Spielzeit-Eröffnung im Forum am Schlosspark

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Daniel Müller-Schott & Württembergisches Kammerorchester Heilbronn eröffnen Spielzeit im Forum am Schlosspark

Der Cellist Daniel Müller-Schott und das Württembergische Kammerorchester Heilbronn unter Leitung des niederländischen Dirigenten Jan Willem de Vriend eröffnen am Samstag, 19. Oktober um 19.30 Uhr die neue Spielzeit im Forum am Schlosspark. Das Konzert beginnt mit Ludwig van Beethovens Ouvertüre zu »Coriolan« bevor der Solist des Abends Robert Schumanns berühmtes Cellokonzert a-Moll interpretiert. Der zweite Teil der Eröffnung bietet eine Rarität: Die 6. Sinfonie des deutsch-niederländischen Komponisten und Beethoven-Zeitgenossen Johann Wilhelm Wilms.

»Von welchem Wohlklang und tiefer Empfindung sind all die Gesangstellen darin« urteilte Clara Schumann über das Cellokonzert ihres Mannes Robert. Der hatte gerade die Stelle als Städtischer Musikdirektor in Düsseldorf angetreten, die ersten Konzerte erfolgreich dirigiert und befand sich auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Und doch wollte sich niemand so recht dem überschwänglichen Urteil Claras anschließen. Für lange Zeit blieb die Komposition aus den Konzertsälen verschwunden, erst der große Cellist Pablo Casals verhalf ihr wesentlich zum Durchbruch. Heute zählt es unbestritten zu den bedeutendsten Stücken für das Instrument und gilt gerade hinsichtlich seiner Intensität und Emotionalität als Ausnahmewerk.

Daniel Müller-Schott. Foto © Uwe Arens

Für den lange in Amsterdam wirkenden Komponisten Johann Wilhelm Wilms war Musik zuallererst »lebendiger Ausdruck innerer Empfindung« und somit »Universalsprache«. Der »niederländische Beethoven« schuf ein umfangreiches Œuvre aus Sinfonien, Solokonzerten und Kammermusik und gewann 1820 mit seiner sechsten Sinfonie gar einen großen Kompositionswettbewerb. Bald darauf geriet sein Werk jedoch für längere Zeit in Vergessenheit. Erst in jüngerer Vergangenheit haben sich Dirigenten wie Jan Willem de Vriend darum bemüht, die Musik des »niederländischen Beethoven« einem breiteren Publikum bekannt zu machen.

Weitere Informationen unter www.forum.ludwigsburg.de.

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