Ausmisten befreit die Seele: So werden Staubfänger zu Geld

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Ausmisten befreit die Seele: So werden Staubfänger zu Geld

Die meisten Menschen besitzen heutzutage zu viele Dinge. Wir kaufen, was wir eigentlich nicht brauchen – zum Beispiel, weil es im Angebot war oder weil wir uns mit Konsum belohnen wollten. Manchmal stellen wir auch Wochen später erst fest, dass wir ein Kleidungsstück gekauft haben und es nun eigentlich nie tragen. All diese Dinge verstauben schließlich im Schrank, auf dem Dachboden oder im Keller. Das ist schade – vor allem, wenn man bedenkt, dass jemand anderes noch seine Freude damit haben könnte. Doch Second Hand ist aktuell im Trend. So gibt es diverse Möglichkeiten, die aussortierten Gegenstände noch lohnenswert zu verkaufen.

Ordnung im Außen für mehr Ordnung im Inneren
Vielleicht kennen Sie das Gefühl, wenn Sie sich nach einem umfangreichen Frühjahrsputz plötzlich frei und leicht fühlen? Vor allem, wenn Sie im Home-Office arbeiten, wie mittlerweile die Hälfte der Deutschen, ist ein ordentliches Umfeld wichtig, um sich zu konzentrieren. Tatsächlich hilft das Ausmisten nicht nur dabei, sich in den eigenen vier Wänden wohler zu fühlen – es hat auch aus psychologischer Sicht positive Auswirkungen.

So ist auch die japanische Aufräum-Expertin Marie Kondo, die mit ihrer KonMari-Methode weltbekannt wurde, davon überzeugt: Ausmisten ist eine Art innerer Reinigungsprozess. Man setzt ist dabei mit denen Dingen auseinander, die man besitzt und reflektiert, was man in seinem Leben noch haben möchte. Eigentlich geht es also auch darum, wer man war, wer man ist und wer man sein möchte. Manchmal entdeckt man auch Dinge neu, von denen man gar nicht mehr wusste, dass man sie besessen hat. So hilft das Aufräumen dabei, den eigenen Besitz mehr wertzuschätzen und dankbar für das zu sein, was man hat.

Egal ob man Bücher aus Langeweile nach Farben sortiert hat – Ausmisten tut gut.


Tipps zum Ausmisten
Vor allem, wenn Sie länger nicht mehr aufgeräumt haben, wird es Ihnen vielleicht gar nicht so leichtfallen, sich von Dingen zu trennen. In diesem Fall ist es wichtig, einfach irgendwo anzufangen. Mit der Zeit geht es dann wie von selbst. Fangen Sie mit einem Raum an – oder, falls das noch zu viel erscheint, mit einer Ecke. Beginnen Sie damit, die Dinge auszusortieren, die kaputt sind. Überlegen Sie, ob sich die Sachen noch reparieren lassen. Wenn nicht – weg damit! Als nächstes schauen Sie, ob es Dinge gibt, die Sie doppelt oder gar dreifach haben. Auch von diesen Dingen dürfen Sie sich trennen, indem Sie sie verschenken oder verkaufen.

Bei den Sachen, die übriggeblieben sind, wenden Sie nun eine Technik von Marie Kondo an: Sie nehmen den Gegenstand in die Hand und beobachten, ob Sie dabei einen „Spark of Joy“, einen Funken Freude spüren. Wenn nicht, dann hat dieser Gegenstand seinen Zweck für Sie erfüllt. Sie können sich nun bei ihm bedanken und ihn gehenlassen. Auf diese Weise fällt es Ihnen immer leichter, Dinge loszulassen, die Ihnen nichts mehr geben. Sie werden merken – irgendwann funktioniert diese Technik auch in anderen Lebensbereichen.

Wohin mit den aussortierten Sachen?
Nach dem Ausmisten haben Sie vermutlich einen großen Stapel mit Sachen, die Sie nicht mehr benötigen. Die Dinge, die beschädigt oder unbrauchbar sind, werden direkt entsorgt. Alternativ könnten Sie aus Nachhaltigkeitsgründen auch noch überlegen, Sachen zu upcyceln. Kaputte T-Shirts lassen sich zum Beispiel noch als Putzlappen verwenden oder zu Einkaufsbeuteln umnähen. Andere Sachen, die noch in einem guten Zustand sind, eignen sich möglicherweise für den Weiterverkauf. Diesbezüglich gibt es online eine große Anzahl an Anbietern wie beispielsweise momox. Solche Ankauf-Plattformen schalten sich praktisch zwischen Käufer und Verkäufer.

Der Ankauf ist relativ einfach: Angekauft werden zum Beispiel Bücher, Elektronikgeräte, Videospiele oder Kleidung. Vorab geben Sie alle Sachen, die verkauft werden sollen, in einer App oder im Webbrowser ein und erhalten ein Angebot dafür. Wenn Sie zustimmen, verpacken Sie die Sachen in ein Paket und schicken es dem Händler zu. Innerhalb weniger Tage sollten Sie das Geld dann auf dem Konto haben.

Ein wenig lukrativer, meist jedoch deutlich aufwendiger ist es, Ihre gebrauchten Sachen einzeln zu verkaufen. Hierfür eignen sich beispielsweise Flohmarkt-Plattformen wie eBay Kleinanzeigen oder Shpock gut. Allerdings müssen Sie dafür jeden Artikel einzeln fotografieren, beschreiben, einstellen und versenden. Manchmal werden Sachen nicht gekauft oder es gibt Probleme mit dem Käufer. Diese Option eignet sich daher besonders gut, wenn Sie keinen Zeitdruck haben und es Ihnen wichtig ist, einen gewissen Preis auszuhandeln.

Zuletzt können Sie sich natürlich auch mit allen aussortierten Sachen auf den nächsten Flohmarkt stellen. Eine recht zeitaufwendige Alternative – wenn es Ihnen aber Spaß macht, zu verkaufen und zu feilschen, definitiv eine, die sich lohnen kann.

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