Start in den Winter: Ruhezeit im Nationalpark Schwarzwald

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Start in den Winter: Ruhezeit im Nationalpark Schwarzwald

Bei einem Besuch des Waldes gilt es, die jetzt besonders sensible Natur zu respektieren – und auch auf sich selbst zu achten
Der erste Schnee lag schon auf den Höhen des Schwarzwalds und hat den Nationalpark mit einer dämpfenden, weißen Decke überzogen. „Das ist immer ein ganz besonderer Moment, wenn nach der lebendigen, warmen Jahreszeit die Natur plötzlich innehält“, so Nationalparkleiter Wolfgang Schlund. Schnee bietet Schutz vor Frost und natürlich dient er auch als Wasserreservoir für den Frühling. Mittlerweile ist er wieder größtenteils getaut – aber der Winter bringt, ob mit oder Schnee, eine Ruhepause mit sich, die die Tiere jetzt dringend benötigen: Das knappe Nahrungsangebot zwingt sie zum Energie sparen und jedes aufgescheucht Werden kann lebensbedrohlich für sie sein.

„Der Winter ist hart für die Natur und die Tiere wollen im Grunde nur eines: überleben“, sagt Patrick Stader, leitender Ranger im Nationalpark. Jede Störung kann für Wildtiere wie Rothirsche und Rehe, Auerhühner, Hasen oder Marder gefährlich werden. „Sie brauchen die Ruhe, um mit den Energiereserven aus dem Sommer und Herbst den kargen Winter überstehen zu können“, erklärt Ranger Stader. „Deswegen weisen wir im Winter auch einige zusätzliche, saisonale Sperrungen aus, die Besucherinnen und Besucher respektieren sollten, um den Tieren das Überleben etwas leichter zu machen.“

Winterzauber – Blick über den Wald rund um den Wilden See. © Daniel Heinert (Nationalpark Schwarzwald)

Trotzdem kann man diese besondere Zeit in der Natur weiterhin genießen – es gibt ausgewiesene Wanderwege, Schneeschuhtrails und Loipen, die auch im Winter das Erlebnis Nationalpark möglich machen. Hunde sind natürlich immer an der Leine zu führen und auch die Menschen sollten sich der Ruhe anpassen und selbst stiller werden, wenn sie die Natur besuchen. Und, ganz wichtig: Wenn Stürme oder Eisregen und Schneefälle besonders stark sind, kann es zu Baumbruch kommen. Dann kann es auch für den Menschen gefährlich werden im Wald, wenn angeknackste Äste und Baumkronen plötzlich ganz brechen und auf die Wege stürzen. Deshalb gilt neben dem Schutz der Natur auch immer der Selbstschutz.

Am besten informiert man sich vor einem Besuch im Nationalpark, ob Gefahr besteht oder die Wege geöffnet und die Loipen gespurt sind. Informationen zu Wander-, Schneeschuhwegen und Loipen und zum richtigen Verhalten im Schutzgebiet gibt es im Nationalparkzentrum am Ruhestein und auf der Webseite www.nationalpark-schwarzwald.de. Aktuelle Informationen zur Schneelage gibt es im Internet auf den Seiten der Nationalparkregion www.nationalparkregion-schwarzwald.de/Wintersport oder beim Loipenportal www.loipenportal.de/nordschwarzwald.

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