16. NaturVision Filmfestival in Ludwigsburg

#Filmfestival #Natur #Kino

Unter dem Motto „Inseln der Zukunft: Die Stadt und das Meer“ stellt das NaturVision Filmfestival die Auswirkungen unseres Alltagsverhaltens auf die Weltmeere in den Fokus.

Vom 13. bis 16. Juli 2017 beschäftigt sich das NaturVision Filmfestival im Central Theater und beim großen Open Air-Kino auf dem Arsenalplatz mit der Verletzlichkeit des komplexen Lebensraumes Meer – aber auch seiner Artenvielfalt und faszinierenden, schützenswerten Schönheit. Außergewöhnliche Filme führen dem Zuschauer offenkundige, aber auch verborgene Gefahren vor Augen und berichten über das besondere Engagement für den Schutz der Meere.

Foto © NaturVision + Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Delfine

Mit Filmen, die die Artenvielfalt und faszinierende Schönheit der Meere und Ozeane zeigen, will NaturVision für den Schutz dieses sensiblen Ökosystems werben. Kritische und investigative Dokumentationen führen dem Zuschauer offenkundige, aber auch verborgene Gefahren vor Augen. So beschäftigt sich „Schwarze Tränen der Meere“ mit den über 6000 Wracks aus dem 2. Weltkrieg, die auf dem Meeresgrund liegen und die Gefahr einer riesigen Ölpest in sich bergen. Die Dokumentationen „Die Karibik – Die Jäger“ und „Hannes Jaenicke: Im Einsatz für Delfine“ führen vor Augen, wie leicht das ökologische Gleichgewicht und die Biodiversität der Meere durch Eingriffe des Menschen gestört werden können.

Großes Kino und gesellschaftliches Umdenken – das 16. NaturVision Filmfestival

Ludwigsburg – Mit rund 130 Filmen zu Natur, Tier, Umwelt und Nachhaltigkeit begeistert NaturVision vom 13. – 16. Juli erneut seine Zuschauer im Central Theater und beim großen Open Air auf dem Arsenalplatz.

Filmprogramm 2017 – ein Querschnitt durch die Vielfalt des Natur- und Umweltfilms
Auch 2017 erwarten die Zuschauer des NaturVision Filmfestivals wieder große Natur- und Tierfilme, die mit unvergesslichen Filmbildern und spannend erzählten Geschichten überzeugen. Beim Blick in das Filmprogramm wird aber auch deutlich, dass viele Dokumentationen Brisantes wie die Gefährdung der Artenvielfalt, Klimawandel und die Ausbeutung von Ressourcen thematisieren. Investigative Formate klären auf und gehen Verbrechen an der Natur nach, kritische Dokumentationen appellieren an ein verändertes Verbraucherverhalten. Liebevoll gemachte Kinderfilme vermitteln Wissen und begeistern schon die Kleinsten für die Natur.

Wildlife, Artenvielfalt, Bionik – Staunen über die Wunder der Natur
Filigrane Architektur, die vom Flügel des Kartoffelkäfers inspiriert ist, Knochenimplantate aus verflüssigter Seide, Medikamente basierend auf dem entschlüsselten Immunsystem des Marienkäfers: „Insekten – Superhelden auf sechs Beinen“ (nominiert für den Deutschen Umwelt- und Nachhaltigkeitsfilmpreis) zeigt, was Insekten zu Siegern der Evolution macht und welches Potential die Erforschung dieser Tiere für uns Menschen birgt. Zum Staunen bringen auch immer wieder Filme über den Artenreichtum der Natur: Von über 4000 Arten ist in „Kinder der Sonne – Unsere Schmetterlinge“ die Rede, aber auch davon, welchen Gefährdungen diese einzigartige Vielfalt ausgesetzt ist. All diese großen Natur- und Wildlife Filme werben dafür, die Natur zu bewahren und zu schützen. Noch einen Schritt weiter gehen investigative Filme wie „Schüsse in der Wolfsheide“, in dem sich Festivalpate Andreas Hoppe zusammen mit Artenschützern auf die Suche nach den Verantwortlichen für Wolfstötungen in Deutschland macht. Hier verbinden sich der Wunsch nach Aufklärung und die Forderung nach einem humanen, versöhnlichen Umgang mit Natur und Tier.

Visionen leben – von der Notwendigkeit gesellschaftlichen Umdenkens
Neben der Aufklärung über Gefahren für die Umwelt stellen Natur- und Umweltfilme auch zunehmend das Engagement von einzelnen Menschen oder Gruppen in den Vordergrund. Die spannende Dokumentation „Von Bananenbäumen träumen“ begleitet beispielsweise die Bewohner eines Dorfes, die die leeren Gemeindekassen mit einer ungewöhnlichen Idee füllen wollen: Gülle soll die Energie für die Aufzucht von Welsen liefert – und für die Zucht von Bananenbäumen.

„Das Leben ist keine Generalprobe“ porträtiert den österreichischen Querdenker und Unternehmer Heini Staudinger, der mit seiner Waldviertler Schuhfabrik und neuen Visionen von Wirtschaft eine gerechtere Welt und ein einfaches, aber gutes Leben verwirklichen will. Und auch „Code of Survival – die Geschichte vom Ende der Gentechnik“ führt vor Augen, dass gerade die Zukunft der Landwirtschaft nicht in Gewinnmaximierung, sondern im achtsamen Umgang mit der Natur liegt.

„Unser Filmprogramm will für die Natur begeistern und kritisch informieren. Wir freuen uns, wenn die Zuschauer staunen und neue Eindrücke mitnehmen. Wir wollen mit unserem Programm aber auch zeigen, dass ein gesamtgesellschaftliches Umdenken notwendig ist, um neue Wege in Sachen Umwelt und Nachhaltigkeit zu gehen – das fängt beim bewussten Konsum an und endet bei einer Wirtschaft, die Verantwortung übernimmt“, betont Festivalleiter Ralph Thoms.

Mehr Infos unter www.natur-vision.de

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Eine Antwort zu 16. NaturVision Filmfestival in Ludwigsburg

  1. Preise in 11 Kategorien beim 16. NaturVision Filmwettbewerb vergeben

    Ludwigsburg: Am Samstagabend wurden bei der feierlichen Preisverleihung im Großen Haus des Central Theaters Ludwigsburg, unterstützt von Discovery Channel, in elf Kategorien die Gewinner ausgezeichnet. Dank engagierter Preisstifter konnte das Festival erstmals Preisgelder in Höhe von insgesamt 46.000 Euro vergeben. Durch die Veranstaltung, die von der Caligari Band musikalisch umrahmt wurde, führte Moderatorin Dilek Seytan.

    „Die Stadt und das Meer“ lautete das Sonderthema des 16. NaturVision Filmfestivals. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellte im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2016*17 Meere und Ozeane einen Sonderpreis zur Verfügung, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Die inhaltliche Bandbreite an Filmen, die sich um diesen Preis bewarben, steht exemplarisch für die Vielfalt des gesamten NaturVision Filmwettbewerbs: Großartige Natur- und Tierfilme bringen die Schönheit unseres Planeten auf die große Leinwand, kritische Umweltreportagen thematisieren die problematischen Spuren unseres Alltagsverhaltens auf die Natur oder machen auf brisante Umwelthemen aufmerksam. So deckt die Reportage Schwarze Tränen der Meere, die mit dem Sonderpreis Die Stadt und das Meer ausgezeichnet wurde, Zeitbomben auf, die unmittelbar vor unseren Küsten ticken: Schiffswracks, die im 2. Weltkrieg versenkt wurden und aus denen hochgiftiges Schweröl austritt. Seit vielen Jahren hat das Thema Biodiversität bei NaturVision einen wichtigen Stellenwert. Der Film Natura Urbana – die Brachen von Berlin nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise durch den botanischen Kosmos von Berlin und gibt auf diese Weise nicht nur ein Zeugnis von der Artenvielfalt der Stadt – er erzählt anhand der Pflanzen auch vieles über die Nachkriegsgeschichte der Hauptstadt. Richard Hahn von der Firma Hahn + Kolb Werkzeuge GmbH, die den Deutschen Filmpreis Biodiversität mit 10.000 Euro unterstützt, übergab den Preis persönlich an Regisseur Matthew Gandy. Der Deutsche Wildlife Filmpreis, dotiert mit 10.000 Euro, die zu gleichen Teilen von der Stadt Ludwigsburg und dem Central Theater Ludwigburg gestiftet wurden, ging an den Film Äthiopien – Im Hochland der Wölfe. Die Jury hob besonders hervor, dass das Filmteam aus einer ungeplanten Situation – die Wölfin, die im Mittelpunkt des Films stand, starb plötzlich – eine großartige Story entwickelt hat. Small People – Big Trees hat ebenfalls eine Geschichte, die den Zuschauer sehr berührt. Den Kern des Films bildet ein Vater-Sohn-Konflikt bei den Baka Pygmäen, einem der ältesten Völker Afrikas. Regisseur Vadim Vitovtsev gelingt es an diesem Beispiel und mit der Kraft von eindrücklichen Bildern und O-Tönen eine Lebensgemeinschaft im Umbruch auf sehr authentische Weise darzustellen. Er wird dafür mit dem Preis NaturVision Beste Story ausgezeichnet. Über gleich zwei Preise durfte sich das Team von Insekten – Superhelden auf sechs Beinen freuen. Die Dokumentation stellt Wissenschaftler vor, die die Biologie oder das Sozialverhalten von Insekten studieren, um damit Probleme der Menschheit zu lösen. Ein – wie es in der Jurybegründung für den Deutschen Umwelt- und Nachhaltigkeitsfilmpreis heißt – „unterhaltsames, informatives und anregendes Stück Wissenschaftsjournalismus“. Der ebenfalls mit 10.000 Euro dotierte Preis wurde vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft zu Verfügung gestellt und von Ministerialdirektor Helmfried Meinel überreicht. Die Jugendjury – die zum dritten Mal aus Mitgliedern der „Jugendinitiative Baden-Württemberg“ bestand – fand, dass gerade dieser Film „Natur und Umwelt spannend und unterhaltsam an die junge Generation vermittelt“ und bedachte ihn mit dem Preis der Jugendjury, für den ebenfalls das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg 2.000.- Euro stiftet.

    Für den NaturVision Kinderfilmpreis wurde in diesem Jahr erstmals eine eigene Kinderjury ins Leben gerufen. Die vier Kinder im Alter von acht bis elf Jahren wählten Anna und die wilden Tiere – Das Tannenzapfentier zu ihrem Favoriten und kamen alle auf die Bühne, um ihre eigenständig formulierte Jurybegründung vorzutragen. Mit Makroaufnahmen in Zeitlupe und Kamerafahrten im Zeitraffer rücken die Naturfilmer Jan und Melanie Haft in Biene Majas wilde Schwestern seltene Wildbienenarten ins Licht und erhalten für diese fantastische Arbeit den NaturVision Kamerapreis.

    Der Film Hundesoldaten folgt über Monate hinweg der Ausbildung von Diensthunden, die mit „ihrem“ Soldaten in Kriegseinsätze gehen werden. Für den sensiblen Film, der tiefe Einblicke in die ambivalente Beziehung Mensch – Tier – Natur gibt, wurde Regisseurin Lena Leonhardt mit dem NaturVision Newcomerfilmpreis ausgezeichnet, für den dieUmweltDruckerei 1.000 Euro gestiftet hat. Ein tragendes Element im Naturfilm ist die Musik. Den NaturVision Filmmusikpreis erhielten in diesem Jahr Peter Rusko und Marton Szekely für ihre Musik in Budapest Inferno – Das Geheimnis der Molnár János Höhle. Als „vielleicht schönsten Film des Festivals“, der sich aber nur schwer einer der vorgegebenen Kategorien zuordnen ließ, beschrieb die Hauptjury Inseln wie im Paradies: Die Herrschaft der Sonne und ehrte diese Dokumentation über das Ökosystem des tropischen Regenwaldes mit dem NaturVision Sonderpreis der Jury.