Ludwigsburger Schlossfestspiele: »Ausblicke« auf die Saison 2019

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Ludwigsburger Schlossfestspiele: »Ausblicke« auf die Saison 2019

Mit den »Ausblicken 2019« gab der Intendant der Ludwigsburger Schlossfestspiele Thomas Wördehoff heute ausgewählte Veranstaltungen der Festspiel-Saison 2019 bekannt. Neben vier Orchesterkonzerten und zwei großen Koproduktionen, »Der Freischütz« und »Himmelerde«, freut sich Thomas Wördehoff auch in seiner letzten Spielzeit auf ein »Fest der Interpreten« mit vielseitigen Künstlern und spannenden Kollaborationen. Die Saison 2019 beginnt am 9. Mai und endet am 20. Juli 2019. Karten sind ab sofort verfügbar. Das vollständige Programm erscheint am 22. Februar 2019.

DAS ORCHESTER
Chefdirigent Pietari Inkinen und das Orchester der Ludwigsburger Schlossfestspiele eröffnen die Festspielsaison gemeinsam mit René Pape und dem finnischen Männerchor Ylioppilaskunnan Laulajat, der beim Festspielpublikum bereits im Jahr 2015 wahre Begeisterungsstürme auslöste. Auf dem Programm des Eröffnungskonzerts (9. Mai) steht mit Dmitri Schostakowitschs Sinfonie »Babi Jar« ein überwältigendes Bekenntnis zur Freiheit des Geistes und zur Menschlichkeit in Zeiten der Unterdrückung. Ein »Orchester mit Flügeln« (28. Juni) erwartet das Publikum beim Konzert mit Katia und Marielle Labèque. An diesem Abend trifft das von »The National«-Gitarrist Bryce Dessner eigens für die beiden Schwestern komponierte Konzert für zwei Klaviere auf Béla Bartóks Konzert für Orchester. Das Klassik Open Air & Feuerwerk (13. Juli) ist im kommenden Jahr dem europäischen Gedanken gewidmet: Pietari Inkinen, dessen Heimatland Finnland im zweiten Halbjahr 2019 den EU-Vorsitz übernehmen wird, und das Orchester der Schlossfestspiele feiern das vereinte Europa mit Werken großer Komponisten aus der alten Welt. Mit dem Abschlusskonzert (20. Juli) endet nicht nur die Festspielsaison 2019, es bildet auch den Schlusspunkt von Thomas Wördehoffs zehnjähriger Festspielintendanz. Grund genug, dieses Finale mit musikalischen Weggefährten wie Igor Levit, Thomas Gansch und Mnozil Brass zu begehen. Das Publikum darf sich auf Schostakowitschs Konzert für Klavier und Trompete sowie einige Überraschungen freuen.

Das Klassik Open Air & Feuerwerk 2018. Zum krönenden Abschluss zauberten die Pyrotechniker zu den Klängen von Maurice Ravels berühmtem »Bolero« ein lange sanft startendes, später voluminöses Feuerwerk in den Nachthimmel über dem Seeschloss Monrepos.

IN SZENE
Gleich mehrere szenische Projekte stehen in der Saison 2019 auf dem Spielplan. Auf Initiative von Thomas Wördehoff haben die Musicbanda Franui und das Masken-Ensemble Familie Flöz erstmals zusammengefunden. Wo die Tiroler Musiker vermeintliche Grenzen zwischen Volks- und Kammermusik, Klassik und Moderne überwinden, weiß das vielseitige Theaterkollektiv ganz ohne Worte und Mimik bewegende Geschichten zu erzählen. In »Himmelerde« (4./5. Juni) gehen die Ensembles gemeinsam zu Liedern von Schubert, Schumann und Mahler Träumen, Sehnsüchten und großen Emotionen auf den Grund. Das Stück entsteht als gemeinsame Produktion von Familie Flöz, der Musicbanda Franui und der Staatsoper Berlin in Koproduktion mit dem Theaterhaus Stuttgart und den Ludwigsburger Schlossfestspielen.

Gespannt darf die Deutschlandpremiere von Carl Maria von Webers »Der Freischütz« (12./14. Juli) erwartet werden, welche die Regisseure Clément Debailleul und Raphaël Navarro mit dem Insula Orchestra unter der Leitung von Laurence Equilbey auf die Bühne bringen. Eine Besonderheit dieser deutsch-französischen Koproduktion ist der Einsatz spezieller Hologrammtechnik, mit der das »Naturgrauen« und die übernatürlichen Kräfte der Geschichte visuell erfahrbar werden. Die Inszenierung entsteht als Koproduktion von Théâtre de Caen, Grand Théâtre de Luxembourg, Opéra de Rouen Normandie, Cie 14:20, Insula Orchestra und den Ludwigsburger Schlossfestspielen sowie in Kooperation mit dem Forum am Schlosspark.

Eine Weltpremiere haben Rebecca Carrington und Colin Brown im Auftrag der Schlossfestspiele kreiert: Ohne Opernensemble, dafür mit zwei wortgewandten Stimmen, dem Cello Joe und viel Humor stellen die beiden Briten in »Turnadot« (23./24./25. Mai) Puccinis berühmte Oper buchstäblich auf den Kopf und präsentieren damit im Schlosstheater die »kleinste Operette der Welt«.

Das Ballett am Rhein (15. Juni) bringt bei seinem Gastspiel zwei spannende zeitgenössische Choreografien zu Live-Musik mit nach Ludwigsburg: In »Pacific« kommt die unverwechselbare Handschrift des Amerikaners Mark Morris zum Ausdruck, während Martin Schläpfer die »44 Duos« Béla Bartóks zur Grundlage seiner neuesten Choreografie macht.

Steven Prengels, der durch seine Zusammenarbeit mit Alain Platel und Les ballets C de la B dem Ludwigsburger Festspielpublikum bereits vertraut ist, kommt in der Saison 2019 mit einer eigenen Produktion ins Schlosstheater. In dem atmosphärischen Stück »Berg« (4./5. Juli), basierend auf Motiven aus Thomas Manns »Zauberberg«, gehen vier Darsteller zu Musik von Wagner, Prengels und Rammstein in der Abgeschiedenheit der Alpen auf Sinnsuche. Eine Koproduktion der Ludwigsburger Schlossfestspiele mit NTGent und C-Takt, unterstützt von Les ballets C de la B und der Toneelacademie Maastricht

KAMMERMUSIK UND MEHR
Den Facettenreichtum der Ludwigsburger Schlossfestspiele beweist das vielfältige Konzertprogramm im Ordenssaal und im Forum am Schlosspark mit erstklassigen Interpreten. Jazz-Pianist Fred Hersch (12. Mai) lässt die Standards aus dem Great American Songbook in neuen Farben schillern und ergänzt sie mit eigenen Kompositionen. Im Rahmen der Schlossfestspiele gibt der »Impressionist am Klavier« sein einziges Deutschlandkonzert 2019. Das Mutter-Sohn-Duo Viktoria Mullova und Misha Mullov-Abbado (16. Mai) vereint unter dem Titel »Music we love« traditionelle Musik aus Brasilien und Israel sowie eigene Kompositionen und Bearbeitungen von Bach, Vivaldi und Schumann für Violine und Kontrabass. Die Geigerin Isabelle Faust (26. Mai) widmet sich gemeinsam mit dem Kammerorchester Basel bei ihrem Konzert in Kooperation mit dem Forum am Schlosspark Robert Schumanns letztem Violinkonzert sowie Werken von Franz Schubert. Zwei Interpreten der Spitzenklasse bringen Kammermusik in der kommenden Saison auf die große Bühne: Gautier Capuçon und Jean-Yves Thibaudet (7. Juni) können bei ihrem Konzert im Forum zum ersten Mal gemeinsam in Ludwigsburg erlebt werden und schlagen mit Kompositionen von Debussy, Brahms und Rachmaninow einen musikalischen Bogen von der Romantik bis hin zur Moderne. Eine musikalische Märchenreise versprechen das Alliage Quintett und Sabine Meyer (7. Juli), die mit der außergewöhnlichen Besetzung von vier Saxofonen, Klavier und Soloklarinette unter anderem Werke von Borodin, Strawinsky und Bernstein interpretieren

BEI STIMME
Philippe Herreweghe und das Collegium Vocale Gent (11. Mai) widmen sich beim Konzert in der Evangelischen Stadtkirche mit einem Querschnitt durch die acht Madrigalbücher dem beeindruckenden und ergreifenden Vokalwerk Claudio Monteverdis. Das romantische Lied steht im Zentrum des Konzertes von Christiane Karg, Antoine Tamestit und Malcolm Martineau (29. Juni), die Werke von Franz Schubert, Hugo Wolf und Charles Martin Loeffler interpretieren. Den Liedern des charismatischen Komponisten Hanns Eisler hingegen spüren Bariton Holger Falk und Pianist Steffen Schleiermacher im Rahmen des unkonventionellen Liederabends »Hanns Eisler: Ein deutsches Leben in Liedern« (10. Juli) nach. Das Konzert ist eine Kooperation mit der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart.

Mehr Infos und Vorverkauf unter www.schlossfestspiele.de

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