Bedeutende Bewässerung: Ein Vortrag über Wiesen, Kultur und Zeitzeugen in der Landschaft

#schwarzwald #Nationalpark #Natur

Prof. Werner Konold verrät am 16. März im Nationalparkzentrum Wissenswertes über alte Techniken

Fast überall auf den Bergwiesen rund um das Nationalparkgebiet sieht man noch Spuren der alten Wassergräben, die für die Wiesenwässerung angelegt wurden: „Die Bewässerung von Wiesen ist eine uralte Kulturtechnik, bei uns in Südwestdeutschland urkundlich belegt seit dem ausgehenden Hochmittelalter“, sagt der Freiburger Professor Werner Konold. Bei seinem Vortrag am 16. März im Nationalparkzentrum Ruhestein erläutert er, mit welchen Techniken die Menschen früher Wasser auf die Wiesen leiteten, um diese zu düngen und die Vegetationszeit zu verlängern.

Und mehr als das: „Die Bewässerung half auch, Wühlmäuse und Maulwürfe zu bekämpfen sowie Trockenphasen zu überstehen. Die Ertragssteigerungen waren teilweise erheblich“, verrät Konold. Wässerwiesen waren so begehrt, dass ihr Verkaufswert teilweise deutlich über dem von guten Äckern lag. Im Schwarzwald und in der Oberrheinebene war die Kulturtechnik sehr weit verbreitet. „In manchen Gemeinden wurden noch Anfang des 20. Jahrhunderts die allermeisten Wiesen bewässert, verbunden mit einem großen Aufwand für die Unterhaltung der Wasserverteilungsbauwerke, der Kanäle und Gräben“, berichtet Konold. Bei seinem Vortrag wird es auch um technische Zeitzeugen gehen, die bis heute von der Geschichte der Wassergräben erzählen. Seine Zuhörerinnen und Zuhörer werden außerdem erfahren, warum dieses auf ausgeklügelten Verabredungen beruhende System immer wieder für Streit sorgte, wovon die Redewendung „Jemandem das Wasser abgraben“ noch heute zeugt.

Dreisamtal bei Zarten. Foto © Werner Konold

Termin: Freitag, 16. März 2018, 19 – 21 Uhr
Treffpunkt: Nationalparkzentrum Ruhestein
Zielgruppe: Interessierte ab 8 Jahren
Kosten: 5 Euro
Anmeldung: erforderlich, unter www.schwarzwald-nationalpark.de/veranstaltungskalender oder im Nationalparkzentrum Ruhestein unter 07449 / 92 998 444;

Quelle:
Nationalpark Schwarzwald
www.schwarzwald-nationalpark.de

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