Theaterhaus Schauspielproduktion “7 Minuten” nominiert für Monica Bleibtreu Preis 2018

#theaterhaus #Stuttgart

Erneut ist eine Theaterhaus Schauspielproduktion für den Monica Bleibtreu Preis in der Kategorie (Zeitgenössisches) Drama nominiert. In „7 Minuten“ setzt der italienische Autor Stefano Massini der europäischen Arbeitswelt die Pistole auf die Brust: seine elf Protagonistinnen stehen stellvertretend für eine Welt, in der Profitdenken und Ausbeutung an der Tagesordnung sind.

Mit der Produktion „7 Minuten“ ist das Theaterhaus Stuttgart nach 2015 (Ich werde nicht hassen) und (Haydi) jetzt zum dritten Mal für den für den Monica Bleibtreu Preis der bundesweiten Privattheatertage nominiert.

„7 Minuten“ vom Theaterhaus Stuttgart konkurriert in der Kategorie (Zeitgenössisches) Drama mit „Enigma“ vom Theater an der Angel Magdeburg, „Walking Large“ vom Ballhaus Naunynstrasse, Berlin und „Ghetto“ vom Wolfgang Borchert Theater, Münster.

Die Privattheatertage werden von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert. Sie sollen auf die Bereicherung der Theaterlandschaft durch die künstlerische Vielfalt der 280 deutschen Privatbühnen aufmerksam machen. Vom 19. Juni bis 1. Juli 2018 werden zwölf nominierte Theaterstücke in Hamburg aufgeführt, aus denen eine unabhängige Festival-Jury die Gewinner die Monica Bleibtreu Preise in den Kategorien (Moderne) Klassiker, Komödie und (Zeitgenössisches) Drama auswählt. Der undotierte Preis wird im Rahmen der feierlichen Abschlussgala am 1. Juli 2018 vergeben. Die Festivalbesucher haben zudem die Gelegenheit, eine Theaterproduktion mit dem Publikumspreis zu würdigen.

„Privattheater sind eine wichtige Säule in unserer Theaterlandschaft, sie leisten auch durch vielfältiges Programm, Modernität und Leidenschaft einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Die Privattheatertage wollen den Blick auf die vielseitige deutsche Privattheaterlandschaft schärfen und sind inzwischen zu einem wichtigen „Get-together” für die bundesdeutsche Privattheaterszene geworden.” (Axel Schneider, Initiator der Privattheatertage)

THEATERHAUS SCHAUSPIEL
Premiere 21. Februar 2018

7 Minuten von Stefano Massini. Deutsch von Sabine Heymann

Was sind schon sieben Minuten? Wenn kümmert es, wenn in einem Betrieb die Pause ersatzlos gekürzt wird? Solange der eigene Job nicht gefährdet ist?

Eine Textilfabrik wurde verkauft. Die neuen Besitzer verlangen eine Pausenzeitverkürzung von sieben Minuten. Der Betriebsrat bestehend aus elf Frauen muss nun darüber abstimmen. Und gerät sich schnell in die Haare: geht es um den Einstieg in noch mehr Kürzungen oder bleibt es bei den sieben Minuten? Wie viele Zugeständnisse sind die Frauen bereit zu machen, um ihren Arbeitsplatz zu behalten? Wer wird mit seiner Meinung die Mehrheit hinter sich haben: die langjährige Betriebsrätin Blanca, die den neuen Besitzern misstraut oder diejenigen, die die Sicherheit des Jobs bevorzugen? Der Zuschauer verfolgt eine beängstigend gegenwärtige Debatte über soziale Gerechtigkeit, über die Tücken des Kapitalismus und über die Pflicht, Haltung zu zeigen.

Nach dem Vorbild der „12 Geschworenen“ entwickelt der italienische Autor Stefano Massini in „7 Minuten“ eine rasante Dynamik der Entscheidungsfindung. Neben den Theaterhaus-Schauspielerinnen Larissa Ivleva, Katerina Papandreou und Katja Schmidt-Oehm präsentiert ein eigens hierfür gecastetes Ensemble bestehend aus Frauen aus zehn verschiedenen Ländern das brisante, hochaktuelle Stück in der Inszenierung von Theaterhaus-Chef Werner Schretzmeier.

„Dem Team um Werner Schretzmeier glückt mit „7 Minuten“ eine glaubwürdige und seelenvolle Parabel auf reale Zustände. Die Botschaft teilt sich dabei ganz ohne moralischen Impetus mit, werden doch die inneren Konflikte der Figuren deutlich und als echtes Dilemma begriffen.“
Julia Lutzeyer, Stuttgarter Zeitung 22.02.2018

Mit: Fermesk Mustafa Abdolrahman, Magda Agudelo Moreno, Dahab Borke, Àngels Capell, Eman Dwagy, Jeiny Cortés, Thuraya Sami Qashanna, Karmela Shako, Larissa Ivleva, Katerina Papandreou, Katja Schmidt-Oehm
sowie Stephan Moos & Yavuz Köroglu als Shadow 1 & 2

Regie: Werner Schretzmeier // Bühne/Kostüme: Gudrun Schretzmeier
Dramaturgie: Thomas Richhardt // Regieassistenz: Brigitte Luik, Lina Rieth
Lichtdesign: Martin Hartnagel // Bühnenbildassistenz: David Fitzgerald
Requisite: Beate Mergel, Johanna Kessler // Kostümassistenz: Christine Lange
Kostümanfertigung: Christine Lange, Kerry Rees, Aische Weber, Katja Holzwarth, Ahmad Edries // Bühnenbildbau: Marc Dobmaier, Denise Kalipciyan // Technik: Jens Fischinger, Gunnar Hälsig, Martin Hartnagel, Raphael Recordon, Joschka Hackl

Aufführungsrechte: Per H. Lauke Verlag, Hamburg
Mit freundlicher Unterstützung von Kästner GmbH & Co.KG

Gefördert durch den Innovationsfonds Kunst des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Die nächsten Vorstellungstermine: 3.+4. Mai 2018 // 7. + 8. Juni 2018
Mehr Infos unter www.theaterhaus.com

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