Lindenmuseum Stuttgart: Die Azteken sind da!

#Lindenmuseum #Stuttgart

Lindenmuseum Stuttgart: Die Azteken sind da!

Am 12. Oktober ist es endlich so weit, die Azteken kommen nach Stuttgart! Passend zur Großen Landesausstellung hat das Lindenmuseum ein vielfältiges Begleitprogramm aus Festen, Führungen, kulinarischen Erlebnissen und vielem mehr vorbereitet.

Zum Auftakt wird am 8.10. die Premiere des Film „von Mexiko an den Neckar” gezeigt. Sportlich und dramatisch geht es am 25.10. beim mexikanischen Wrestling „Lucha Libre” weiter. Ein Besuch des Linden-Museums lohnt sich immer: Feiern Sie den Tag der Toten (1.11.) und erfahren Sie am Thementag (17.11.) mehr über die scharfen und süßen Seiten der mexikanischen Kultur.

Große Landesausstellung
12. Oktober 2019 bis 3. Mai 2020

Die Azteken sind da! © Lindenmuseum Stuttgart

Die Ausstellung
Die Große Landesausstellung, anlässlich des 500. Jahrestags der Landung des spanischen Eroberers Hernán Cortés im Golf von Mexiko, eröffnet einen neuen, vertiefenden Blick auf die Kultur der Azteken. Beginnend mit der Peripherie des aztekischen Imperiums (ca. 1430 – 1521 n. Chr.) und der natürlichen und kulturellen Vielfalt Mexikos, nähern wir uns dem Inneren des Reiches und seiner Hauptstadt Tenochtitlan. Im Fokus dieses Teils der Ausstellung stehen zwei von weltweit noch vier erhaltenen Federschilde der Azteken sowie eine hochwertige Grünsteinfigur. Nach dem Durchschreiten des Herrscherpalastes des Kaisers Moctezuma betritt der/die Besucher*in das Innerste des Imperiums: den heiligen Bezirk mit dem Haupttempel Templo Mayor. Als Leitfaden der Ausstellung dienen die Tribute, die das aztekische Imperium seinen eroberten Provinzen auferlegte. Sie flossen nach Tenochtitlan und in hoher Zahl weiter in den Templo Mayor, als Gaben an die Götter.

Eine vollendete Kunst
Die aztekischen Steinskulpturen bestechen durch ihre naturgetreue und detailverliebte Darstellungsweise, häufig kombiniert mit Kalenderzeichen, Charakteristika bestimmter Gottheiten oder der Kombination verschiedener Götter. Wertvolle Mosaikmasken, Federarbeiten und Goldschmuck lassen erahnen, welche Pracht die Eroberer am Hofe des Aztekenherrschers vorfanden. Den farbenfrohen Bilderhandschriften ist ein eigener thematischer Abschnitt gewidmet. Als Besonderheit kann die Ausstellung neueste Forschungs- und Ausgrabungsergebnisse präsentieren. Das Ausgrabungsprojekt Templo Mayor sowie das angeschlossene Museum stellen uns erst kürzlich entdeckte, noch nie ausgestellte Opfergaben zur Verfügung.

Hochkarätige Leihgeber
Die Ausstellung präsentiert rund 150 hochkarätige Leihgaben aus mexikanischen und europäischen Museen. Leihgeber sind das Museo Templo Mayor und das Museo Nacional de Antropología in Mexiko-Stadt, die Musées Royaux d’Art et de Histoire (Brüssel), das National Museum of Denmark (Kopenhagen), das Tropenmuseum (Amsterdam), das Museum Volkenkunde (Leiden), das Museum der Kulturen Basel, das Weltmuseum Wien, das Museum am Rothenbaum (Hamburg), das Museum Weltkulturen (Mannheim), das Rautenstrauch-Joest-Museum (Köln) und Schloss Friedenstein (Gotha). Besonders erwähnenswert sind die beiden Federschilde und die Grünsteinfigur des Landesmuseums Württemberg, die erstmals im Kontext der aztekischen Kultur zu sehen sein werden.

“Azteken” ist eine Ausstellung des Linden-Museums Stuttgart in Kooperation mit dem Nationaal Museum van Wereldculturen (Niederlande). Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Quelle/Mehr Infos unter www.lindenmuseum.de/sehen/ausstellungen/azteken/

Promotion



Promotion

Eine Antwort zu Lindenmuseum Stuttgart: Die Azteken sind da!

  1. SWR / Erbe einer zerstörten Hochkultur

    Im Jahr 1519 landete der spanische Eroberer Hernán Cortés im Golf von Mexiko und die Zerstörung der aztekischen Hochkultur nahm ihren Lauf. Die große Landesausstellung im Stuttgarter Linden-Museum wirft anlässlich dieses 500. Jahrestags ab 12. Oktober einen neuen, vertiefenden Blick auf die Kultur der Azteken. Die SWR Dokumentation begleitet die Direktorin des Museums Inés de Castro bei ihren Ausstellungsvorbereitungen in Mexiko und gibt Einblick in die Geschichte und die heutige Lebenswelt Mexikos. Zu sehen ist die Dokumentation “Von Mexiko an den Neckar – Moctezumas letzte Federn” in der Reihe “Geschichte & Entdeckungen” am 13. Oktober 2019 um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen.

    Weit mehr als eine Kultur des Menschenopfers Es war eine hoch entwickelte Kultur, die die Spanier mit ihrer Eroberung Mexikos vor 500 Jahren zerstörten. Diese Kultur war stark vom Götterglauben geprägt und war doch weit mehr als eine Kultur des Menschenopfers. Inés de Castro will in der großen Landesausstellung darum sowohl die politischen und gesellschaftlichen Errungenschaften der Azteken als auch deren Schätze aus Poesie und Bildhauerei in den Vordergrund stellen. Als Leitfaden der Ausstellung dienen die Tribute, die das aztekische Imperium seinen eroberten Provinzen auferlegte. Sie flossen nach Tenochtitlan und in hoher Zahl weiter in den Templo Mayor, als Gaben an die Götter.

    Faszination der Federarbeiten
    Die Ausstellung zeigt weitgehend unbekannte Skulpturen, Götterbilder und Alltagsgegenstände, und zwei von weltweit noch vier erhaltenen Federschilden der Azteken. “Die Federarbeiten haben eine große Faszination für die Europäer gehabt”, sagt Inés de Castro. Und auch heute gibt es in Mexiko noch Künstler, die in der Tradition ihrer Vorfahren Kunstwerke aus Vogelfedern herstellen. Der SWR Film stellt sie vor und begleitet einheimische Inselbauern, die nach Art der Azteken ihr Gemüse in Schlammbeeten anbauen und es mit Hilfe ihrer Kinder und Enkelkinder sowohl auf Wochenmärkten als auch über das Internet verkaufen.

    Verbindung zwischen Mexiko und dem Südwesten
    Mexikanische Gemüsesorten stehen heute auf den meisten Speiseplänen Europas: Ob Paprika, Kürbis, Mais, Tomaten, Kakao – all diese Lebensmittel stammen ursprünglich aus Mexiko und haben auch die Esskultur im Südwesten verändert. Und es gibt noch weitere Verbindungen zwischen dem SWR Sendegebiet und dem fernen Mexiko: So stammte etwa der Banker Franz Mayer, der Mexiko City mit dem “Museo Franz Mayer” zu Beginn des 20. Jahrhunderts eines der berühmtesten Museen des Landes stiftete, aus Mannheim. Und der Fotograf Wilhelm Kahlo, der zur gleichen Zeit die Modernisierung der Stadt mit seiner Kamera dokumentierte, kam aus Pforzheim. Seine Lieblingstochter Frida Kahlo wurde später zur Ikone der mexikanischen Kunst und erlangte mit ihren Bildern als eine von wenigen weiblichen bildenden Künstlern Weltruhm.

    Sendereihe “Geschichte & Entdeckungen”
    Die Reihe “Geschichte & Entdeckungen” bietet dem Publikum am Sonntagabend um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen aufwendig produzierte Dokus zu unterschiedlichsten Wissensgebieten aus dem deutschen Südwesten. Darunter Alltags-, Technik- oder Kulturgeschichte, aber auch Themen wie Archäologie, Geografie, Reise, Tiere und Natur.

    Sendung
    Dokumentation “Von Mexiko an den Neckar – Moctezumas letzte Federn” in der Reihe “Geschichte & Entdeckungen” am 13. Oktober 2019 um 20:15 Uhr im SWR Fernsehen.