Ludwigsburger Schlossfestspiele – Ein Fest der Künste, Demokratie und Nachhaltigkeit

#LudwigsburgerSchlossfestspiele

Ein Fest der Künste, Demokratie und Nachhaltigkeit
Vom 7. Mai bis 28. Juni 2020

Ludwigsburger Schlossfestspiele – Internationale Festspiele Baden-Württemberg

2020 starten die Ludwigsburger Schlossfestspiele im 88. Jahr seit ihrer Gründung mit ihrem Intendanten Jochen Sandig in eine neue Ära. Sie finden vom 7. Mai bis 28. Juni 2020 als Internationale Festspiele in ganz Baden-Württemberg statt. Traditionsgemäß werden noch vor Weihnachten ausgewählte Programmpunkte der kommenden Festspielsaison vorgestellt – der Kartenvorverkauf hat begonnen.

Bei einem ersten Pressegespräch skizzierte Jochen Sandig heute die Leitlinien seines Festspielprogramms und präsentierte die neue visuelle Gestaltung, die mit dem in Ludwigsburg geborenen Grafiker Daniel Wiesmann entwickelt wurde. Der erste Auftritt des Intendanten beginnt mit einem Paukenschlag – der Deutsche Bundestag bewilligt im kommenden Haushalt eine zusätzliche Förderung der Internationalen Festspiele Baden-Württemberg mit einer einmaligen Sonderzuwendung in Höhe von 3 Mio €.

Zentrales Thema für die Neuausrichtung der Festspiele sind für Jochen Sandig und sein Team die globalen Veränderungen, die viele Ebenen der Gesellschaft erfassen – ausgelöst durch Klimawandel, Migration, Polarisierungen, Ungleichheit und zunehmende Bedrohung immaterieller Güter und freiheitlicher, demokratischer Werte. Die neue künstlerische Leitung hat es sich zur Aufgabe gemacht, kontinuierlich mit Künstler*innen über mehrere Jahre zusammenzuarbeiten und diese in das Denken einer Zukunftsvision ausgehend von den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals) als globale Agenda 2030 einzubinden. Dabei werden gemeinsam mit den Künstler*innen Zukunftsvisionen erarbeitet und diskursive, begleitende Formate entwickelt, die sich sowohl aus globalem als auch regionalem Blickwinkel mit den zentralen Themen auseinandersetzen und möglichst langfristige Auswirkungen auf die Stadt Ludwigsburg und die Region haben.

Ab kommendem Sommer wollen die Ludwigsburger Schlossfestspiele neue Wege gehen. Als eines der ältesten Festivals der Bundesrepublik möchten sie eine modellhafte Positionierung in der Gegenwart einnehmen. Aus der festen Überzeugung heraus, dass Kulturinstitutionen eine führende Rolle bei der Bewältigung lokaler und globaler Krisen zukommt, wollen sie gemeinsam mit den Bürgern und Besuchern an einer offenen und nachhaltigen Gesellschaft der Zukunft mitwirken. Es gilt, die bedeutende historische Tradition der Festspiele und ihre aktuelle Positionierung weiterzuentwickeln und in die Zukunft zu führen. Schloss – Fest – Spiele bilden einen Dreiklang: Das Ludwigsburger Residenzschloss ist das Herz der Festspiele, ihr »Genius Loci«. Im Fest als gesellschaftlichem Ereignis feiert die Gemeinschaft. Im Spiel lernt man, die Welt neu zu erleben, insbesondere durch die Augen und Gedanken der Künstler.

“Dido & Aeneas”. Foto © Bernd Uhlig

Mit 12 Veranstaltungen geben die Ludwigsburger Schlossfestspiele einen ersten Ausblick für die Saison 2020:

  • Richtungsweisend gestaltet sich die Eröffnungsproduktion »Dido And Aeneas«, die erste Choreographische Oper von Sasha Waltz. Im Zusammenspiel von Tanz und Oper kommen die menschlichen Leidenschaften, von Freude bis hin zu tiefster Verzweiflung über die Unerbittlichkeit des Schicksals zum Ausdruck.
  • Exemplarisch für die Neuausrichtung der Ludwigsburger Schlossfestspiele steht die Konzert- und Performanceinstallation »Pixel Sinfonie Beethoven« in Kooperation mit dem Podium Esslingen. Basierend auf den musikalischen Natureindrücken der 6. Sinfonie Ludwig van Beethovens entwickelt der Komponist Michael Rauter ein Werk für Orchester und Performer*innen, das im Ludwigsburger nh Hotel sowohl in verschiedenen Hotelzimmern als auch im Gesamtklang über geöffnete Fenster auf dem Vorplatz erklingt. In der Neuinterpretation von Beethovens »Pastorale« stellt sich somit vor allem die Frage nach dem Verhältnis von Mensch und Natur auf ganz neue Weise.
  • Neue Dimensionen des Hörens erschliessen sich auch in der szenischen Umsetzung des »Deutschen Requiems« op. 45 von Johannes Brahms. Jochen Sandigs »Human Requiem Brahms« hebt die Trennung von Bühne und Zuschauerraum auf, völlig frei verweben sich Chor und Publikum.
  • Zu einem besonderen Erlebnis wird die komplette Aufführung der 15 Streichquartette Dmitri Schostakowitschs an verschiedenen Orten des Residenzschlosses. An drei Tagen lädt das Mandelring Quartett zu einer dreitägigen musikalischen Zeitreise durch vier Jahrzehnte der Musikgeschichte »Mandel Ring Zyklus«.
  • Wegweisende Formate der Kammermusik finden sich auch im Ordenssaal des Residenzschlosses. Dort bedient sich das Ensemble Urban Strings in seiner Interpretation der Goldberg-Variationen »Gold Berg Bach« von Johann Sebastian Bach vielfältiger Instrumentierungsmöglichkeiten, punktueller Klangverstärkung sowie Soundscapes, Licht und Video.
  • Die gefeierte Sopranistin Marlis Petersen bricht mit ihrem Konzert »Marlis’ Neue Welt« gemeinsam mit dem Sirius Quartett zu einer musikalischen Expedition auf und deckt in den Werken von Henry Purcell, Georg Friedrich Händel und Ludwig van Beethoven deren Nähe zur Kunst der Improvisation auf.
  • Im Beethoven-Jahr 2020 widmen sich mehrere Konzerte dem Kanon des in Bonn geborenen Komponisten. Mit dem Kammerorchester Basel erklingt nicht nur seine 5. Sinfonie, sondern auch sein Tripelkonzert op. 56 gemeinsam mit Isabelle Faust, Sol Gabetta und Kristian Bezuidenhout.
  • Die Gaechinger Cantorey verbindet mit der Radio-Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann Beethovens monumentale 9. Sinfonie mit den filigranen Klängen von Arnold Schönbergs A-Capella-Chorwerk »Friede auf Erden«. Mit dem Konzert »Freude Friede Hoffnung« vereinen die Künstler das Streben nach Einigkeit und Frieden zweier Komponistengenerationen.
  • Der humanistische Friedensgedanke Beethovens wird vom Chamber Orchestra of Europe, das sich aus Mitgliedern aller Länder Europas zusammensetzt, bereits gelebt. Gemeinsam mit Jan Lisiecki, der sein Debüt in Ludwigsburg feiern wird, bewegen sie sich an zwei Abenden durch den Kosmos der fünf Beethovens Klavierkonzerte »Lisiecki Orchestra Europe«.
  • »Pina Bausch Vollmond« rückt das Individuum in den Mittelpunkt: Die Choreographin schuf mit ihrer Inszenierung 2006 eines ihrer Meisterwerke, in dem ein riesiger Felsen, sprühender Regen und die individuelle Suche nach dem Glück zum Mittelpunkt der Choreographie werden.
  • Eine der beliebtesten Veranstaltungen der Schlossfestspiele wird um einen Monat vorverlegt: Das »Klassik Open Air« mit finalem Feuerwerk auf der Festinwiese vor dem Seeschloss Monrepos findet bereits am 20. Juni statt. Das Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele verzaubert unter der Leitung von Alondra de la Parra mit rauschenden Klängen und funkelnden Harmonien.
  • Als besonderes Highlight feiern die »Einstürzenden Neubauten« ihr 40-jähriges Bestehen auch bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Auf ihrer »The Year of the Rat Tour« führt sie ihre einzige Station in Baden-Württemberg in die Ludwigsburger MHP Arena, wo die Berliner Legende einmal mehr unsere Hörgewohnheiten auf den Kopf stellt.

Die Saison 2020 beginnt am 7. Mai und endet am 28. Juni 2020. Karten sind ab sofort verfügbar. Das vollständige Programm erscheint am 14. Februar 2020.

Quelle / Mehr Infos unter www.schlossfestspiele.de

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Eine Antwort zu Ludwigsburger Schlossfestspiele – Ein Fest der Künste, Demokratie und Nachhaltigkeit

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    2020 starten die Ludwigsburger Schlossfestspiele im 88. Jahr seit ihrer Gründung mit ihrem Intendanten Jochen Sandig in eine neue Ära. Sie finden vom 7. Mai bis 28. Juni 2020 als Internationale Festspiele in ganz Baden-Württemberg statt. Traditionsgemäß werden noch vor Weihnachten ausgewählte Programmpunkte der kommenden Festspielsaison vorgestellt – der Kartenvorverkauf dafür beginnt am 15. November 2019.

    Bei einem Pressegespräch skizzierte Jochen Sandig die Leitlinien seines Festspielprogramms und präsentierte die neue visuelle Gestaltung, die mit dem in Ludwigsburg geborenen Grafiker Daniel Wiesmann entwickelt wurde. Der erste Auftritt des Intendanten beginnt mit einem Paukenschlag – der Deutsche Bundestag bewilligt im kommenden Haushalt eine zusätzliche Förderung der Internationalen Festspiele Baden-Württemberg mit einer einmaligen Sonderzuwendung in Höhe von 3 Mio €. Er bedankte sich bei Steffen Bilger, MdB, für seine tatkräftige Unterstützung.