Staraufgebot bei den “Wasen-Open-Airs” in Stuttgart

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Im NeckarPark entsteht ein Festivalgelände mit Stadionatmosphäre

Staraufgebot bei den “Wasen-Open-Airs” in Stuttgart

Gleich vier Mega-Bands gastieren für sechs Konzerte in Stuttgart: Los geht’s am 10. und 11. Juni mit Rammstein, Die Fantastischen Vier folgen am 1. und 2. Juli, anschließend rocken Iron Maiden am 9. Juli den Wasen und das Finale bilden Die Toten Hosen am 16. Juli. Dazwischen gibt es am 24. Juni das Trailerpark-Konzert und am 25. und 26. Juni das „Kessel Festival“. „Das ist einzigartig. Wir hatten schon viele große Open-Air-Konzerte auf dem Wasen, aber ein solches Staraufgebot ist natürlich überragend“, sagt Andreas Kroll, Geschäftsführer der in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft.

Die „Wasen-Open-Airs“ sind irgendwie auch ein Produkt der Corona-Pandemie. Denn eigentlich waren die Konzerte in der Mercedes-Benz Arena geplant und fest terminiert – sie mussten aber um zwei Jahre verschoben werden. Und in diesem Sommer steht die Fußballarena im NeckarPark durch den Umbau der Haupttribüne und weiterer Modernisierungsmaßnahmen für die UEFA EURO 2024 nicht zur Verfügung. Der Cannstatter Wasen wird so zur Konzertarena und die Vorbereitungen dafür sind umfangreich. Gemeinsam mit den Veranstaltern wurde eine Konzeption entworfen, die Synergien möglich macht und den Rahmen für die Open-Airs bilden wird.

Wie schon bei vielen anderen Konzerten auf dem Wasen wird die große Bühne in Richtung König-Karls-Brücke aufgebaut. Zudem werden für das Rammstein-Konzert fünf Tribünen erstellt für 45.000 Fans mit rund 18.500 Sitz- und 26.500 Stehplätzen. Dadurch entsteht eine Stadionatmosphäre, die es in dieser Form in Stuttgart bislang noch nie gab. Für die weiteren Open-Airs ändert sich der Aufbau dann nochmals. Eine Tribüne wird abgebaut und es stehen dann noch rund 13.500 Sitzplätze zur Verfügung – dafür gibt es mehr Stehplätze. Die Gesamtkapazität erhöht sich so auf maximal 50.000 Besucher:innen.

Andreas Kroll (Geschäftsführer in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft) präsentiert den geplanten Tribünenaufbau. Links: Andreas „Bär“ Läsker von den „Fantas“. Rechts: Paul Woog, Geschäftsführer SKS Michael Russ.

Los geht’s mit den Vorbereitungen auf dem Cannstatter Wasen am 19. Mai. „Dann werden wir die ersten Container setzen und die Büros einrichten“, sagt der Technische Leiter und Veranstaltungsmeister Jochen Hornung. Auf ihn und sein Team wartet jede Menge Arbeit. Allein für die Umzäunung des Wasen-Areals werden ab dem 23. Mai 4,5 Kilometer Bauzäune gesetzt. Aufwändig sind zudem die Lärmschutzmaßnahmen im Bereich des Festivalareals. Unmittelbar hinter den Tribünen (T1 und T2) entlang der Mercedesstraße und den Tribünen (T4 und T5) auf der Neckarseite werden über die gesamte Länge weitere Gerüstbaukonstruktionen erstellt und mit speziellen Lärmschutzplatten (Layher Protect-System) verkleidet. Die Gesamthöhe der beiden Lärmschutzwände liegt bei sechs Meter.

„Diese Maßnahmen sind extrem aufwändig in der Planung und im Bau“, betont Hornung, dennoch überwiegt bei ihm die Vorfreude: „Das werden starke Open-Airs und die Fans können so richtig feiern.“ Davon ist auch Andreas Kroll überzeugt, der die Konzertveranstalter lobt: „Sie haben hier aus ihren einzelnen Konzerten ein Open-Air-Projekt gemacht, das sie gemeinsam finanzieren. Stuttgart und seine Konzertszene können sich glücklich schätzen, ein solches Programm feiern zu dürfen.“

Während Rammstein, die „Fantas“, Iron Maiden und Die Toten Hosen auf dem großen Festivalgelände spielen, geht es beim Trailerpark-Konzert (24. Juni) und dem „Kessel Festival“ (25./26. Juni) etwas kleiner zu. Sie nutzen andere Bereiche auf dem Cannstatter Wasen sowie das angrenzende Reitstadion für ihre Konzerte. Die Fangemeinde weiß das aber ebenso zu schätzen, und so werden bei diesen Open-Airs die Besucher:innen ebenso voll auf ihre Kosten kommen.

Die Wasen-Open-Airs sind eine Herausforderung – das gilt insbesondere im Hinblick auf die Infrastruktur und den Verkehr. „Wir hoffen, dass viele Fans das Kombi-Ticket nutzen und mit Bussen und Bahnen anreisen,“ sagt Kroll. Denn die Parkplatzkapazitäten sind beschränkt, zumal es an einzelnen Terminen noch weitere Events parallel gibt. So spielen am 10. Juni beim ersten Rammstein-Konzert die Pet Shop Boys in der Porsche-Arena. Am 9. Juli, dem Open-Air-Konzert von Iron Maiden, sind die Ehrlich-Brothers mit ihren Zauberkünsten in der Schleyer-Halle zu Gast, zudem steht an diesem Samstag das Stadtwerke Stuttgart Lichterfest im Killesberg-Park auf dem Terminplan. Beim Auftritt der Toten Hosen (16. Juli) findet in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle die Pferdeshow Cavalluna statt. Und was passiert nach den Open-Airs? Dann geht es auf dem Wasen gleich weiter – dann startet der Aufbau für das 175. Cannstatter Volksfest und das 101. Landwirtschaftliche Hauptfest.

Iron Maiden
Iron Maiden beim letzten Besuch in der Region

Die „Wasen-Open-Airs“ im Überblick:
• Rammstein 10. / 11. Juni 2022
• Trailerpark 24. Juni 2022
• „Kessel Festival“ 25. / 26. Juni 2022
• Die Fantastischen Vier 01. / 02. Juli 2022
• Iron Maiden 09. Juli 2022
• Die Toten Hosen 16. Juli 2022

Ein wichtiger Hinweis für alle Konzertfans: Für das „Kessel Festival“ am 25. und 26. Juni gibt es noch Karten beim Easy Ticket Service, Telefon 07 11 / 2 55 55 55 oder unter www.easyticket.de. Ansonsten sind die Open-Air-Konzerte weitgehend ausverkauft. Es gibt aber immer wieder Restkarten, die kurzfristig angeboten werden. Mehr auch unter www.kulturwasen.de

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