Französische Wochen 2018 (10.10.-21.10.2018) – Höhepunkte

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Französische Wochen 2018 (10.10.-21.10.2018) – Höhepunkte

Gedanken über „Fraternité“ bei den 18. Französischen Wochen vom 10. bis 21. Oktober 2018 im Großraum Stuttgart

Grafik: Veranstalter


Nach einer einjährigen Pause sind die Französischen Wochen bunter als zuvor zurück: Zum 18. Mal bieten die Französischen Wochen im Großraum Stuttgart nicht nur Frankophilen, sondern allen Kulturliebhabern eine Vielzahl an Kulturveranstaltungen mit Ausstellungen, Konzerten, Kinovorstellungen und Lesungen im deutsch-französischen Kontext. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf den beiden Nachbarländern, sondern insbesondere auf der Verständigung der verschiedenen Nationen.

Vom 10. bis zum 21. Oktober 2018 koordiniert das Institut français Stuttgart mehr als 70 Projekte bei über 50 Veranstaltern in der Landeshauptstadt und weiteren, die in der umliegenden Region zum kulturellen Leben beitragen. Alle Kulturinteressierten sind herzlich eingeladen, diese unterhaltsamen, geistreichen und künstlerischen Momente in deutscher wie in französischer Sprache zu erleben und zu teilen.

Zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands von 1918 nach dem Ersten Weltkrieg liegt der Schwerpunkt des diesjährigen Festivals auf dem Thema „Brüderlichkeit / Fraternité“. Das Leben nach dem Krieg war geprägt von Verlust, von traumatischen Erinnerungen, vom Leben in Trümmern, von Nahrungsmittelknappheit, von Aufbau und Neuanfang. Während die Reparationsforderungen des Versailler Vertrages auf politischer Ebene viele wirtschaftliche und soziale Probleme mit sich brachten, gab es auf der anderen Seite trotz nationalistischer Strömungen auch die starke Hoffnung auf dauerhaften Frieden und Stabilität, die der 1920 gegründete Völkerbund versprechen sollte.

Die Frage danach, wie Menschen und Nationen ihre persönlichen wie politischen Ressentiments überwinden können, stellt sich auch 2018 immer wieder aufs Neue. Angesichts dieser Aktualität wollen die Französischen Wochen mit dem Schwerpunkt „Brüderlichkeit / Fraternité“ eine Brücke zur Verständigung und Verbundenheit der Kulturen schlagen. Ob musikalisch, theatralisch, literarisch oder diskursiv – die zahlreichen Veranstaltungen nähern sich dem Begriff auf unterschiedliche Weise und fragen: Wie kann der deutsch-französische Dialog zur Solidarität in Europa und der Welt beitragen?

Alle Informationen zu den Veranstaltungen und Veranstaltungsorten finden Sie auch online unter www.franzoesischewochen.de

Die Auftaktveranstaltung: Aime (M) comme Mémoire – Coups de Vents (F) trifft auf Serenata (D)
Zum Auftaktabend des Festivals trifft das Bläserensemble Coups de Vents unter der Leitung seines Gründungsdirektors Philippe Langlet aus dem Département Pas-de-Calais (Frankreich) auf das junge Ensemble Serenata der Musikschule Stuttgart (Deutschland) unter der Leitung von Oliver Hasenzahl. Der Violoncellist Fabrice Bihan und die Sopranistin Virginie Seynave setzen mit ihrer ganz eigenen Klangfarbe ein kontrastreiches Glanzlicht auf die Stimmen der reinen Bläserensembles. Das Programm umfasst Stücke zum Thema Frieden von deutschen und französischen Komponisten, die meist Zeitzeugen des Ersten Weltkriegs waren und eine Hommage an Claude Debussy.
(Auftaktveranstaltung: 10.10., Theaterhaus Stuttgart, Siemensstr. 11, 70469 Stuttgart, 19.30 Uhr, Eintritt: 17 € / 13 € / Schüler 6 €)

Thema „Fraternité / Brüderlichkeit“ zu 100 Jahren Kriegsende
Folgende Veranstaltungen widmen sich speziell dem diesjährigen Schwerpunkt: Für die Doppelausstellung „1918: zwischen Weltkrieg und Revolution“ präsentiert die Württembergische Landesbibliothek unter dem Titel „1918: Ein Entscheidungsjahr für Deutschland“ einen Überblick zu den Voraussetzungen, Stimmungen, Wendepunkten und Folgen dieses ereignisvollen Jahres im Deutschen Reich – parallel dazu beleuchtet das Institut français mit der Ausstellung „1918: Neubeginn in Stuttgart und Straßburg“ die unterschiedlichen Ausformungen von Niederlage und Revolution auf beiden Seiten des Rheins.
Während sich die Inszenierung „Carnet de Poilu“ und die Lesung „Deutsch-Französischer Salon – Es war vor hundert Jahren – Nouvelles du front (1914-1918)“ jeweils durch Soldatenbriefe direkt den Geschehnissen von der Front widmen, beleuchten die Podiumsdiskussionen mit Prof. Krumeich und Prof. Soutou anlässlich der Ausstellungseröffnung in der Landesbibliothek, sowie jene unter dem Titel „Revolution unter ungleichen Bedingungen“ die unmittelbaren Nachkriegsjahre. Mehrere Filme wie François Ozons „Frantz“ oder Jean-Pierre Jeunets „Mathilde“ thematisieren das Leben im Krieg.
(Vernissagen: 11.10., 16.30 Uhr im Institut français Stuttgart, Schloßstr. 51, 70174 Stuttgart und 20 Uhr in der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart, Konrad-Adenauer-Str. 8, 70173 Stuttgart (Mitte), Eintritt frei, Dt.)

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