Jazzopen Stuttgart – Erstes Wochenende im Alten Schloss: Bobby & Chilly

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Jazzopen Stuttgart – Erstes Wochenende im Alten Schloss: Bobby & Chilly

Bobby Mc Ferrin und Chilly Gonzales waren die Headliner am ersten Jazzopen Stuttgart Wochenende 2019. Zwei grundsätzlich unterschiedliche Typen: Der introvertierte Bobby McFerrin, der ruhig sein Programm vortrug und Chilly Gonzales, ein extrovertierter Entertainer der besonderen Art.

Der zehnfache Grammy-Gewinner Bobby McFerrin war Samstag Abend mit „Gimme 5“ bei den jazzopen im Alten Schloss zu Gast und präsentierte eine A-Cappella-Show mit vier weiteren Musikern. Begeistert nahmen die Fans im ausverkauften Hof des Alten Schlosses auch das Zusammenspiel mit dem Chor der Kantorei Stuttgart auf, die wie Bobby McFerrin sagte, “…von der anderen Straßenseite kommen”. Der fast siebzigjährige Vokalkünstler beeindruckte auch mit der Imitation von Instrumenten allein durch seine Stimme. Einige Zuschauer hätten trotzdem gerne seinen Hit aus dem Jahr 1988 “Don’t Worry, be Happy” – gehört, mit dem er der breiten Öffentlichkeit bekannt wurde. Davor begeisterte Jazz-Newcomer Adrien Brandeis aus Frankreich mit seinen Begleitern die Anwesenden. Adrien Brandeis wurde nicht nur mit artigem Applaus, sondern mit dem aufbrausenden Applaus der Jazz-Kenner im Publikum verabschiedet. Auch für seine Mitstreiter gab es Szenenapplaus.

Chilly Gonzales ist ganz anders. Extrovertiert und raumeinnehmend zieht er die Fans im ausverkauften Schlosshof am Sonntag gleich in seinen Bann. Mit Morgenmantel und Pantoffeln tritt er auf die Bühne, aber so kennt man ihn. Mitgebracht hat er das Kaiser-Quartett, das titelweise um einen Drummer ergänzt wurde und ihn wunderbar begleitet und seine Tastananschläge umspielt. Ein Konzert mit Chilly ist immer eine Show, da legt er sich auch mal vor sein Flügel auf den Boden und hört dem Kaiser-Quartett zu oder gibt quasi etwas Musikunterricht. Er spricht über Akkorde von Bach, spielt diese in verschiedenen Tonlagen, kommt so zu Titeln von Nirvana und Britney Spears durch leichte Variation derselben.

Ein Fest für die Ohren – das eine Konzert wie das andere!

Foto-Galerien bei uns: Zu Bobby McFerrin hier klicken, zu Chilly Gonzales hier klicken!

Bobby McFerrin bei den jazzopen Stuttgart


Die jazzopen stuttgart sind mit über 50 Acts an 11 Tagen auf 5 Bühnen in die 26. Runde gestartet: Am 04. Juli begannen die jazzopen 2019 mit der Verleihung der „German Jazz Trophy“ an die US-amerikanische Künstlerin Dee Dee Bridgewater.

Das Alte Schloss, die zweite Bühne des Festivals wurde am 05. Juli mit Mnozil Brass eröffnet und wird am 09. Juli von Chick Corea geschlossen. Ab dem 10. Juli zeigen sich Sting, Bob Dylan, Christina Aguilera und weitere Staracts auf der inzwischen legendären Hauptbühne des Festivals am Schlossplatz. Bis zum 14. Juli werden insgesamt rund 45.000 zahlenden Besuchern über 50 Konzerte geboten. Die „Open Stages“ ergänzen als eintrittsfreie Bühnen zum zweiten Mal das Festivalprogramm. Die jazzopen 2019 sind erneut klimaneutral gestellt. Sehen Sie im Folgenden weitere Informationen rund ums Festival und sind Sie dabei, wenn es in Stuttgart wieder heißt: Be Jazz Be Open!

Restkarten für einige Konzerte gibt es unter www.jazzopen.com.

KÜNSTLERINFORMATIONEN

Bobby McFerrin – “Gimme 5”
Adrien Brandeis
Samstag 06.07.2019
Beginn: Adrien Brandeis: 19:00 Uhr | Bobby McFerrin: 20:30 Uhr
Altes Schloss Stuttgart

Bobby McFerrin – „Gimme 5“
Am 6. Juli wird Bobby McFerrin mit „Gimme 5“ bei den jazzopen im Alten Schloss zu Gast sein und eine A cappella-Show mit vier weiteren Musikern präsentieren. Der Sänger, Dirigent und außergewöhnliche Vokalkünstler entwickelte zwischen Jazz, Klassik und freier Improvisation seine ganz eigene Gesangskunst. 1988 gelang ihm mit dem Album “Simple Pleasures” der ganz große Durchbruch – mit dem darauf befindlichen Song “Don’t Worry, Be Happy” wurde er weltberühmt. Das Album verkaufte sich weltweit über zehn Millionen Mal.

Neben dem Welthit “Don’t Worry, Be Happy” hat McFerrin einige vielfältige künstlerische Erfolge vorzuweisen: Seit den 1990er Jahren arbeitete der 10-fache Grammy Gewinner erfolgreich mit anderen namhaften Musikern zusammen: 1995 veröffentlichte er mit dem Saint Paul Chamber Orchestra sein erstes Klassikalbum, das Jahr darauf interpretierte er zwei Klavierkonzerte von Mozart mit Chick Corea.

McFerrin ist weltweit als Dirigent verschiedener Orchestren tätig und hat mit fast jedem der führenden Orchester gearbeitet (u.a. New York, Chicago und London, oder dem Leipziger Gewandhausorchester und den Wiener Philharmonikern). Bobby McFerrin machte in der Fachwelt mit seiner artistischen Vokaltechnik auf sich aufmerksam. Durch seine Wechsel zwischen Brust- und Falsettstimme und seiner Imitation von verschiedenen Instrumenten wurde er in der Jazzwelt schnell bekannt. Er setzt seine Stimme als Instrument ein und entwickelt eine eigene Gesangstechnik, die sich durch ein feines Gespür für Rhythmus- und Tempowechsel auszeichnet. Erst im Alter von 27 Jahren, als er Mitglied der Band Astral Projection war, begann er professionell als Sänger aufzutreten. Nach einem Auftritt beim 1981er Kool Jazz Festival erhielt er von der Plattenfirma Elektra das Angebot, ein eigenes Album aufzunehmen. Das Debütalbum, mit seinem Namen betitelt, erschien im darauffolgenden Jahr und ließ Fans des Jazzgesangs aufhorchen. Was wirklich in ihm steckte, zeigte er schließlich mit solistischem Jazzgesang auf dem Live-Album “The Voice”, das ihn ganz ohne instrumentale Begleitung präsentierte. McFerrin trat 1999 das letzte Mal bei den jazzopen auf – damals noch in der Liederhalle. Bobby McFerrin Website: http://bobbymcferrin.com/

Adrien Brandeis
Eröffnet wird der Abend von Newcomer und “RISING STARS JazzAward” Gewinner Adrien Brandeis. Der 1992 in Frankreich geborene Pianist und Komponist hat durch seinen unverwechselbaren Stil die Jazz-Szene im Sturm erobert. Nach seinem Studium in Nizza und Paris veröffentlichte er 2018 sein erstes, selbst produziertes Album “Euforia”. Beeinflusst von Michel Camilo, Bill Evans und Chick Corea ist er von Jazz, Latin und afro-karibischer Musik geprägt und schafft es, traditionellen Jazz mit modernen Einflüssen zu verbinden. Nicht zuletzt für seinen unverwechselbaren Stil wurde Brandeis aus zahlreichen Jazz-Acts aus ganz Europa als diesjähriger Gewinner auserwählt und darf im Rahmen des “RISING STARS JazzAwards” auf die ganz großen Festivalbühnen Europas – darunter auch die jazzopen stuttgart. Adrien Brandeis Website: https://www.adrienbrandeis.com/

Chilly Gonzales bei den jazzopen Stuttgart
Chilly Gonzales in seinem Element bei den jazzopen Stuttgart 2019

Chilly Gonzales & Kaiser Quartett
Sonntag 07.07.2019
Beginn: 20:00 Uhr
Altes Schloss Stuttgart

Chilly Gonzales + Kaiser Quartett
Am 7. Juli 2019 ist der herausragende Pianist Chilly Gonzales mit dem Kaiserquartett im Innenhof des Alten Schlosses zu erleben. Der kanadische Musiker zählt zu den humorvollsten Entertainern im Jazz der Gegenwart. Gonzales bekam mit seinen eigenen Platten und als Support-Act große Anerkennung als genreübergreifender Künstler und begnadeter Pianist. Es gibt nicht viele im internationalen Musikolymp, die ihr Publikum über viele Jahre hinweg einerseits zu Elektro-Beats zum Tanzen bringen und andererseits gemeinsam mit einem Symphonie-Orchester ein Rap-Konzert veranstalten können.

2014 produzierte er das Album ‚Octave Minds‘ mit Boys Noize, in dem Piano auf Electronica trifft. Zudem hat er sich in den letzten Jahren damit beschäftigt, einen modernen Zugang zur Kammermusik zu finden. Das Ergebnis dieser Suche ist ‚Chambers‘ (2015), ein Album mit Piano und Streichquartett (und einigen Überraschungen). Im bereits klassischen ‘Dur-Moll’-Teil seines Bühnenprogramms spielt er Happy Birthday oder Chariots of Fire in Moll, um die emotionale Wirkung der einzelnen Tonarten zu demonstrieren. Dabei schafft es Gonzales sein Publikum gleichzeitig zu unterhalten und zu unterrichten. Für einen anderen Programmteil holt Gonzales eine Person aus dem Publikum auf die Bühne und schreibt mit ihr in weniger als drei Minuten ein spontanes Musikstück, aufgebaut aus der einfachen Wiederholung dreier Noten plus einer winzigen Variation. Auf seiner jüngsten Tournee zerlegte Gonzales den Beatles-Titel Eleanor Rigby in seine Bestandteile, um danach ein Streichquartett als Echtzeit-Sampler einzusetzen und zu beweisen, dass Hip-Hop, Pop und klassische Musik sich näher stehen als man glaubt. Der Erfolg dieser Programmteile führte zur Produktion der Live-DVD From Major to Minor, einem einstündigen konzertanten Meisterkurs, in dem Chilly Gonzales grundlegende Elemente der Musiktheorie abhandelt, einschließlich Rhythmus (mit Daft Punk als special guest) und Melodie (mit Feist als special guest). Mit dem Bestseller Re-Introduction Etudes brachte Chilly Gonzales seinen Unterricht auch in Buchform heraus: Die 24 einfach zu beherrschenden und mit Spaß zu spielenden Klavierstücke sollen insbesondere all jenen die Mysterien der Musik erschließen, die es bereits aufgegeben hatten. Das Buch will den Spaß zurück in den Lernprozess bringen und versteht sich als Gegengift zum abgestandenen, kitschigen und minderwertigen Repertoire, durch das sich die meisten Klavierschüler quälen müssen. Chilly Gonzales hält den Guinness-Weltrekord für das längste Solokonzert, mit über 27 Stunden. Er schreibt und performt unter anderem mit Jarvis Cocker, Feist und Drake. 2014 erhielt er einen Grammy für seine Mitarbeit an Daft Punks ‚Random Access Memories‘-Album und mit ‚Never Stop‘ komponierte Gonzales zudem einen globalen Hit für die Kampagne des Apple iPad-Launchs. Nach seinem ausverkauften Konzert bei den jazzopen 2017 freuen wir uns, Chilly Gonzales erstmalig mit dem Kaiser Quartett und bei besonderer Atmosphäre im Innenhof des Alten Schlosses präsentieren zu können. Chilly Gonzales Website: https://www.chillygonzales.com/

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