Musik-Streaming: Eine digitale Plattform verändert den Alltag

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Musik-Streaming: Eine digitale Plattform verändert den Alltag

■ Am 7. Oktober 2008 startete Spotify
■ Heute streamt jeder zweite Internetnutzer Musik
■ Achim Berg: Deutsche Unternehmen müssen in der Plattformökonomie mutiger werden

CD-Stapel neben der Stereoanlage? Gerade Jüngere kennen das allenfalls aus Filmen oder den Erzählungen ihrer Eltern. Musik kommt für sie aus dem Smartphone, per Streaming können sie unter Millionen Titeln zum monatlichen Festpreis wählen. Jeder zweite Internetnutzer (50 Prozent) streamt derzeit Musik, unter den 14- bis 29-Jährigen sind es sogar zwei Drittel (63 Prozent). Vor gerade einmal fünf Jahren war Musikstreaming dagegen noch eine Randerscheinung, erst 9 Prozent der Internetnutzer verwendeten entsprechende Angebote. Einen entscheidenden Anteil an diesem rasanten Aufstieg hat die schwedische Musikstreaming-Plattform Spotify. Sie ist vor zehn Jahren, am 7. Oktober 2008, gestartet und seit Anfang 2018 an der Börse notiert. „Spotify hat gezeigt, dass sich auch von Europa aus die weltweiten Digitalmärkte erobern lassen. Auch wir in Europa können digital“, sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. „So wie sich die Art und Weise, wie viele Menschen Musik hören, grundsätzlich verändert hat, verändern digitale Plattformen wie Spotify unseren Alltag und schaffen gleichzeitig völlig neue Geschäftsmodelle.“

Bislang tun sich deutsche Unternehmen in der digitalen Plattformökonomie noch schwer. Nur jeder zweite Vorstand oder Geschäftsführer (49 Prozent) in Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten hat von dem Begriff überhaupt schon einmal gehört. Nicht einmal jeder achte von ihnen (12 Prozent) gibt aktuell an, selbst eine digitale Plattform zu betreiben. Berg: „Wenn sich auch ein analoges Geschäft wie der Verkauf von Tonträgern erfolgreich digitalisieren lässt, sollten auch deutsche Unternehmen den Mut fassen und alle Möglichkeiten ausloten, solche Plattformen selbst aufzubauen oder wenigstens zu nutzen. Das Geschäft von morgen ist ausschließlich digital.“

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben sind zwei repräsentative Umfragen, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden zum einen 1.007 Personen ab 14 Jahren telefonisch befragt. Die Fragestellung lautete: „Welche der folgenden Möglichkeiten nutzen Sie zumindest hin und wieder, um Musik zu hören bzw. Musik zu streamen?“ Zum anderen wurden Geschäftsführer und Vorstände von 604 Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten in Deutschland telefonisch befragt. Die Fragestellung lautete: „Haben Sie schon von digitalen Plattformen gehört?“ und „Inwiefern sind digitale Plattformen für ihr Unternehmen relevant?“

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