Wunder der Tiefsee – Fotografien von Solvin Zankl

#Naturkundemuseum #Reutlingen

Sonderausstellung

Wunder der Tiefsee – Fotografien von Solvin Zankl

25. Juli – 20. Oktober 2019
Naturkundemuseum Reutlingen

Die Tiefsee beginnt mit der völligen Dunkelheit ab 200 Meter unter dem Meeresspiegel und reicht an den tiefsten Punkten der Ozeane bis 11.000 Meter weit hinab. Sie ist der größte Raum unseres Planeten, aber trotzdem kennt man sie weniger als die Oberfläche des Mondes. Der Grund dafür ist ihre Unzugänglichkeit. Nur wenige Menschen konnten bislang dahin vordringen und die Existenz von Leben wurde der Tiefsee lange Zeit abgesprochen. Neben ständiger Finsternis, Sauerstoffmangel und Temperaturen von −1 bis 4 °C herrscht in 10.000 Metern Tiefe ein Druck, der tausendmal höher als der an der Erdoberfläche ist. Dennoch existiert dort eine vielfältige Tierwelt: 250.000 identifizierte Arten und rund 20.000 noch unbekannte Meeresbewohner konnten 80 Forscher in einem 10 Jahre andauernden internationalen Projekt ausfindig machen.

Begleiter auf ihren Reisen war der hoch dekorierte Fotograf Solvin Zankl. Dabei kamen ihm bizarre und seltsam anmutende Geschöpfe vor die Linse, die kaum ein Mensch zuvor gesehen hat. Genau 50 Arten hat er quer durch das Tierreich porträtiert, an Bord des Forschungsschiffs in einem speziell entwickelten Aquarium mit Wellengang und Extremtemperaturen. Vom Einzeller bis zum hoch entwickelten Knochenfisch zeigt er in dieser Ausstellung die Schönheit und das Verhalten der Tiefseebewohner, gibt Einblick in den Stammbaum des Lebens und vermittelt, mit welch faszinierenden Wesen wir unseren Planeten teilen.

Clythia hemisphaerica, Aglantha digitale und Sarsia tubulosa Bei diesen drei Hütchen handelt es sich um Hydrozoen, eine eigene Klasse der Nesseltiere, die oft ebenfalls als Quallen bezeichnet werden. Viele Hydrozoen leben zunächst als festsitzende Polypen im Wasser und entwickeln sich später zu schwimmenden Medusen. Je nach Zählweise umfasst die Klasse der Hydrozoen bis zu 3500 Arten, aufgeteilt in zwei Unterklassen mit sieben Ordnungen. Hinzu kommen bei den Gallert-Tieren die als „echte Quallen“ geltenden Scyphozoen, die würfelförmigen Cubozoen und die auf einem Stiel sitzenden Staurozoen. Rippenquallen bilden wiederum einen eigenen Stamm unter den Nesseltieren – keine einfachen Verwandtschaftsverhältnisse.Wassertiefe: bis 200 Meter Körpergröße: 4 Millimeter. Foto: Solvin Zankl

Naturkundemuseum Reutlingen
Weibermarkt 4
72764 Reutlingen
Fon 07121/3032022
Fax 07121/3032016

Mehr Infos:
www.reutlingen.de/naturkundemuseum

Öffnungszeiten
Dienstag-Samstag 11-17 Uhr
Donnerstag 11-19 Uhr
Sonn- und Feiertage 11-18 Uhr

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