besonders für Weinanbau und pittoreske Winzerdörfer weltweit bekannt. In der Franche-Comté erreicht die höchste Erhebung fast 1.500 Meter. Das ganze Gebiet bietet eine äußerst abwechslungsreiche Natur mit mannigfachen Möglichkeiten für sportliche Freizeitaktivitäten und ein außerordentliches Kulturerbe. Von Deutschland sind es auf der Autobahn nur 60 Kilometer bis nach Belfort, im Osten der Region, die auch gut mit Hochgeschwindigkeitszügen über Frankfurt zu erreichen ist. Die Flughäfen von Genf, Lyon und Basel bieten weitere Anreisemöglichkeiten nach Burgund-Franche-Comté.

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