Weihnachten 2018: So begehen die Deutschen die Feiertage

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Weihnachten 2018: So begehen die Deutschen die Feiertage

Bald ist es wieder soweit: Der Baum wird geschmückt, die letzten Geschenke eingepackt und dann wird gefeiert – am liebsten traditionell und im Kreis der Familie. Obwohl die Zahl der gläubigen Christen in Deutschland immer weiter zurückgeht, sind das wichtigste Fest des Jahres und die damit verbundenen Rituale und Traditionen vielen Menschen heilig. Damit einhergeht eine ungebrochen große Freude am Schenken: Der Einzelhandel erwartet in diesem Jahr einen neuen Rekord bei den Geschenkekäufen.

Die Deutschen sind traditionsverbunden
Die Deutschen sind Weihnachtsmuffel? Weit gefehlt. Zwar kennt vermutlich jeder mindestens einen Menschen in seinem Bekanntenkreis, der sich dem Trubel rund um die Feiertage am liebsten ganz entziehen würde, doch der Mehrheit ist es wichtig, die Weihnachtszeit möglichst traditionell zu verbringen. Anfang Dezember beginnt die “schönste Zeit des Jahres”. In vielen Familien haben Adventskalender, Nikolausstiefel, der klassische Adventskranz und das Anzünden einer weiteren Kerze an den Adventssonntagen einen festen Platz im Dezember-Alltag. Laut einer Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsinstituts YouGov sind Kerzen für die meisten Deutschen das Wichtigste an der Weihnachtszeit, gefolgt vom Tannenbaum, dem Plätzchenbacken und dem Kauf der Geschenke.

Sehr beliebt ist auch der Besuch eines oder mehrerer Weihnachtsmärkte; jeder neunte Bundesbürger besucht im Dezember mindestens einen. Deutsche Weihnachtsmärkte sind weltweit beliebt und haben sich zu einem internationalen Verkaufsschlager entwickelt.

Weihnachtsdekoration. Bildrechte: Flickr filedump Weihnachten CC BY-SA 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Harmonie zum Fest besonders wichtig
Weihnachten ist ohne Geschenke quasi nicht mehr vorstellbar. Rund 472 Euro wollen die Deutschen 2018 im Durchschnitt ausgeben, um ihre Liebsten zu beschenken. Dieser Wert liegt 1,4 % über den Ausgaben des Vorjahres. Dennoch hat der Konsum für die meisten Deutschen nicht den höchsten Stellenwert. Ganz oben auf dem Wunschzettel stehen stattdessen Harmonie und Besinnlichkeit.

Die Realität sieht jedoch häufig anders aus. Immerhin haben viele Menschen schon die Erfahrung gemacht, dass an den Feiertagen Streit geradezu in der Luft liegt. Die Hauptgründe dafür sind Stress, fehlende Ruhe und enttäuschte Erwartungen. Dabei sollte man das Fest der Liebe doch eher zum Anlass nehmen, seine Beziehungen zu Familie und Freunden wertzuschätzen und alte Streitigkeiten beizulegen. Auf der Seite von Questico gibt es wertvolle Tipps, wie die Versöhnung an Weihnachten gelingen kann, damit das alte Jahr harmonisch ausklingt.

Weitere Weihnachtstraditionen: Tannenbaum und Kartoffelsalat
Beim Thema Weihnachtsbaum sind sich die Deutschen einig: Er darf an Heiligabend in keinem Wohnzimmer fehlen. Natürlich muss es ein echter sein – Tannenbäume aus Plastik konnten sich hierzulande bisher nicht durchsetzen. Weniger Einigkeit herrscht bei den Themen Kirchgang und Weihnachtsessen. Obwohl viele Menschen den Besuch des Gottesdienstes am Nachmittag oder der Christmette um Mitternacht fest mit Weihnachten verbinden, geht nur jeder Vierte an den Feiertagen in die Kirche.

An Heiligabend gibt es vielerorts eine recht einfache Mahlzeit aus Würstchen und Kartoffelsalat, während an den Weihnachtstagen das eigentliche Festmahl, etwa Gänsebraten mit Rotkohl und Klößen, serviert wird. Wie traditionell das Weihnachtsessen gehandhabt wird, hängt allerdings auch von der Region ab. In Thüringen gibt es etwa in 73 % der Haushalte an Heiligabend Würstchen und Kartoffelsalat – im Saarland in gerade einmal 32 %.

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