Mit der Nationalparkleitung unterwegs – Der Rothirsch im Nationalpark

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Mit der Nationalparkleitung unterwegs: Der Rothirsch im Nationalpark

Der Rothirsch steht am Freitag, den 12. Mai im Mittelpunkt, wenn Nationalparkleiter Dr. Wolfgang Schlund gemeinsam mit dem Wildtierexperten Friedrich Burghardt Nationalparkgäste in die Kernzone des Nationalparks begleitet. Während einer knapp 6 Kilometer langen Wanderung auf zum Teil steilen Wildpfaden berichten die beiden über den König der Wälder. Treffpunkt ist um 16 Uhr am Parkplatz in Herrenwies.

Denkt man an das Leben Wald, taucht in den Gedanken meist ganz automatisch auch das Bild eines Rothirschs mit einem mächtigen Geweih auf. Was viele jedoch nicht wissen: Unser größtes freilebendes Säugetier hat auf 96 Prozent der Landesfläche Baden-Württembergs kein Lebensrecht. Laut Gesetz darf das Tier nur auf knapp 4 Prozent unseres Landes, in den sogenannten Rotwildgebieten, leben. Verlässt ein Tier ein Rotwildgebiet, so muss es laut Gesetz getötet werden. Aber auch innerhalb dieser Gebiete wird es gejagt. Das größte Rotwildgebiet Baden-Württembergs liegt mit rund 115.000 Hektar im Nordschwarzwald. Der Nationalpark umfasst mit seinen 10.000 ​ Hektar weniger als 10 Prozent dieses Rotwildgebiets.

Rothirsch. Foto © Nationalpark Schwarzwald

Ziel der Nationalparkverwaltung ist es, bis zum Jahr 2020 zumindest auf dem Gebiet der jetzigen Kernzone die Jagd auf den König der Wälder einstellen zu dürfen. Dieses am stärksten geschützte Gebiet des Parks umfasst gerade einmal 3.000 ​ Hektar. Dem steht gegenwärtig allerdings die Angst der angrenzenden ​ Wirtschaftswaldbesitzer vor Wildschäden gegenüber. Deshalb arbeitet der Nationalpark eng mit ihnen, den jeweils zuständigen Jägern sowie ForstBW zusammen. ​

Unter anderem davon berichten Nationalparkleiter Dr. Wolfgang Schlund und der ​ Wildtierexperte Friedrich Burghardt bei der Wanderung am 12. Mai. Sie startet am Parkplatz in Herrenwies und führt durch die Managementzone, die Entwicklungszone und erreicht schließlich die Kernzone. Dabei lernen die Wander*innen auch viel über die Maßnahmen, die die Nationalparkverwaltung zum Schutz der angrenzenden Wirtschaftswälder unternimmt und erfahren aus erster Hand, mit welchen wissenschaftlichen Methoden der Rothirsch im Nationalpark erforscht wird. „Unser erklärtes Ziel ist es, dieses imposante Tier wieder für die Besucherinnen und Besucher des Nationalparks erlebbar zu machen“, so Wolfgang Schlund, „auch über die Maßnahmen, die dies ermöglichen können, werden wir berichten.“

Die Wanderung wird nach etwa 3 Stunden zurück zum Ausgangspunkt in Herrenwies führen. Wer mitwandern möchte, kann sich bei unten stehendem Kontakt anmelden.

Termin:
Freitag, 12. Mai 2017, 16:00 bis 19:00 Uhr

Treffpunkt:
Parkplatz in Herrenwies, Ortsteil der Gemeinde Forbach

Kosten:
frei

Anmeldung:
erforderlich, im Nationalparkzentrum Ruhestein unter 07449 / 92 998 444 oder per E-Mail unter veranstaltung@nlp.bwl.de

Hinweis:
Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk notwendig, die Teilnehmer*innen sollten in der Lage sein, 5 bis 6 Kilometer auf zum Teil steilen Wildpfaden zu gehen

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