Facebook zeigt Details zur eigenen Kryptowährung

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Facebook zeigt Details zur eigenen Kryptowährung

Nun hat Facebook die Karten auf den Tisch gelegt: „Libra“, so der Name der hauseigenen Kryptowährung, soll eine „globale Währung für alle werden“; zahlreiche Großunternehmen – so etwa PayPal, Mastercard wie Spotify – haben sich bereits beteiligt. Nach den ersten veröffentlichten Informationen hat auch der Kryptomarkt reagiert: Der Bitcoin durchbrach die 10.000 US Dollar-Hürde – auch andere Kryptowährungen, so beispielsweise Ethereum oder auch der Litecoin, haben ordentlich zugelegt.

Libra-Partner haben rund 10 Millionen US Dollar investiert
Am 18. Juni war es endlich soweit: Facebook hat das Geheimnis rund um das Projekt „Libra“ gelüftet. Mit „Calibra“, einer neugegründeten Tochtergesellschaft, will man für eine saubere „Trennung zwischen finanziellen wie sozialen Daten“ sorgen. Des Weiteren wurde auch bekannt, welche Unternehmen im Libra-Netzwerk zu finden sein werden:

Im Bereich Zahlungen kooperiert man mit PayPal, MasterCard, Visum, PayU und Stripe. eBay, Facebook/Calibra, Lyft, MercadoPago, Farfetch, Spotify AB und Uber Technologies, Inc. konnten für die Bereiche Technologie wie Marktplätze gewonnen werden. In der Telekommunikation sind die Unternehmen Iliad sowie die Vodafone-Gruppe beteiligt; für das Risikokapital konnten Andreessen Horowitz, Thrive Capital, Ribbit Capital sowie Union Square Ventures gewonnen werden. Anchorage, Coinbase, Bison Trails und die Xapo Holdings Limited befassen sich mit der Blockchain. Als gemeinnützige wie auch multilaterale Organisationen wie akademische Institutionen kooperiert man mit Kiva, Creative Destruction Lab, Mercy Corps und Women’s World Banking.

libra facebook Kryptowährung. Foto Quelle: pixabay.com/geralt

Zudem finden sich in dem Whitepaper auch eindeutige Pläne und Zielvorgaben, sodass man jetzt schon weiß, wohin die Reise gehen soll: Bis zum Jahr 2020 will man die Teilnehmer auf 100 vergrößern – das heißt, man möchte mehr Betreiber von Netzwerkknoten für sich gewinnen. Die Netzwerkknoten sind bei Libra nämlich nicht mehr nur für die technologische Infrastruktur zuständig, sondern agieren als „Validator Nodes“, sodass auch im Netzwerk stattfindende Transaktionen bestätigt werden können. Zudem wird bestimmt, wer einen Zutritt zu dem Netzwerk erhält. Wer einen Node betreiben will, der muss nämlich tief in die Tasche greifen – aktuell liegt die Investitionssumme bei rund 10 Millionen US Dollar. Hierfür kam wohl ein gesonderter Token zum Einsatz – im Whitepaper wird dieser als „Libra Investment Token“ beschrieben.

In erster Linie geht es um Stabilität
Natürlich kommt die Libra-Blockchain nicht ohne Kryptowährung aus. Libra, so der Name der Kryptowährung, soll ein „Stable Coin“ sein, der das Ziel verfolgt, einen stabilen Wert zu halten. Wie man der Kryptowährung Stabilität verleihen möchte? Man will Libra mit Rücklagen in Fiatwährungen, so wie etwa dem Euro oder US Dollar, stärken. Zudem soll sich der Kurs der Kryptowährung an einem Währungskorb, in dem US Dollar, Euro oder auch Britisches Pfund Sterling zu finden sein werden, orientieren und so nicht für starke Kursschwankungen anfällig werden. Man möchte also, was zumindest die Schwankungen betrifft, das Gegenteil vom Bitcoin werden.

Wer sich nämlich mit dem Kursverlauf des Bitcoin auseinandergesetzt hat, der weiß, dass extreme Schwankungen zur Tagesordnung gehören. Lag die digitale Währung zu Beginn des Jahres noch bei 3.500 US Dollar, so kletterte der Bitcoin nun über die 11.000 US Dollar-Grenze. Die Entwicklung erinnert natürlich an das Jahr 2017, als der Bitcoin – und das innerhalb von zwölf Monaten – von 1.000 US Dollar auf knapp 20.000 US Dollar schoss. Glaubt man den Prognosen, so wird die 20.000 US Dollar-Marke demnächst ebenfalls übersprungen werden – viele Experten sehen den Bitcoin schon im Bereich der 50.000 US Dollar.

Wie wird der Bitcoin reagieren?
Wer über Bitcoin Börsen in die Mutter aller Kryptowährungen investiert, der darf aber nicht glauben, dass Gewinne bereits vorprogrammiert sind. Es kann immer wieder zu Korrekturen und somit auch zu erheblichen Verlusten kommen. Zudem darf auch nicht die Rolle des Libra außer Acht gelassen werden: Wird der Facebook-Coin für Rückenwind sorgen oder doch eine Belastung darstellen, weil der Bitcoin auf einmal einen ernstzunehmenden Konkurrenten an seiner Seite hat?

Noch sind sich die Experten unsicher, wobei eine Sache ganz klar ist: Steigt mit dem Libra die Akzeptanz der Kryptowährungen, so profitiert der gesamte Markt – und in diesem Fall natürlich auch der Bitcoin.

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