Internationaler Museumstag 2019: Freier Eintritt ins Kunstmuseum

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Freier Eintritt auch bei vielen anderen Museen

Internationaler Museumstag 2019: Freier Eintritt ins Kunstmuseum

Am Sonntag, 19. Mai 2019, begehen Museen in ganz Deutschland gemeinsam den Internationalen Museumstag. Mit dabei sind auch wieder – man kann sagen: natürlich! – das Kunstmuseum Stuttgart und das Museum Haus Dix in Hemmenhofen.

Das Kunstmuseum Stuttgart bietet an diesem Tag freien Eintritt in die Sammlung sowie in die aktuelle Ausstellung »Kubus. Sparda-Kunstpreis« mit den Künstler_innen Sinje Dillenkofer, Peter Granser, Annette Kelm und Armin Linke. Auf kubus-kunstpreis.de finden sich ausführliche Informationen zu den Nominierten und zur Künstlerischen Fotografie, dem übergeordneten Thema der Ausstellung. Besucher_innen können die Ausstellung auf eigene Faust erkunden oder sich der kostenlosen öffentlichen Führung um 15 Uhr anschließen – in beiden Fällen darf aber gerne abgestimmt werden: Neben dem Preis der Jury lobt die Sparda-Bank Baden-Württemberg auch einen Publikumspreis aus.

Kunstmuseum Stuttgart

»Ecce Homo III« (1949) heißt der jüngste Neuzugang in der umfangreichen Dix-Sammlung, der erstmals zum Internationalen Museumstag gezeigt wird. Das Gemälde zählt zum Spätwerk Otto Dix’ und zeigt den Sohn Gottes als geschundenen Jesus von Nazareth, dessen blutender und gekrümmter Körper sich nur mit letzter Kraft im Sitzen hält. Das Werk wurde von den »Freunden des Kunstmuseums Stuttgart e.V.« angekauft.

Zum Vermittlungsprogramm von 10 bis 14 Uhr wird ›aufgetischt‹: Kinder und Erwachsene sind dazu eingeladen, die Tische des »Studio 11 – Raum für Kunstvermittlung« im Siebdruckverfahren zu gestalten. Wie das geht, zeigen Mitarbeiter_innen der Akademie der Bildenden Künste. Die Oberflächen der Tische werden im Anschluss versiegelt, um die entstandenen Werke zu erhalten. Für die musikalische Untermalung sorgt DJ sEEk by Waranga.

Auch der Besuch des Museum Haus Dix im idyllischen Bodensee-Dorf Hemmenhofen ist am Internationalen Museumstag kostenlos. Im aufwändig restaurierten Wohnhaus bekommt man Einblicke in das Werk von Otto Dix – vor allem aber wird der Alltag der Familie wieder lebendig: Man kann sich vorstellen, wie Martha am Flügel saß, die Kinder im oberen Stockwerk tobten und der Vater im Atelier die Pinsel auswusch. Tipp: Bei den öffentlichen Führungen um 14 Uhr und 15:30 Uhr kann man auch in den Keller hinabsteigen, dessen Wände Otto Dix für eine seiner legendären, feuchtfröhlichen Faschingsfeiern bemalte.

Internationaler Museumstag
Sonntag, 19. Mai 2019
Ganztägig freier Eintritt

Öffnungszeiten:
Kunstmuseum Stuttgart 10 – 18 Uhr
Museum Haus Dix 11 – 18 Uhr

Kunstvermittlung, 10 – 14 Uhr:
Tische gestalten im Siebdruckverfahren
Für Kinder ab 7 Jahren. Die Begleitung durch einen Erwachsenen ist erforderlich

Öffentliche Führungen (begrenztes Kontingent)
Kunstmuseum Stuttgart 15 Uhr (kostenfrei)
Museum Haus Dix 14 Uhr & 15:30 Uhr (kostenfrei)

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  1. Kubus. Sparda-Kunstpreis 2019

    Peter Granser gewinnt Sparda-Publikumspreis

    Der mit 5.000 Euro dotierte Publikumspreis der Sparda-Bank Baden-Württemberg geht in diesem Jahr an Peter Granser.

    Der Sparda-Kunstpreis »Kubus« in Höhe von 20.000 Euro wird im Zwei-Jahres-Rhythmus für herausragende Leistungen in der zeitgenössischen bildenden Kunst in Baden-Württemberg vergeben. Den 1. Sparda-Kunstpreis gewann 2013 Alexander Roob, 2015 ging die Auszeichnung an Peter Vogel und 2017 an Myriam Holme. In diesem Jahr wurde der Preis an Armin Linke verliehen.

    Der von der Sparda-Bank Baden-Württemberg seit 2015 ausgelobte Publikumspreis geht 2019 an Peter Granser. Die Besucher_innen der Ausstellung wählten während der Laufzeit den Künstler zu ihrem Favoriten.

    Peter Granser (*1971 Hannover, DE; lebt in Stuttgart, DE) beschäftigt sich seit seinen Artist-in-Residence Aufenthalten in Japan mit der Verbindung von zeitgenössischer Kunst und japanischem Tee. Die Installation »Zwischen/Raum« in der Ausstellung stellte eine Fortführung des 2015 in Stuttgart gegründeten Projektraumes ITO dar. Das kontemplative Teezeremoniell verändert den Blick der Betrachter_innen auf die Kunst und schafft ein Bewusstsein für Zeit und Leere. Die Serie »Heaven in Clouds« (2009–2014) befasst sich mit den Folgen der Urbanisierung auf Mensch und Natur. Das zwiespältige Verhältnis zwischen dem Glücksversprechen rasant wachsender Großstädte und der gleichzeitigen Zerstörung unserer Umwelt spiegelt sich im Dialog abstrakter und dokumentarischer Fotografien.

    Der vierte »Kubus. Sparda-Kunstpreis« widmete sich dem Medium Fotografie. Die Gattung spielte im Kanon der Kunstgeschichte lange eine untergeordnete Rolle. Erst mit der Erweiterung des Kunstbegriffs in den 1960er-Jahren konnte sich die Fotografie vom Stigma einer nur technisch produzierten, rein abbildenden Kunstform befreien. Getragen von den Ideen der Konzeptkunst, entwickelte sich eine Form von künstlerischer Fotografie, die das Medium und seine Strategien des Zeigens und Sehens mit den eigenen Mitteln analysiert und reflektiert. In der Folge stehen nicht mehr die Abbildung des Gegenstands und die ihm aufgrund seines spezifischen Kontextes zugeschriebene Bedeutung im Fokus, sondern die Bedingungen und Prozesse, die eben diese Bedeutung konstruieren und kontrollieren.