Theatersommer Ludwigsburg – Spielzeit 2017

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BEWÄHRTES, NEUES UND NEUKOMBINIERTES
Ein starkwüchsig verzweigtes, vitales Programm: Sechs Stücke ranken sich zum diesjährigen Spielplan zusammen, unter ihnen Bewährtes, Neues und Neukombiniertes.

SPIELPLAN 2017

Mary Shelleys FRANKENSTEIN nimmt in der Bearbeitung durch den bekannten Bühnenautor Nick Dear eine überraschende neue Gestalt an. Sein Frankenstein, in London bejubelt und monatelang ausverkauft, kommt nun nach Ludwigsburg. Anders als üblich dominiert die Sichtweise des Wesens. Im Theatersommer konzentriert und „geerdet“, atmet dieser Klassiker auf typische Weise Freilichtluft. Ein Erlebnis, das alle Sinne anspricht. (Premiere: 21. Juni 2017)

Presse und Publikum haben DIE NIBELUNGEN im Premierenjahr 2016 so einhellig mit Applaus bedacht, dass die Helden in dieser Spielzeit gleich schon wieder in den Untergang ziehen. Moritz Rinkes hoch gelobte Bearbeitung gewinnt eine regelrecht neue Identität, indem er seine Helden lebensnah aus dem alten Stoff heraus arbeitet ​(Wiederaufnahme: 26. Juli 2017)

Grafik © Theatersommer

Eine ganz andere Welt eröffnet sich in der zweiten Premiere der Spielzeit. Was fühlt sich an wie Irrenhaus, ist aber eine spritzige Komödie? Richtig, die PENSION SCHÖLLER. Denn deren Insassen – pardon, Bewohner – sind schräge Vögel, die Freiheit und Phantasie über alles lieben. Der Schwank-Klassiker, neu im Theatergarten, entfaltet ein Feuerwerk an Witz und Humor, nicht ohne erfrischende Fragen über das Dasein und Sosein aufzuwerfen. (Premiere: 9. August 2017)

Dada dagegen braucht den Untergang nicht zu fürchten, feierte doch FAMILIE DADA IM URLAUT-WALD schon in der vergangenen Spielzeit 100 Jahre ungebrochene Urkraft des Unfugs. Dada war und ist Rebellion, Umbruch-Aufbruch pur, ein rauschhaft radikaler Neubeginn auf den Trümmern der selbstzerstörerischen Moderne.

Der Theatersommer experimentiert auch 2017 wieder ganz im Geiste der verrückten Literatur- und Kunstbewegung mit neuen Bezügen. Auf der neuen Rondell-Bühne laden wir mit GERTRUDE & DIE STEINE DES ANSTOSSES zu einem erweiterten dadakubistischen Theaterabend ein. Dieses neue Stück erinnert an Gertrude Stein, Pionierin des kubistischen Schreibens und Entdeckerin unter anderem der Einsicht „Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose“. Im Kraftfeld der Rondellbühne lautet die Devise „… einfach nur genießen!“ Außerdem, „Nichts ist so, wie es aussieht.“ (Premiere: 14. Juni 2017)

Im Kindertheater verbreiten die beiden Helden Kasper und Seppel mehr Vergnügen, als die Polizei erlaubt. Zwar haben DER RÄUBER HOTZENPLOTZ sowie der böse Zauberer Zwackelmann den Theaterwald fest im Griff. Denken sie zumindest … Aber weder der mutige Kasper noch Seppel lassen sich von seinem derben Räubergehabe einschüchtern. Im Gegenteil! Der Räuber landet am Ende hinter Gittern und Großmutters Kaffeemühle ist auch wieder da. So bietet die Spielzeit 2017 mal wieder ein zauberhaftes Kinderstück, das schon alle ab 5 Jahren genießen dürfen.

Mehr Infos unter www.theatersommer.net

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Eine Antwort zu Theatersommer Ludwigsburg – Spielzeit 2017

  1. Theatersommer Ludwigsburg – Die Saison 2017 – hohe Zuschauerzahlen – vielschichtiger Spielplan – breites Publikumsinteresse

    Der Theatersommer Ludwigsburg blickt auf eine in vielerlei Hinsicht erfolgreiche Saison 2017 zurück. Obwohl die 27. Spielzeit aufgrund der späten Pfingstferien mehr als zwei Wochen kürzer war, besuchten rund 14.850 Besucher die Aufführungen – davon 8.724 Zuschauer im Abend-Spielplan und 6.117 Besucher beim Kinder-/Familien-und Schultheater. Damit erhöhte sich die Gesamtzuschauerzahl (2016: 14.669) leicht und hat sich auf das unverändert sehr hohe Niveau der letzten Jahre eingependelt. Trotz einer im Vergleich zu anderen Freilichttheatern deutlich geringeren Sitzplatz-Kapazität, steht der Theatersommer mit einer solchen Bilanz auf Augenhöhe mit vielen großen Freilichtspielen des Landes. Von insgesamt 104 Vorstellungen mussten nur acht abgesagt werden. Für Freilichttheater-Verhältnisse fiel das Wetter 2017 damit zwar recht günstig aus. Zu schaffen machten uns aber die großen Temperaturunterschiede. Auf Hitzeperioden folgten häufig herbe Temperaturstürze.

    Mit insgesamt sechs Produktionen auf den drei Bühnen im Theatergarten wurde der Theatersommer auch 2017 seinen Anspruch gerecht, ein breites Publikum mit einem vielschichtigen und niveauvollen Spielplan zu begeistern.
    Auf der großen Bühne lotete der Theatersommer mit einer ernsten, modernen und gesellschaftskritischen Frankenstein-Inszenierung die Grenzen der üblichen Sommertheater-Stilistik aus, was Presse und Publikum gleichermaßen begeisterte. Die Sommerkomödie Pension Schöller punktete mit Wortwitz, Tempo und einem prächtig aufgelegtem, spielfreudigen Ensemble. Die Ränge waren stets gefüllt und die Zuschauer fühlten sich bestens unterhalten. Die Wiederaufnahme der 2016 gefeierten Nibelungen war ebenfalls hervorragend besucht und unterstrich auch in der zweiten Auflage den einzigartigen Theatersommer-Stil.

    Auf der 2015 neu gebauten kleinen Rondell-Bühne für experimentelle Theaterprojekte konnten sich die Zuschauer mit Gertrude und die Steine des Anstoßes an einer spannenden Begegnung von Kubismus und Dadaismus erfreuen, in deren Mittelpunkt die Ikone der literarischen Avantgarde, Gertrude Stein, stand. Im Doppelpack mit der letztjährigen Erfolgsproduktion Familie Dada sorgte diese Symbiose aus Theater, Literatur und bildender Kunst für stets ausverkaufte Aufführungen. Das ermutigende Fazit: Neue Wege und künstlerische Wagnisse lohnen sich auch im Freilichttheater!

    Im Kinder-/Familien- und Schultheater lockte ein urwüchsiger Räuber Hotzenplotz sowohl das junge Publikum als auch viele Eltern und Großeltern in seine grüne Räuberhöhle. Die Gesamtzuschauerzahl stieg im Vergleich zum letzten Jahr um rund 10% von 5.626 auf 6.117 an. Auch die Vormittagsaufführungen für Schulen erfreuten sich großer Beliebtheit und waren schon weit im voraus allesamt ausverkauft. Die kleinen Zuschauer werden beim Theatersommer auf lebendige und direkte Weise an Theater herangeführt. Gerade im Zeitalter digitaler Medien ist diese Programmschwerpunkt wichtiger denn je. Weniger erfreulich ist, dass die Finanzierung des Schultheaters nach wie vor auf wackligen Beinen steht.

    Kurz: Der Theatersommer blieb auch in der Saison 2017 seiner Philosophie treu, mit Bewährtem, Neuem und neu Kombiniertem einem breiten Publikum jeglichen Alters begeisterndes, originelles Theater zu bieten.