1. Circusspektakel Ludwigsburg: ganz im Zeichen von China

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1. Circusspektakel Ludwigsburg: ganz im Zeichen von China: Meisterakrobaten, Magier und Mythen aus dem Reich der Mitte

In diesem Jahr präsentieren die Eventstifter GmbH und die MHP Arena Ludwigsburg erstmals das Ludwigsburger Circus Spektakel und beeindrucken mit einem Spitzenprogramm aus Fernost.

Auf 30 erfolgreiche Jahre können die legendären Produktionen des Chinesischen Nationalcircus 2019 bereits zurückblicken. Jetzt feiern die Spitzenartisten aus dem Reich der Mitte dieses Jubiläum mit einer festlichen Gala Inszenierung. Fernöstlich und furios, familiär und fröhlich geht es zu, wenn die über 30 Mitwirkenden ihr Programm für die ganze Familie zeigen. Bekannt für ihre artistischen Spitzenleistungen sind die chinesischen Meisterakrobaten ohnehin. Nach Ludwigsburg bringen sie aber neben den atemberaubenden Kunststücken auch exotische Kostüme, farbenfrohe Fabelwesen und zauberhafte Stimmung wie aus dem asiatischen Märchenbuch mit. Das Gastspiel in der MHP Arena Ludwigsburg zeigt vom 04. bis 06. Januar 2019 insgesamt fünf Vorstellungen. Tickets gibt es ab sofort im Vorverkauf an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder online unter www.ticket.eventstifter.de, www.eventim.de und www.easyticket.de.

Plakat Chinesischer Nationalcircus beim 1. Ludwigsburger Circus Spektakel


Das Ludwigsburger Publikum kann sich verzaubern lassen von Meisterakrobaten, Magiern und Mythen aus dem Reich der Mitte, Drachentanz wie auch ein Defilee der schönsten Kostüme erleben. Denn für Körperkunst auf höchstem Niveau und für die Darbietung der anspruchsvollsten Schwierigkeitsgrade steht seit jeher der chinesische Circus. Der Chinesische Nationalcircus erfährt seit seiner fulminanten Weltpremiere große Wertschätzung bei seinem Publikum. Der großartige Wiener Universalkünstler André Heller schuf mit diesem ebenso poetischen wie auch leistungsstarken Zeugnis der jahrtausendealten fernöstlichen Köperkunst ein einzigartiges Unterhaltungsformat. Seit vielen Jahren wird das Projekt vom Kulturmanager und Clown Raoul Schoregge weitergeführt, der seit der Jahrtausendwende damit zahlreiche unterschiedliche neue Programme auf die Bühnen und in die Manegen brachte.

Die Grenzen menschlicher Anatomie überwinden
Im Jahr 1989 feierte der Chinesische Nationalcircus in Deutschland seine Weltpremiere und zog schon damals viele begeisterte Besucher an, die die Leistungen der Meisterkünstler mit frenetischem Beifall belohnten. Kein Wunder: die wohl besten Artisten der Welt trotzen hier schier unbeschwert den Gesetzen der Schwerkraft und überwinden die Grenzen menschlicher Anatomie. So gelingt es ihnen, sowohl ureigene Besonderheiten der chinesischen Kultur zu zeigen, als auch die spannenden Begegnungen mit der Fülle fremder Einflüsse szenisch darzustellen. Das soll nun zum Jubiläum beim Gastspiel des Ludwigsburger Circus Spektakels nicht anders sein. Chinas beste Akrobatiktalente beeindrucken durch die gelebte Einheit von Körper, Geist und Seele.

Seit drei Jahrzehnten erzählen die Akrobaten den Besuchern Geschichten aus und über ihr Land, über die Helden Chinas, die Spiritualität und Mentalität des Volkes. Sie gewähren den Zuschauern einen Einblick in die geheimnisvolle und faszinierende Kultur des fernen Landes. Die fernöstliche Artistik geht dabei auf eine über 2000-jährige Geschichte zurück, was auch die einzigartige, technisch und künstlerisch perfekt ausgeführte Akrobatik der Künstler zeigt. Die Leichtigkeit bei der Ausführung schwieriger Kunststücke, das scheinbare Außerkrafttreten physikalischer Grundgesetze – all das führt den Besucher in eine neue, kunstvolle und auch magische Welt des Möglichen ein.

Im Mittelpunkt des farbenprächtigen Geschehens in der MHP Arena stehen mehr als 30 Meister und Meisterinnen ihres Faches, eine Künstlerschar aus verschiedenen chinesischen Provinzen, die hier zur Neujahrszeit Hochleistung schier federleicht präsentiert. Neben klassischen Disziplinen wie waghalsigen Pyramiden, mutigen Balancen, pfeilschnellen Jonglagen, amüsanten Clownerien und unglaublichen Kontorsionen sind es vor allem die verspielten Fantasiefiguren und aufwändigen Kostüme, die der Inszenierung ein sympathisches Gesicht verleihen. Hier wird zum Löwentanz gebeten, da marschiert eine ganze „Terrakotta-Armee“ auf, die große Mauer öffnet sich…

Vorstellungen: 4. – 6. Januar 2019 täglich um 15.30 Uhr und 19.30 Uhr. Keine Nachmittagsvorstellung am 4. Januar 2019.
Adresse: MHP Arena Ludwigsburg, Schwieberdinger Str. 30, 71636 Ludwigsburg

DIE CHINESISCHE CIRCUSKULTUR – KARMA, KUNST & KÖNNEN
Die chinesische Akrobatik kann inzwischen auf eine über 2000-jährige Geschichte zurückblicken. Zaij nennen die Chinesen diese Kunst der Akrobaten, deren Ursprünge sich auf drei wesentliche Wurzeln zurückführen lassen: Eine führt sicherlich in den religiös philosophischen Bereich, also in die Spiritualität Chinas, die wir basierend auf den Buddhismus, den Konfuzianismus und den Taoismus im Reich der Mitte finden. Die exzellente Darstellung der angestrebten Einheit von Körper, Geist und Seele durch die Akrobaten machen diese Kunstform zu einem idealen Medium hierfür. Und noch heute muten die unglaublichen Leistungen, die auf der Bühne gezeigt werden, ja schon mehr einem Wunder oder einer Erscheinung an als einem von Menschen vollbrachten Werk.

Der zweite Strang führt uns in die Welt des Krieges und der Soldaten. Wie schon so häufig in der Menschheitsgeschichte trifft es auch hier zu, dass der Vater vieler Dinge der Krieg ist. So benutzten die chinesischen Feldherren schon in grauer Vorzeit bei ihren gigantischen Heeresaufmärschen eine Art Vorhut, die aus Akrobaten bestand. Die Aufgabe dieser bestand darin, durch eine virtuose Präsentation spektakulärer Sprünge, Menschenpyramiden, Handstände und Salti den Gegner einzuschüchtern. Aber den wohl wichtigsten und bis heute offensichtlichsten Ursprung finden wir im Teehaus. Die Stellung dieses seit jeher in China gesellschaftlich so wichtigen Ortes, an dem Kontakte geknüpft, Zukunftspläne besprochen und Entscheidungen getroffen werden, hat sich im Laufe der Zeit kaum verändert und nichts an seiner Wichtigkeit verloren. Auch wenn es heute Hotel-Lobbies, Cafés oder Restaurants sind, die Chinesen schmieden Pläne beim Essen und Trinken. Und wie es so ist, da wo Menschen sich treffen, essen, trinken und unterhalten, dort ist das Entertainment nicht weit. Zur Unterhaltung entwickelte sich eine inzwischen ausgefeilte Kunst, die „Normalsterbliche“ mit offenen Mündern und ohne Worte zurücklässt. Dem engen Raum und somit begrenzten Mitteln folgend, wurde gezeigt, wozu der menschliche Körper im Stande ist. Einfachste Alltagsgegenstände, die im Teehaus vorhanden waren, Tassen, Teller, Stühle, Tische, Gläser, Töpfe, einfach alles was greifbar war, wurde dabei zum unterstützenden Requisit. Dieses wurde jongliert, balanciert und in die Luft gewirbelt, um dann nicht etwa wieder mit den Händen gefangen zu werden. Nein, dafür kamen dann die Füße oder der Kopf zum Einsatz. Egal ob Körperteil oder Requisit, diese akrobatische Zweckentfremdung wurde zum wesentlichen Bestandteil der chinesischen Akrobatik.

Bis zum heutigen Tage fasziniert die außergewöhnliche Circuskunst aus China durch den Menschen und das, was der Mensch mit seinem Körper fähig ist zu tun. Und genau das ist es auch, was diese außergewöhnliche Kunstform 2000 Jahre hat überdauern lassen und auch im dritten Jahrtausend ihres Bestehens immer noch ein Publikumsmagnet sein lässt. Atemberaubende Kunststücke, nur mit dem Körper und uns Zuschauern ebenfalls bekannten Alltagsrequisiten von – zumindest dem ersten Anschein nach – normalen Menschen dargeboten, hinterließ und hinterlässt Staunen, reines Staunen – und das schon seit Hunderten von Generationen im Orient und auch nun im Oxident.

Wissen, Motivation und Vision, das sind die Kräfte, die bewirken, dass eine Show des Chinesischen Nationalcircus mehr ist als nur die Summe der einzelnen Teile, mehr als die raffinierte Darbietung artistischer Kunststücke, von den tüchtigen Akrobaten wie von auswechselbaren Zirkus-Soldaten vorgeführt. So verwundert es nicht, dass der Chinesische Nationalcircus als Nummer 1 im Kulturaustausch gehandelt wird und offizieller Bestandteil des China-Kulturjahres 2012 war. Raoul Schoregge als Produzent, aber auch als „Vater“ von Projekt und Künstlerschar, möchte sich deshalb verstanden wissen als Mittler zwischen den Kulturen und den Chinesischen Nationalcircus als Brücke zwischen den Menschen.

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