Neue Feinstaubalarm-Periode in Stuttgart beginnt

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Neue Feinstaubalarm-Periode beginnt – OB Kuhn: „Bleiben wir wieder unter den Grenzwerten, stellen wir den Alarm ab Oktober 2020 ein“

Am 15. Oktober 2019 beginnt die fünfte Feinstaubalarm-Periode. Die Landeshauptstadt Stuttgart könnte bei entsprechend austauscharmer Wetterlage das erste Mal am Sonntag, 13. Oktober, Feinstaubalarm auslösen. Der Alarm würde dann ab Dienstag, 15. Oktober, 0 Uhr für den Autoverkehr gelten und das Betriebsverbot für Komfortkamine würde erstmals am Dienstag, 15 Oktober, 18 Uhr in Kraft treten. Die Feinstaubalarm-Periode endet am 15. April 2020.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte am Dienstag, 8. Oktober: „Im Jahr 2018 haben wir die Feinstaubgrenzwerte das erste Mal an allen Messstationen im Stadtgebiet eingehalten. Wir sind auf einem guten Weg, in diesem Jahr wieder unter den Grenzwerten zu bleiben. Wenn wir das schaffen, dann stellen wir den Alarm ab Oktober 2020 ein.“ Im Jahr 2019 sind an der Messstelle Am Neckartor bislang 20 Überschreitungstage über 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft erfasst worden, zulässig sind 35 Überschreitungstage pro Kalenderjahr.

OB Kuhn weiter: „Wir dürfen bei der Luftreinhaltung nicht nachlassen. Dass wir dabei schon besser geworden sind, ist ein Erfolg des gemeinsamen Engagements von Stadt, Land, vielen weiteren Akteuren und der Bürgerinnen und Bürger. Wir haben bereits ein großes Bündel an Maßnahmen umgesetzt – wie das vergünstigte Jobticket, die VVS-Tarifreform, die Verstetigung des Verkehrsflusses oder die intensive Straßenreinigung – und ergreifen auch jetzt und in Zukunft alle Maßnahmen, die helfen können. Wir müssen uns weiter anstrengen. Denn wir wollen die Luft in Stuttgart nachhaltig sauberer machen.“ Dabei könnten die Stuttgarter und die Pendler dauerhaft einen wesentlichen Beitrag leisten, so der OB. „Es muss nicht immer das Auto sein. Oft ist man zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem öffentlichen Nahverkehr schneller, günstiger und klimafreundlicher unterwegs.“

Feinstaubalarm

Die Bürgerschaft in und um Stuttgart kann an Feinstaubalarmtagen mithelfen
Bei Feinstaubalarm rufen Stadt und Land die Bevölkerung in Stuttgart und in der Metropolregion dazu auf, das Auto möglichst in Stuttgart nicht zu nutzen und auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen oder Fahrgemeinschaften zu bilden. Zudem ist bei Feinstaubalarm der Betrieb von sogenannten Komfortkaminen, die nicht der Grundversorgung, sondern nur als zusätzliche Wärmequelle dienen, untersagt. Die vom Land erlassene Verordnung zum Betriebsverbot für Komfortkamine (Luftqualitätsverordnung-Kleinfeuerungsanlagen) gilt an Tagen mit Feinstaubalarm während der gesamtem Periode vom 15. Oktober 2019 bis zum 15. April 2020. In den Weihnachtsferien wird die Stadt Stuttgart wegen des erfahrungsgemäß geringeren Verkehrsaufkommens keinen Feinstaubalarm ausrufen. Ein möglicher Alarm endet somit am Freitag, 20. Dezember 2019, um 24 Uhr und könnte erstmals wieder am Sonntag, 5. Januar 2020, ausgelöst werden. Der erste mögliche Alarmtag im Jahr 2020 wäre dann Dienstag, 7. Januar.

Schnelle Informationen über die Sozialen Medien – Änderungen bei WhatsApp
Feinstaubalarm wird ausgelöst, sobald der Deutsche Wetterdienst (DWD) an mindestens zwei aufeinanderfolgenden Tagen ein stark eingeschränktes Austauschvermögen der Atmosphäre prognostiziert. Durch die austauscharme Wetterlage besteht die Gefahr von Überschreitungen der Grenzwerte für Feinstaub, aber auch für Stickstoffdioxid. Vor allem im Winterhalbjahr können häufiger Wetterbedingungen herrschen, die eine Anreicherung der Luft mit Schadstoffen begünstigen. Diese austauscharmen Wetterlagen verhindern die Verteilung und den Abtransport der Luftschadstoffe in die Atmosphäre. Der Feinstaubalarm wird mit einem Tag Vorlauf bekannt gegeben, sodass sich Autofahrer rechtzeitig Mobilitätsalternativen suchen können. Medien und Öffentlichkeit werden im Falle eines Feinstaubalarms täglich etwa zwischen 13 und 14 Uhr über Beginn, Fortgang und Ende des Alarms informiert. Zudem informiert die Stadt umgehend über ihre Social-Media-Kanäle www.facebook.com/Stadt.Stuttgart und www.twitter.com/stuttgart_stadt. Autofahrer erhalten auch über Verkehrsmeldungen im Radio und Vario-Tafeln an den städtischen Ein- und Ausfahrtstraßen aktuelle Informationen zum Feinstaubalarm. Aktuelles und Hintergrundwissen gibt es auch auf www.feinstaubalarm.stuttgart.de.

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2 Antworten zu Neue Feinstaubalarm-Periode in Stuttgart beginnt

  1. Stuttgart stellt Feinstaubalarm ab Mitte April ein – OB Kuhn: „Wir sind angetreten, die Luftqualität zu verbessern. Das ist uns gelungen.“

    Die Landeshauptstadt Stuttgart wird den Feinstaubalarm nach dem 15. April 2020 abschaffen. Im Jahr 2019 sind die gesetzlich vorgegebenen Grenzwerte für Feinstaub zum zweiten Mal in Folge eingehalten worden. Nach den offiziellen Messungen der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) hat es im vergangenen Jahr an der Messstelle Am Neckartor 27 Überschreitungstage gegeben. Im Jahr 2018 waren insgesamt 20 Überschreitungstage erfasst worden. Zulässig sind 35 Überschreitungstage. An keiner Messstelle in Stuttgart wird nunmehr seit zwei Jahren dieser Wert gerissen. Die zulässigen Jahresmittelgrenzwerte von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft werden an sämtlichen Stationen erreicht.

    Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte am Freitag, 17. Januar 2020: „Ich freue mich sehr, dass die Feinstaubwerte in Stuttgart nachweislich unter einem kritischen Wert geblieben sind. Heute kann ich deshalb verkünden, dass wir den Feinstaubalarm ab Mitte April 2020 einstellen werden. Das ist ein großer Erfolg. Ich danke allen, die dazu ihren Beitrag geleistet haben: den Bürgerinnen und Bürger, den verschiedenen Unternehmen und Institutionen sowie dem Land, das sich finanziell engagiert hat.“ Während des Feinstaubalarms haben mehrere Partner Rabattaktionen angeboten und den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel gefördert. Stadt und Land haben sich ebenfalls finanziell beteiligt.

    Eingeführt wurde der bundesweit einmalige Feinstaubalarm im Januar 2016. Seither habe es auch Kritik gegeben, so der OB. Davon habe man sich aber nicht beirren lassen. OB Kuhn: „Wir haben das Thema Luftverschmutzung in Stuttgart nicht mehr unter den Teppich gekehrt, sondern sind angetreten mit dem Ziel, die Luftqualität in Stuttgart zu verbessern. Das ist uns gelungen. Der Feinstaubalarm war das richtige Instrument, er hat die Leute aufgerüttelt und dazu geführt, dass sie über Luftreinhaltung diskutieren und dafür sensibilisiert worden sind, ihr Mobilitätsverhalten zu überdenken.“

  2. Feinstaubalarm in Stuttgart ausgelöst – Ende offen – Tagesmeldung vom 21. Oktober 2019

    Die Landeshauptstadt Stuttgart hat am Montag, 21. Oktober, zum ersten Mal in dieser Feinstaubalarm-Periode Feinstaubalarm ausgelöst.
    Beginn: ab Mittwoch, 23. Oktober, 0 Uhr für den Autoverkehr ab Dienstag, 22. Oktober, 18 Uhr für Komfort-Kamine
    Ende: Das Ende des Feinstaubalarms ist offen.

    Ziel des Feinstaubalarms ist es, bei stark austauscharmen Wetterlagen in Stuttgart die erwartbare Belastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid zu reduzieren. Aktuell sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) für mindestens Mittwoch und Donnerstag ein stark eingeschränktes Austauschvermögen der Atmosphäre voraus. Ab Mittwoch ist stabileres Hochdruckwetter vorhergesagt. Dies führt zu überwiegend sonnigen und trockenen Tagen mit wenig Wind. Die stärkere nächtliche Abkühlung trägt mit Bodeninversionen zu einem schlechteren Luftaustausch bei. Die Konzentration von Feinstaub, aber auch von Stickstoffdioxid in Stuttgart kann dann stark ansteigen. Es besteht die Gefahr von Überschreitungen der Grenzwerte. Bei Feinstaubalarm appellieren Stadt und Land an die Bevölkerung in Stuttgart und in der Metropolregion, das Auto möglichst in Stuttgart nicht zu nutzen und auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen oder Fahrgemeinschaften zu bilden.