Coronavirus: Oberbürgermeister Kuhn ruft in Videobotschaft zu Zusammenhalt auf

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„Dies ist eine Bewährungsprobe für die ganze Stadt“

Coronavirus: Oberbürgermeister Kuhn ruft in Videobotschaft zu Zusammenhalt auf

Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat sich am Dienstag, 17. März, in einer Videobotschaft an die Stuttgarterinnen und Stuttgarter gewandt. Darin hat der Oberbürgermeister die Bevölkerung zu Zusammenhalt und Solidarität aufgerufen. Kuhn sagte: „Auch in der Landeshauptstadt breitet sich das Coronavirus mit ansteigender Geschwindigkeit aus. Um dies abzubremsen, haben wir keine andere Wahl, als zu teils drastischen Maßnahmen zu greifen und alle sozialen Kontakte auf das Nötigste herunterzufahren. Die Ausbreitung des Virus muss auch deswegen gestoppt werden, um unsere älteren Mitmenschen und Menschen mit Vorerkrankungen zu schützen.“

Jeder, so der OB, könne seinen Teil dazu beitragen. Die Stadt habe vorsorglich gewisse Einschränkungen getroffen und zum Beispiel Veranstaltungen, Einrichtungen im Kulturbereich oder Fitnessstudios untersagt. Der OB sagte weiter: „Ich bitte Sie eindringlich, sich daran zu halten – um der ganzen Stadt willen und um derer willen, die besonders bedroht sind. Beachten Sie alle Hygienemaßnahmen. Bleiben Sie nach Möglichkeit zuhause. Reduzieren Sie die Gänge in die Stadt auf ein Minimum. Und helfen Sie älteren Leuten, die besser nicht mehr in der Stadt unterwegs sein sollten, um diese zu schützen.“

Coronavirus. Pixabay/Tumisu

Unter der Leitung des Oberbürgermeisters hat die Verwaltung der Stadt Stuttgart einen Verwaltungsstab eingerichtet: Dies ist eine Art Krisenstab, in der alle Beteiligten Bürgermeister und Ämter zusammenkommen und sofort entscheiden können. Dazu zählen neben der Stadtverwaltung und deren Spitze die Feuerwehr, das Gesundheitsamt, die Polizei und das Stuttgarter Klinikum. Täglich verschafft sich der Stab eine Übersicht über die Lage und trifft notwendige Entscheidungen unmittelbar.

Zudem gehe die Stadt vehement gegen die Verbreitung von Falschinformationen vor, so der OB in der Videobotschaft: „In den sozialen Medien gibt es immer wieder Leute, die sich offensichtlich einen Spaß machen und im Zusammenhang mit dem Coronavirus Fake News verbreiten – beispielsweise, dass Lebensmittelgeschäfte geschlossen würden. So etwas ist falsch und kann zu Panik führen. Wer jetzt mit Fake News und Irreführung der Bevölkerung glaubt, im Netz seinen Spaß treiben zu können, der handelt unsozial und gefährdet und irritiert die Menschen.“

Abschließend appellierte der Oberbürgermeister an den guten Gemeinschaftssinn in der Stadt: „Es handelt sich um eine ganz große Bewährungsprobe für Stuttgart. Wir müssen zusammenhalten, damit wir das Virus so schnell wie möglich eindämmen können und alte und vorerkrankte Menschen schützen. Hier kann jeder mithelfen. Niemand sollte so tun, als ginge ihn die Geschichte nichts an. Auch wer jung und stark und gesund ist, kann das Virus übertragen und damit die Ausbreitung beschleunigen. Ich bitte Sie eindringlich, sich an alle Vorschriften und Maßnahmen zu halten und so gemeinsam als Stadt Stuttgart dieses Virus zurückzudrängen.“

Das Video samt Untertiteln ist ab ca. 18 Uhr auf www.stuttgart.de sowie unter www.stuttgart.de/corona abrufbar. Auf der Corona-Website gibt es weitere Informationen und nützliche Links zum Coronavirus.

Quelle: LHS Stuttgart

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Eine Antwort zu Coronavirus: Oberbürgermeister Kuhn ruft in Videobotschaft zu Zusammenhalt auf

  1. Kampf gegen Corona – OB Fritz Kuhn begrüßt Verschärfungen des Landes: „Verbot von Ansammlungen ist richtig und notwendig“

    Oberbürgermeister Fritz Kuhn hat die Verschärfungen der infektionsschützenden Maßnahmen durch die Landesregierung ausdrücklich begrüßt. Der OB sagte am Freitag, 20. März: „Das Verbot von Ansammlungen mit mehr als drei Personen auf öffentlichen Plätzen und in Parks ist richtig. Wir müssen die Menschen vor Ansteckung schützen, auch mit einschneidenden Maßnahmen. Und wir müssen offenbar auch Menschen, die trotz eindringlicher Warnungen immer noch in größeren Gruppen anzutreffen sind, vor sich selbst schützen. Deswegen ist das Verbot dringend notwendig. Ich appelliere eindringlich an alle Stuttgarterinnen und Stuttgarter: Halten Sie sich an das Verbot und zwar ab sofort. Sie schützen sich und Ihre Mitmenschen, und Sie helfen damit, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.“

    Der Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, hatte am Freitag, 20. März, weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus verkündet. So werden nach einem Beschluss der Landesregierung ab Samstag, 21. März, alle Gastronomiebetriebe im Land geschlossen. Die Abholung und Lieferung von Speisen ist weiterhin zulässig. Zudem sind nur noch Ansammlungen von bis zu drei Personen auf öffentlichen Plätzen erlaubt – es sei denn, es handelt sich um Eltern mit ihren Kindern. Innenminister Thomas Strobl wies darauf hin, dass Verstöße mit Bußgeldern bis zu 25.000 Euro oder auch mit mehrjährigen Haftstrafen geahndet werden können. Die Landespolizei werde auf die Einhaltung der Beschränkungen achten.