Kinderfilme, die auch Erwachsenen Spaß machen

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Kinderfilme, die auch Erwachsenen Spaß machen

Einige Kinderfilme üben auch auf Erwachsene eine faszinierende Wirkung aus. Insbesondere solche, die neben markanten Figuren und gelungenen Witzen auch eine interessante Handlung und Tiefgang aufweisen können. Ein guter Film regt zum Nachdenken an – über sich selbst und seine Umwelt.

Echte Klassiker der Kinderfilme, die Millionen Menschen begeistern, sind die Harry-Potter-Filme. Dass der Hype um den bebrillten Zauberlehrling auch heute noch anhält, sieben Jahre nachdem der letzte Film der Reihe in den deutschen Kinos lief, zeigt nicht zuletzt die riesige Auswahl an Harry-Potter-Deko und -Fanartikel, die von Figuren über Tassen bis hin zu Bettwäsche und Wintermänteln nahezu alles abdeckt.

Die auf den Büchern von Joanne K. Rowling basierenden Filme zeigen den Zauberer Harry Potter und seine Freunde Hermine Granger und Ronald Weasley beim Kampf gegen den dunklen Zauberer Lord Voldemort und seine Gefolgschaft. Die magischen Tiere und Zaubersprüche faszinieren vor allem Kinder, nicht wenige warten nach dem Schauen der Filme selbst auf einen Brief aus Hogwarts. Für Erwachsene hingegen sind besonders der Kontrast zwischen Zauber- und Menschenwelt sowie die Parallelen zur Realität spannend.

Auch Pippi Langstrumpf begeistert Zuschauer jedes Alters immer wieder aufs Neue. Das selbstbewusste Mädchen wohnt mit ihrem Äffchen Herr Nilsson und ihrem Pferd Kleiner Onkel in der Villa Kunterbunt, während ihr Vater auf See ist. Gemeinsam mit ihren Freunden, den Geschwistern Annika und Tommy, erlebt sie allerhand Abenteuer. Zwar sind die Ereignisse teilweise realistisch, doch Pippis handelt stets unkonventionell und ist außerdem ungewöhnlich stark.

Kindersendung anschauen. Foto Quelle: Fieldwork Inc. CC0 1.0 Öffentliche Domäne

Für Kinder und Erwachsene gleichermaßen hat Pippi eine Vorbildfunktion, denn sie gilt als literarisches Vorbild für den Feminismus. Anstatt das Verhalten von Pippi an die damaligen Geschlechterrollen anzupassen, entschied sich die 2002 verstorbene Astrid Lindgren für ein starkes und ungehemmtes Mädchen, das gegen gesellschaftliche Strukturen rebelliert, es dabei aber nie an Anteilnahme für die Menschen in ihrer Umgebung vermissen lässt.

Im Gegensatz zu älteren Disney-Filmen, die in der Darstellung der Rollenbilder oft sehr konservativ sind, stellt Pixar in vielen seiner Filme gesellschaftliche Strukturen auf die Probe. Aktuelle Filme wie Merida, Alles steht Kopf oder Oben fordern Kinder und Erwachsene gleichermaßen dazu auf, an sich zu glauben, und betonen die Wichtigkeit von Freundschaft und Familie.

Vor allem der 2015 erschienene Titel Alles steht Kopf versucht etwas Neues, nämlich Emotionen darzustellen und zu zeigen, wie diese unsere Handlung und Gefühle beeinflussen. Im Fokus steht der Charakter Kummer, eine für Kinder adäquate Bebilderung einer Depression, eine Erkrankung, von der immer mehr Menschen betroffen sind. Der Film zeigt, wie Traurigkeit lähmen kann, aber auch, dass es immer einen Ausweg gibt – eine wichtige Lektion, die kein Alter kennt.

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