Museumsfest Keltischer Sonntag am 25. Juni 2017

#keltenmuseum #Hochdorf #fest

Keltischer Sonntag am 25. Juni 2017

Seit neun Jahren hat das Museumsjahr in Hochdorf einen sommerlichen Höhepunkt, den Keltischen Sonntag. Nächsten Sonntag, am 25. Juni 17 ist es wieder soweit. Die Gemeinde Eberdingen, der Förderverein Keltenmuseum Hochdorf e. V. und das Keltenmuseum Hochdorf/Enz haben wieder einmal gemeinsam für ein buntes Programm im und um das Museum gesorgt.

Dieses Jahr sind die Alamannen eingeladen! Die Gruppe „Alamanni“, die sehr eng mit dem Alamannenmuseum in Ellwangen kooperiert, vermittelt den Besuchern einen Einblick in die Lebenswelt des Frühmittelalters. In das Wohnhaus wird für diesen Tag ein Gefolgschaftsherr mit einer rekonstruierten Ausstattung des Leiergrabes von Trossingen Einzug halten. Seine Frau zeigt an Hand der Rekonstruktionen aus dem großen Gräberfeld von Lauchheim, dass sich alamannische Damen mit Seide und Goldschmuck durchaus standesgemäß zu präsentieren wussten. Die Handwerker im Gefolge führen u.a. vor, wie Pressblech hergestellt wurde. Mit dieser Technik stellte man nach der Christianisierung aus dünner Goldfolie sogenannte Goldblattkreuze her, die den Verstorbenen mit ins Grab gegeben wurden. Flüssiges Gold hingegen bereitet der Bierbrauer im Eisenkessel über offenem Feuer zu. Besucher, die ihn höflich bitten, lässt er vielleicht sogar von seinem Sud kosten!

Handwerkliche Holzbearbeitung und Brettchenweberei runden das Programm ab. Kinder können sich bei einer Mitmachaktion eine Stofftasche mit frühmittelalterlichen Motiven bemalen. Sowohl bei den Alamannen, also auch im Keltenmuseum gibt es den ganzen Tag über informative Führungen. Das bekannte Alamannenmuseum Ellwangen ist hier mit einem Stand vertreten.

Was wäre der Keltische Sonntag ohne den Förderverein Keltenmuseum Hochdorf e. V. ? Viele ehrenamtliche Helfer sorgen von 11.00 bis 18.00 Uhr im Festbereich außerhalb des Museumsgeländes für das leibliche Wohl der Besucher. Dort beginnt der Keltische Sonntag wie stets um 10.00 Uhr mit einem ökumenischen Morgengottesdienst.

Keltenmuseum Hochdorf/Enz
www.keltenmuseum.de

Alamannendarstellung. Foto: Heinritz

Alamannenmuseum Ellwangen: Archäologische Originalfunde
Neben zahlreichen archäologischen Originalfunden gibt es im Alamannenmuseum auch Inszenierungen zu verschiedenen alamannischen Lebenssituationen in Originalgröße, interaktive Medien mit Bildschirmen und bewegten Bildern sowie zahlreiche Ausstellungselemente zum Anfassen und Mitmachen. Auch der Museumsgarten mit der dahinterliegenden mittelalterlichen Nikolauskapelle ist in das Museumskonzept eingebunden, zum Beispiel mit einem rekonstruierten Getreidespeicher aus Lauchheim und einem Gemüsegarten der Alamannenzeit.

Im Erdgeschoss beginnt der von dem Archäologen Andreas Gut konzipierte Museumsrundgang mit einem teilrekonstruierten alamannischen Grubenhaus aus Lauchheim mit Webstuhl. Ein durchgehendes, nach oben bis unter das Dach geöffnetes Treppenhaus verbindet alle drei Ausstellungsebenen miteinander. Während im Erdgeschoss die frühe Alamannenzeit, die Zeit der Völkerwanderung, thematisiert wird, geht es in den oberen Stockwerken um die so genannte Merowingerzeit, als Alamannien ein fränkisches Herzogtum war. Zu den besonderen im Alamannenmuseum ausgestellten Funden gehören Goldblattkreuze aus dünner Goldfolie, die als die ersten christlichen Symbole in Süddeutschland zu werten sind, wie auch die so genannten Totenbäume (Baumsärge), die zum Teil mit doppelköpfigen Schlangen verziert sind. Abgerundet werden die Museumsaktivitäten durch laufende Sonderausstellungen, vielfältige museumspädagogische Angebote für Kinder wie für Erwachsene sowie durch Vortragsveranstaltungen und ähnliche Museumsprogramme. Nach dem Museumsbesuch lädt die Cafeteria und ein Museumsshop zum Verweilen ein.

Promotion