Baden-Baden, Konstanz & Stuttgart: Hinken stationäre Spielbanken der Zeit hinterher?

#Spielbanken #gambling

Baden-Baden, Konstanz & Stuttgart: Hinken stationäre Spielbanken der Zeit hinterher?

Wer ein Gambling-Fan ist, hatte bis vor gar nicht allzu langer Zeit nur die Möglichkeit, sein Glück in stationären Spielbanken zu suchen. Einen großen Teil der Faszination haben hier vor allem die beliebten Tischspiele wie Blackjack, Poker und Roulette ausgelöst. Doch auch die Spieleautomaten fanden stets einen regen Zulauf. Nun zeichnet sich aber eine immer deutlichere Trendwende ab, denn viele besuchen inzwischen sehr gern Online Casinos. Die besten deutschen Online Casinos bieten dem Spieler heute die Möglichkeit, ganz legal, jederzeit und überall ein Spiel zu wagen. Liegt diese Vorliebe für das Spielen in Online Casinos daran, dass die stationären Spielbanken der Zeit hinter hinken? Wir schauen uns an, wie es zahlentechnisch um die klassischen Casinos in Baden-Baden, Konstanz und Stuttgart bestellt ist und wagen eine mögliche Prognose.

Stationäre Spielbanken verzeichnen rückläufige Besucherzahlen
Die drei großen und namhaften Casinos im Südwesten Deutschlands leiden noch immer unter der schwierigen Situation der letzten Jahre. Die Spielbanken von Baden-Württemberg gaben an, dass sie im ersten Quartal diesen Jahres noch immer weniger Besucher begrüßen konnten, wie es im Vergleichszeitraum des Jahres 2019 der Fall gewesen sei. Baden-Baden, Konstanz und Stuttgart befinden sich allesamt zu 100 Prozent in staatlichem Besitz. Alle drei Casinos sahen sich gegenüber dem ersten Quartal 2019 mit einem deutlichen Besucherrückgang konfrontiert. Die Spielbank in Konstanz ist hier am stärksten betroffen. Während man im ersten Quartal 2019 noch mehr als 25.700 Besucher zählen konnte, hat sich diese Zahl in den ersten drei Monaten im Jahr 2022 mehr als halbiert: lediglich 11.500 Gäste wurden hier registriert. Ähnlich gestaltet sich die Situation in Baden-Baden, wo man sich 2019 noch über knapp 65.000 Besucher freute, welche sich im Vergleichszeitraum 2022 auf nur 39.000 reduzierten. Auch die Spielbank Stuttgart zählte 2019 noch 71.500 Gäste und im gleichen Zeitraum 2022 waren es dann nur noch 49.000.

Herbe Verluste beim Bruttospielertrag
Die deutlich reduzierten Besucherzahlen wirken sich natürlich auch direkt auf den Bruttospielertrag der drei Spielbanken aus. Laut Aussagen der Unternehmenssprecher, sanken die Zahlen erheblich. 2019 wurden 107 Mio. Euro erzielt und im darauffolgenden Jahr waren es nur 63 Mio. Euro. 2021 stellte sich die Situation weitaus drastischer dar, denn hier konnten nur noch knapp 47 Mio. Euro erreicht werden. Aktuell stellt sich die Einnahmesituation im Vergleich der ersten Quartale des Jahres 2019 und 2022 so dar, dass 2019 27,5 Mio. Euro und 2022 21,2 Mio. Euro Bruttospielertrag aller drei Spielbanken erwirtschaftet wurden. Auch in diesem Jahr galten zu Beginn noch diverse Einschränkungen, die sich entsprechend auf die Zahlen auswirkten. Laut Aussagen des Spielcasino-Direktors Thomas Schindler aus Baden-Baden bewegten sich die Zahlen aber aktuell wieder auf einem „sehr ordentlichen Niveau“.

Konstanz ist ebenfalls auf Erholungskurs
Noch etwas anders stellte sich die Situation in Konstanz dar. Vor allem die grenznahe Lage sorgt dort für besondere Herausforderungen, denn vor 2020 begrüßte die Spielbank Konstanz ca. 60 Prozent ihrer Besucher aus der Schweiz. Aufgrund der aktuellen Situation konnte dieser Kundenstamm jedoch nicht mehr in Empfang genommen werden, was das Ausweichen auf andere Casinos in der Vier-Länder-Region rund um den Bodensee zu einer attraktiven Alternative machte. In der näheren Umgebung sieht sich die Spielbank Konstanz mit einer erheblichen Konkurrenz konfrontiert, denn es gibt 16 weitere Spielbanken im Umkreis von 100 Kilometern. Namhafte Casinos in Bregenz, Lindau, Schaffhausen, St. Gallen, Vaduz und Zürich zählen zu diesen Konkurrenten. Doch auch hier zeichnet sich inzwischen ein Aufwärtskurs ab, da sich die Situation erholt hat und auch die Schweizer Spieler wieder begrüßt werden dürfen, die letztendlich ungefähr die Hälfte der Gäste in der Spielbank Konstanz ausmachen.

Können stationäre Spielbanken noch mit Online-Spielbanken mithalten?
Natürlich sind die extremen Einbußen, die die drei in Baden-Württemberg beheimateten Spielbanken hinnehmen mussten, vor allem auf die schwierige Situation der letzten Jahre zurückzuführen. Allerdings zeichnet sich schon seit längerem eine deutliche Trendwende hinsichtlich der Besucherzahlen beider Casinotypen, klassisch oder digital, ab. Es ist sicher unumstritten, dass die stationären Spielbanken mit einer atemberaubenden Atmosphäre aufwarten können, die jeden Gast sofort in ihren Bann zieht. Auch die Spielerfahrung und Eindrücke vor Ort sind überzeugende Argumente, doch punkten die Online-Casinos mit ganz anderen Trümpfen.

Photo by Kvnga on Unsplash

Die Online-Casinos: Womit treffen sie ins Schwarze?
Beide Möglichkeiten haben ihre eigenen Vorzüge, jedoch scheint es so, als würden die Online-Casinos immer mehr Spieler begeistern und dafür sorgen, dass die stationären Casinos einen deutlichen Rückgang ihrer Besucherzahlen verzeichnen müssen.

Die Erreichbarkeit
Online-Casinos stehen ihren Kunden 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche zur Verfügung. Hinzu kommt, dass hier weder eine Anreise, noch ein besonderer Dresscode bei einem Besuch nötig sind. Die Grundvoraussetzungen, um online spielen zu können, sind somit erdenklich einfach.
Um ein stationäres Casinos betreten zu dürfen, muss der Besucher in Baden-Württemberg 21 Jahre alt sein, was online bereits ab 18 Jahren möglich ist. Es fehlen nur noch ein entsprechendes Endgerät und eine stabile Internetverbindung und schon kann der Spielspaß losgehen. Mehr Komfort geht also kaum.

Boni und Freispiele
Mit dem Angebot von Boni und Freispielen haben die Online-Casinos gegenüber den stationären Spielbanken definitiv ein Alleinstellungsmerkmal. Diese Angebote können Kunden ausschließlich in der online Variante wahrnehmen. Bei einer Vielzahl von auf dem Markt befindlichen Online-Casinos überbieten sich die Betreiber stetig, um entsprechend Neukunden zu gewinnen. Besonders wichtig ist hier der Neukundenbonus, der als Willkommensbonus angeboten wird und die Möglichkeit bietet, sich in Ruhe mit dem Online-Casino und dem Spieleangebot bei zunächst moderatem finanziellen Einsatz vertraut zu machen. Doch auch die Beziehungen zu den Bestandskunden werden weiterhin gepflegt. Die Stammkundschaft erhält hier Angebote wie sogenannte Reload-Boni oder Cash-Back-Aktionen.

Trotz allem positiver Blick in die Zukunft
Der Direktor der Spielbank in Konstanz, Agron Salihi, sieht einen Positivtrend und äußerte gegenüber der Zeitung Südkurier, dass man sich langsam den Zahlen von 2019 annähern würde. Man zeigt sich besonders erfreut über die Tatsache, dass sich sogar in den Sommermonaten aufgrund der Verweildauer der Gäste das Geschäft weiterhin sehr gut entwickeln würde. Die klassischen Casinos in Baden-Württemberg können nach wie vor eine positive Einstellung wahren und ein allzu schnelles Aufgeben scheint hier nicht in Sicht.

Promotion