Prähistorische Pfahlbauten in der Vierländerregion Bodensee

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Prähistorische Pfahlbauten in der Vierländerregion Bodensee: Neue Themenseite rückt UNESCO-Welterbe in den Fokus

Nur das Wertvollste, was Mensch und Natur uns hinterlassen haben, kann UNESCO-Welterbe werden. Die Prähistorischen Pfahlbauten um die Alpen genießen dieses Privileg und wurden 2011 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Zahlreiche der prähistorischen Fundstellen liegen rund um den Bodensee und in Oberschwaben. Die neue Themenseite, www.pfahlbauten-bodensee.eu, stellt die Fundstätten ganzheitlich dar, präsentiert zugehörige Museen und liefert manch unerwartete Erkenntnis vom Seegrund und aus dem Moor. Die länderübergreifende Aufbereitung dieser Thematik entstand in Zusammenarbeit von der Internationalen Bodensee Tourismus GmbH (IBT GmbH) und der Projektgruppe „Welterbe Pfahlbauten“ der Internationalen Bodensee Konferenz.

Die Pfahlbauten werden unmittelbar mit dem Bodensee verbunden. Doch weit weniger bekannt ist, dass insgesamt 111 Fundstellen um die Alpen, rund 30 davon in der Bodenseeregion, zum UNESCO Weltkulturerbe zählen. Oder, dass dieses Erbe, geschützt durch eine meterdicke Schlamm- und Schlickschicht, unsichtbar unter der Wasseroberfläche liegt. „Die neue online-Präsenz informiert über diese archäologische Sensation und macht deutlich, wie das Weltkulturerbe rund um den Bodensee erlebt und geschützt werden kann“, so Jürgen Ammann (Geschäftsführer der IBT GmbH).

Pfahlbau (Nachbau 2016) in Öhningen Wangen am Bodensee

Neben den Fundstellen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz präsentiert die neue Themenseite zudem Museen und Ausstellungen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das verborgene Weltkulturerbe sichtbar zu machen. So wird im Archäologischen Landesmuseum in Konstanz eine Pfahlbau Rekonstruktion gemeinsam mit Funden ausgestellt, die vor Horn auf der Halbinsel Höri gemacht wurden. Die archäologischen Museen von Frauenfeld und Arbon besitzen ebenfalls aussagekräftige Fundstücke und stellen sie in einen großen geschichtlichen Zusammenhang. Eines der bedeutsamsten Museen der Region ist das Federseemuseum in Bad Buchau. Neben einer Ausstellung mit Originalfunden zeigt das Museum auch 12 rekonstruierte Häuser der Stein- und Bronzezeit. Mit zahlreichen Originalfunden sowie 23 rekonstruierten Häusern, interaktivem Steinzeitparcours und einem Pfahlbaukino ist das Pfahlbaumuseum in Unteruhldingen das wohl bekannteste und größte archäologische Freilichtmuseum Deutschlands. Zusätzlich haben viele örtliche Museen am See ihre eigene kleine archäologische Sammlung.

Kulturelle Höhepunkte sind am Bodensee keine Seltenheit. Neben den Prähistorischen Pfahlbauten im Alpenraum befinden sich noch zwei weitere in der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Die Klosterinsel Reichenau und der Stiftsbezirk in St.Gallen gelten als Keimzellen der europäischen Zivilisation und wurden im Jahr 2000 bzw. 1983 ausgezeichnet.

Alles rund um die Prähistorischen Pfahlbauten in der Vierländerregion Bodensee gibt es hier: www.pfahlbauten-bodensee.eu

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