RETRO CLASSICS: Vergessene Feuerstühle

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RETRO CLASSICS
27. Februar – 01. März 2020
Messe Stuttgart

RETRO CLASSICS: Vergessene Feuerstühle

Touren durch die Schweiz erfreuen sich bei Motorradurlaubern großer Beliebtheit. Weniger bekannt ist, dass es in der Schweiz einst weit über 50 Motorradmarken gab. Eine Sonderausstellung des Allgemeinen Motorradsport-Clubs Leonberg e.V. (AMSC) auf der RETRO CLASSICS® STUTTGART 2020 könnte dies ändern.

Eidgenössisch und selten: Sonderschau „Schweizer Motorräder“ auf der RETRO CLASSICS® STUTTGART 2020
Das Thema sei deshalb so reizvoll, „weil die meisten Hersteller in der Krise der 1930er oder spätestens zu Beginn der 1950er Jahre verschwanden“, sagt Thomas Schmid vom AMSC. „Es hat Spaß gemacht, hier zu recherchieren. Viele Maschinen hat man noch nie gesehen.“

Einen Schwerpunkt der Ausstellung bildet die wohl bedeutendste Schweizer Motorradschmiede, die 1899 in Genf gegründete Motosacoche. Durch hochwertige Fertigung und zahlreiche sportliche Erfolge konnte die Marke lange einen Platz am europäischen Motorradmarkt behauten. In Stuttgart zu sehen ist unter anderem der Nachbau einer Werksrennmaschine Typ „Franconi“ von 1926. „Es waren nur noch Fragmente des Originals erhalten“, berichtet Schmid. „Ein paar Fachleute haben die Maschine nach alten Plänen bis auf die Schraube identisch nachgebaut.“

Kultstatus bei Kennern genießt auch Moto Reve aus Genf, seinerzeit einer der fortschrittlichsten Motorradhersteller Europas, der bis Mitte der Zwanziger sogar Niederlassungen in Großbritannien, Frankreich, Italien und Australien unterhielt. Schmid: „Weltweit existieren noch etwa fünfzig Motorräder. Von einem Sammler aus der Pfalz erhalten wir acht bis zehn Exemplare!“

Hinzu kommen noch einmal rund 20 Maschinen weitgehend unbekannter Marken aus dem Verkehrshaus der Schweiz in Luzern sowie ein Vertreter des modernen Schweizer Motorradbaus, eine 1996/1997 in exklusiver Kleinserie produzierte Rennmaschine der Firma swissauto. Obendrein darf man sich auf einen prominenten Schweizer aus Fleisch und Blut freuen: Renn-Urgestein Adolf Hänni, der schnellste Seitenwagen-Pilot der Welt.

Große Zweirad Sonderschau des AMSC mit Schweizer Motorradmarken. Bildnachweis: Allgemeiner Motorradsport-Club Leonberg e.V

Im Trend: Retro-Fahrräder
Die moderne Mobilität begann mit einem Zweirad – der Laufmaschine des Freiherrn von Drais. Aus diesem Anlass präsentiert die RETRO CLASSICS® STUTTGART in ihrer Jubiläumsausgabe 2020 erstmals eine Sonderfläche für sogenannte Retro-Fahrräder – edle Drahtesel mit nostalgischem Vintage-Chic, aber auf der Höhe der heutigen Fahrradtechnik.
www.amsc-leonberg.de

Mehr unter www.retro-classics.de

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Eine Antwort zu RETRO CLASSICS: Vergessene Feuerstühle

  1. RETRO CLASSICS® 2020: Aussteller mit äußerst positiver Resonanz

    Keine Virus-Panik bei Klassiker-Fans / Gute Stimmung, kaufkräftiges Publikum und zufriedene Aussteller auf der weltgrößten Messe für Fahrkultur

    Freilich sei die Messe „zumindest ein Stück weit von der Sorge wegen des Corona-Virus bestimmt gewesen“, resümierte Karl Ulrich Herrmann, geschäftsführender Gesellschafter der RETRO Messen GmbH, zum Messeschluss am Sonntagabend. „Dank steter und sensibler Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden konnten wir der aktuellen Gesundheitslage jedoch angemessen Rechnung tragen und waren somit in der Lage, die Messe planmäßig zu öffnen und durchzuführen.“

    Hoher Fachbesucheranteil, hohe Verweildauer
    Mancher Klassiker-Fan wagte sich am Ende dann doch nicht auf das Stuttgarter Messegelände. Unterm Strich zählte die RETRO CLASSICS® rund ein Drittel weniger Besucher als im Vorjahr. „Angesichts der öffentlichen Diskussion in den Medien“ sei dieser Einbruch gleichwohl „als verkraftbar“ zu werten, sagte Herrmann, zumal die Struktur des Publikums gewohnt hochwertig gewesen sei. Dies bestätigt eine computergestützte, repräsentative Befragung unter den Messeteilnehmern: Knapp zwei Drittel der Befragten (63 Prozent) besitzen mindestens einen Oldtimer, 33 Prozent hatten zum Zeitpunkt der Befragung bereits etwas gekauft oder bestellt – fünf Prozent investierten mehr als 100.000 Euro. Unter den Gästen, die im Schnitt fünfeinhalb Stunden auf dem Gelände verweilten, waren mehr als ein Drittel Fachbesucher.