Urlaub mit dem Miet-Wohnmobil: ADAC Württemberg hat zehn Tipps zusammengestellt

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Urlaub mit dem Miet-Wohnmobil: ADAC Württemberg hat zehn Tipps zusammengestellt

Mit dem Wohnmobil in den Urlaub: für Campingfans ein tolles Gefühl! Wer als Neuling mit einem gemieteten Wohnmobil verreisen will, muss einiges beachten. Der ADAC Württemberg hat zehn Tipps zur Fahrzeugauswahl, Buchung und Reiseplanung in Deutschland zusammengestellt, damit die Camping-Tour zum Erfolg wird.

1. Reisezeitpunkt: Wer in den Sommerferien fahren will und auf ein bestimmtes Modell festgelegt ist, sollte frühzeitig buchen. Auf diese Weise lässt sich mit Frühbucherrabatten Geld sparen. Wer das Wohnmobil von einer Privatperson mietet, sollte darauf achten, dass alle Versicherungsleistungen enthalten sind.

2. Fahrzeugauswahl: Im Idealfall sind im Wohnmobil feste Schlafplätze für alle Mitreisenden vorhanden. Zwar kann man in der Regel den Tisch zu einem Bett umfunktionieren, auf Dauer ist das aber unbequem. Die Mitnahme von Fahrrädern ist meistens möglich, sofern die Fahrzeuge mit einem Fahrradträger ausgestattet sind. Für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen sollte vor der Anmietung geprüft werden, ob der eigene Führerschein dafür gültig ist. Die meisten Miet-Wohnmobile sind leichter als 3,5 Tonnen, somit genügt die Führerscheinklasse B. Zudem gilt bei der Anmietung oft ein Mindestalter von 21 Jahren als Voraussetzung.

3. Mietdauer: In der Regel sind Wohnmobile für Zeiträume von mindestens einer Woche mietbar. In der Nebensaison ist unter Umständen eine kürzere Mietdauer möglich. Ab drei Wochen gibt es oft Rabatte für Langzeitmieten.

4. Einweisung: Für die Übergabe des Wohnmobils sollte man genügend Zeit einplanen. Es dauert zwischen 30 Minuten und einer Stunde, bis man sich mit der Bordtechnik, zum Beispiel mit Gas, Küche, Sanitär und Markise vertraut gemacht hat. Ein gewissenhafter Rundgang um das Fahrzeug, um vorhandene Schäden zu protokollieren und bestätigen zu lassen, ist empfehlenswert.

5. Versicherung: Neben der obligatorischen Haftpflichtversicherung kann zwischen Vollkasko- und Teilkasko (meist mit Selbstbeteiligung ab 1.500 Euro) gewählt werden. Hier sollte man sich in den Nutzungsbedingungen über die jeweilige Haftungsbefreiung und Selbstbeteiligung informieren. Der Eigenanteil lässt sich durch Zusatzversicherungen auf null Euro reduzieren. Für Reisen sind zudem immer ein Auslandskrankenschutz und eine Reiserücktrittskosten-Versicherung zu empfehlen.

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6. Kinder: Mietwohnmobile verfügen in der Regel nicht über Kindersitze. Diese am besten selbst mitbringen und vor Ort einbauen. Allerdings gehört eine Isofix-Verankerung bisher in Wohnmobilen nicht zur Standard-Ausstattung.

7. Camping-/Stellplatz: In der Hauptsaison ist es auf Camping- und Stellplätzen meistens voll – deshalb unbedingt vorab den gewünschten Reisezeitraum anfragen und reservieren. Die ADAC Camping- und Stellplatzführer in Buchform oder als Smartphone-/Tablet-App verschaffen einen Überblick über empfehlenswerte Plätze im Zielgebiet.

8. Packen: Das leichte Gepäck kann problemlos in den Oberschränken unter dem Dach verstaut werden. Schwere Ladung wie Getränke, Konserven und Tetrapacks dagegen immer unten und am besten in Achsnähe lagern, damit der Schwerpunkt des Fahrzeugs nicht beeinträchtigt wird. Das Gewicht der Zuladung summiert sich sehr schnell. Hier sollte auf den erlaubten Maximalwert geachtet werden.

9. Sicherheit: Wer zum ersten Mal ein Wohnmobil mietet, sollte sich zunächst mit den Fahrzeugdimensionen und dem Verhalten des Fahrzeugs vertraut machen. Deshalb vor Reisebeginn am besten eine Proberunde drehen, um das Gefährt besser kennenzulernen. Ganz wichtig: Fahren andere Großfahrzeuge neben einem Wohnmobil, entsteht ein gefährlicher Unterdruck, der beide Fahrzeuge zueinander hinziehen kann.

10. Geschwindigkeit: Mit einem Wohnmobil gilt der Grundsatz „Reisen statt Rasen“. Eine Reisegeschwindigkeit zwischen 90 und 110 km/h schont Nerven und – dank des geringeren Verbrauchs – auch den Geldbeutel. Im Durchschnitt verbrauchen Wohnmobile neun bis 14 Liter Diesel pro 100 Kilometer. Damit es keinen Ärger gibt, sollte man vorab die Verkehrsvorschriften des Urlaubslandes studieren, beispielsweise auf adac.de.

Weitere Informationen rund um das Thema Camping mit verfügbaren Campingplätzen im In- und Ausland sowie direkten Buchungsmöglichkeiten gibt es im ADAC Campingportal unter pincamp.de. In allen ADAC Geschäftsstellen und Reisebüros können Routenvorschläge für die nächste Campingreise in Europa oder weltweit kostenlos abgeholt werden. Daneben beraten die ADAC Experten zu Camping- und Stellplätzen, Kauf oder Miete sowie Versicherungen und geben Tipps für die optimale Vorbereitung auf den Campingurlaub. Mehr Informationen dazu gibt es unter adac.de/wuerttemberg

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