CHRISTOPH-Reihe “Gesprochene Renaissance” im Landesmuseum Württemberg

Gesprochene Renaissance
Latein reden als „teutscher schwab“?
Vortragsreihe zur CHRISTOPH-Ausstellung beginnt am 13.1.

„Gesprochene Renaissance“ heißt eine vierteilige Vortragsreihe zur Sonderausstellung „CHRISTOPH 1515-1568“, die am 13. Januar im Landesmuseum Württemberg in Stuttgart beginnt. Die Reihe greift zentrale Aspekte der Renaissance in Deutschland auf – von der Geschichtsdeutung der Humanisten über Konfession und Bildung im frühmodernen Staat bis hin zur höfischen Festkultur und zum Renaissance-Kult. Der besondere Reiz der Veranstaltung: die Vorträge von Historikern der Universitäten Frankfurt und Stuttgart werden begleitet durch Lesungen des Sprecherensembles der Akademie für gesprochenes Wort.

Der erste Vortrag am Mittwoch, 13. Januar, 18 Uhr, mit Dr. Veronika Brandis und Prof. Dr. Robert Seidel, Universität Frankfurt, trägt den Titel: „‘Solstu ain teutscher schwab nun sein / Vnd reden könnden auch Latein?‘ – Die alten Germanen und das gegenwärtige Deutschland in der Perspektive der Humanisten“.

Herzog Christoph von Württemberg

Herzog Christoph von Württemberg

Das Bild der alten Germanen wurde im Zeitalter des Humanismus entscheidend geprägt durch die wieder aufgefundenen Schriften des römischen Historikers Tacitus. In der „Germania“ zeichnet Tacitus das Bild eines etwas unkultivierten, aber durch militärische und soziale Tugenden ausgezeichneten Volksstammes, in den „Annalen“ wird der Cheruskerfürst Arminius als ‚Befreier Germaniens‘ gewürdigt. Die produktive Rezeption beider Texte nördlich der Alpen förderte ein weitgehend positives Deutschlandbild. Der Vortrag illustriert diese Tendenzen an literarischen Quellen, unter denen Ulrich von Huttens Dialog „Arminius“ und Nikodemus Frischlins Drama „Julius Redivivus“ die prominentesten sind.

In Kooperation mit der Akademie für gesprochenes Wort

Ort: Vortragssaal, Altes Schloss
Eintritt frei

Weitere Termine (jeweils mittwochs, 18 Uhr):

3.2.: Prof. Dr. Sabine Holtz, Universität Stuttgart
‚Von zeitlicher Wolfart zu künfftigem ewigem leben‘. Konfession – Bildung – frühmoderner Staat

24.2.: Dr. Andreas Bässler, Universität Stuttgart
Höfische Festkultur der Renaissance

30.3.: Dr. Thorsten Fitzon, Stuttgart und Prof. Dr. Barbara Potthast, Universität Stuttgart
Renaissance-Kult im 19. Jahrhundert

Die Ausstellung „Christoph 1515-1568. Ein Renaissancefürst im Zeitalter der Reformation“ wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

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