Die Deutschen kaufen in der Coronakrise deutlich mehr – nicht nur Nudeln und Toilettenpapier

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Einkaufs-App Bring!: Die Deutschen kaufen in der Coronakrise deutlich mehr – nicht nur Nudeln und Toilettenpapier

  • Rekordwachstum bei Konserven – Toilettenpapier dagegen nur mit moderatem Anstieg
  • Zuhausezeit ist Zeit für Gartenarbeit: Blumenerde wird sechsmal häufiger gekauft
  • Alkohol und Süßigkeiten legen zu, aber auch Grundnahrungsmittel sowie Obst und Gemüse
  • Grundlage ist Vergleich des Einkaufsverhaltens der vergangenen fünf Wochen

Berlin/Zürich – Das “Wort “Hamsterkäufe” war in den letzten Tagen und Wochen in aller Munde. Bilder leerer Nudel- und Toilettenpapierregale machten die Runde in Medien und Social Media. Die Einkaufs-App Bring! hat jetzt das Einkaufsverhalten bei Artikeln des täglichen Bedarfs in den vergangenen Wochen analysiert. Dabei wurden die jeweiligen Wochendaten seit dem 16. Februar 2020 bis einschließlich 22. März 2020 verglichen und die Zuwachsraten ermittelt.

Das Ergebnis: Es wird generell deutlich mehr eingekauft, nicht nur “Hamster”-Produkte wie Mehl, Konserven oder Seife. Klarer Rekordhalter ist allerdings nicht das berühmte Toilettenpapier, sondern Konserven aller Art: Deren Einkauf stieg in den letzten fünf Wochen um 2.497 Prozent an.

Überraschender Zweiter: Blumenerde! Mit einem Anstieg um 515 Prozent versechsfachte sich ihr Verkauf in den letzten fünf Wochen – wobei gerade die letzte Woche ein besonders rasantes Wachstum verzeichnete. Die Zeit zuhause ist für viele offenbar Anlass für mehr Gartenarbeit.

Überraschung dagegen beim Toilettenpapier: Dies landete in den letzten fünf Wochen lediglich 33 Prozent häufiger in den Einkaufswagen – ob es daran lag, dass es zu oft ausverkauft war? Dass die Einkäufe generell deutlich zugenommen haben, zeigen die Daten für die traditionell meist gekauften Produkte: Die Zuwächse bei Artikeln wie Milch, Eier, Brot oder Butter lagen im Schnitt zwischen einem Viertel und einem Drittel.

App. Quelle: Bring!

Weitere Ergebnisse:

  • Viele andere “Hamster”-Produkte verzeichnen deutliche Wachstumsraten, so beispielsweise Desinfektionsmittel (292 Prozent), Seife (221 Prozent), Reis (150 Prozent), Mehl (134 Prozent) oder Nudeln (119 Prozent).
  • Auch die vielen freien Abende zuhause schlagen sich in den Bring!-Daten wieder: Alkohol wurde deutlich häufiger gekauft. Stieg der Einkauf von Deutschlands liebstem Getränk Bier noch relativ moderat an (36 Prozent), erfreute sich Wein mit 61 Prozent deutlich stärkerer Beliebtheit.
  • Auch Süßigkeiten sind gefragt: Die Zahlen für Kekse (77 Prozent) und Schokolade (79 Prozent) deuten darauf hin, dass sich die Deutschen das Zuhausebleiben versüßen wollen.
  • Ganz ungesund ernähren sich die Bundesbürger aber auch in Corona-Zeiten nicht: Obst wuchs um 62 Prozent, einzelne Produkte aus den Bereichen Obst und Gemüse wie Äpfel (36 Prozent), Tomaten (33 Prozent) oder Bananen (28 Prozent) zogen ebenfalls spürbar an.
  • Weniger gesund: Der Einkauf von Zigaretten stieg um fast die Hälfte (47 Prozent).

Quelle: Bring! ist als kostenlose App für iOS und Android sowie über das Web (www.getbring.com) verfügbar. Die Bring! Labs AG mit Hauptsitz in Zürich wurde 2015 gegründet. 2018 wurde Bring! zum zweiten Mal mit dem Google Play “Editors’ Choice” Award ausgezeichnet.

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Eine Antwort zu Die Deutschen kaufen in der Coronakrise deutlich mehr – nicht nur Nudeln und Toilettenpapier

  1. Einkaufs-App Bring!: Hamsterkäufe nehmen ab – weniger Toilettenpapier, mehr Genussmittel, Obst und Gemüse

    Wer in den letzten Tagen im Supermarkt war, wird es vielleicht bemerkt haben: Vielerorts sind die Regale deutlich voller als noch vor zwei Wochen.

    Was mehr gekauft wurde
    “Gewinner” der letzten zwei Wochen sind Genussmittel sowie Obst und Gemüse. Offenbar lassen es sich die Deutschen an den langen Abenden zuhause besonders gut gehen – und achten gleichzeitig auf gesunde Ernährung:

    Schokolade legte um 21 Prozent, Kekse um 6 Prozent zu. Bier wurde um 8 Prozent häufiger gekauft, Wein um 6 Prozent. Alle vier Produkte hatten in den Vorwochen bereits deutliche Zuwächse zu verzeichnen Wein 60 Prozent, Schokolade 79 Prozent). Auch Zigaretten legten nach einem Anstieg um 47 Prozent erneut um 18 Prozent zu. Doch auch Gesundes liegt im Trend: So wurden Tomaten um 25 Prozent häufiger gekauft, Gurken gar um 30 Prozent. Bei Bananen und Äpfeln lag der Zuwachs bei 22 bzw. 7 Prozent. Auch Backen ist im Trend: Mehl wuchs mit einem Prozent nur moderat, Eier mit 23 und Hefe mit 45 Prozent deutlicher. Beliebt bleibt zum Frühlingsbeginn die Gartenarbeit: Nach einem Anstieg von über 500 Prozent in den Vorwochen wuchs der Einkauf von Blumenerde nochmal um 4 Prozent. Auch Grundnahrungsmittel werden weiterhin mehr gekauft: Milch zu 7 Prozent, Butter zu 16 Prozent und Käse zu 8 Prozent.

    Was weniger gekauft wurde
    Dass die sogenannten Hamsterkäufe abnehmen, zeigte sich bei den dafür typischen Produkten. So lagen Nudeln um 39 Prozent seltener in der Einkaufstasche, Reis um 41 Prozent und Konserven sogar um 77 Prozent. Auch Toilettenpapier wurde weniger gekauft: 23 Prozent weniger lag es im Einkaufswagen, bei Seife waren es 38 Prozent. Ausreißer bei den Grundnahrungsmitteln war das Brot: Dessen Absatz ging um 5 Prozent zurück.

    * Wochenzählung jeweils von Sonntag bis Samstag