»Ins Paradies« führt das Musikfest Stuttgart mit Barock und Crossover-Konzerten

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»Ins Paradies« führt das Musikfest Stuttgart mit Barock und Crossover-Konzerten

»Ins Paradies« lautet das Motto des Musikfests Stuttgart 2022 vom 18. Juni bis 3. Juli. International renommierte Ensembles und Solist:innen sind der Einladung der Bachakademie Stuttgart gefolgt und gestalten mit führenden Stuttgarter Kulturinstitutionen ein Fest der Musik. In Konzertsälen und Clubs, Kirchen, Museen, Unternehmen und Open Air ist Musik vom Barock bis zur Gegenwart zu erleben. Erwartet werden Spitzenensembles wie Collegium 1704, Voces8 und Concerto Copenhagen sowie Stars wie Valer Sabadus und Andreas Staier. Ungewöhnliche Bearbeitungen, Crossover-Programme und innovative Konzertformate stehen neben der profilierten Barock-Reihe »Sichten auf Bach«. Der Vorverkauf für 24 Konzerte mit einem breiten Rahmenprogramm hat begonnen.

»Vorstellungen vom Paradies inspirieren seit Jahrhunderten zu großer Kunst. Aber das Paradies ist nicht hier, sondern eine Erinnerung, eine Verheißung oder eine Sehnsucht. Die Musik kann dieser Sehnsucht Ausdruck geben«, ist Akademieleiter Hans-Christoph Rademann überzeugt, »sie kann das Abwesende hier und jetzt sinnlich erfahrbar machen. Wir sind sicher, dass Musik diese Kraft besitzt und dass wir sie notwendig brauchen, gegenwärtig noch mehr als zu der Zeit, in der wir begonnen haben, dieses Festival zu planen.« So vielfältig die Vorstellungen vom Paradies sind, so vielgestaltig sind die musikalischen Ausdrucksformen. Sie reichen von mystischer Versenkung wie in Heinrich Ignaz Franz Bibers »Rosenkranz-Sonaten« (mit Mayumi Hirasaki, 1. Juli, 19 Uhr, St. Fidelis) bis zu Olivier Messiaens »Quartett für das Ende der Zeit«, entstanden 1941 im Kriegsgefangenenlager (mit Sebastian Manz und dem Boulanger Trio, 23. Juni, 19 Uhr, Liederhalle).

»Mit mir im Paradies«
Gelebte Kooperation stellt bereits das Eröffnungskonzert dar: Die Gaechinger Cantorey, das Ensemble der Internationalen Bachakademie, und das Stuttgarter Kammerorchester interpretieren unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann Vertonungen der sieben letzten Worte Jesu, instrumental bei Sofia Gubaidulina und als Oratorium bei Joseph Haydn (18. Juni, 19 Uhr, Liederhalle). Diesen thematischen Faden aufgreifend, singt der Dresdner Kammerchor ebenfalls unter Hans-Christoph Rademann Heinrich Schütz‘ »Die sieben letzten Worte« (26. Juni, 17 Uhr, Johanneskirche) und spielt das Minguet Quartett Haydns »Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze« in der Streichquartettfassung (29. Juni, 19 Uhr, Liederhalle). Im Abschlusskonzert suchen die Gaechinger Cantorey und das Sinfonieorchester Basel unter Rademann mit Robert Schumanns »Das Paradies und die Peri« Einlass an Edens Pforten (3. Juli, 17 Uhr, Liederhalle).

Stegreiforchester. Foto © Roman Novitzky

»Sichten auf Bach«
Von fünf auf sechs Termine erweitert wurde die Reihe »Sichten auf Bach« mit einigen der herausragendsten Bach-Interpreten Europas, jeweils mittags um 13 Uhr in der Stiftskirche Stuttgart. Die Konzerte können einzeln oder im Abonnement mit einem Preisnachlass von 20 Prozent besucht werden. Concerto Copenhagen aus Dänemark unter Lars Ulrik Mortensen (22. Juni) sowie Václav Luks mit seinem Collegium 1704 aus Prag und dem Altus Benno Schachtner (27. Juni) wenden sich Bachs Kantatenwerk zu. Solomon’s Knot aus Großbritannien interpretiert Motetten von Johann Christoph und Johann Sebastian Bach (23. Juni). Bach in eigenen und fremden Bearbeitungen gibt es mit dem Basler Capricornus Consort und der Sopranistin Miriam Feuersinger (28. Juni), Bachsche Kammermusik mit dem Cembalisten Andreas Staier und weiteren Instrumental- wie Vokalsolist:innen (29. Juni). Das einzige Abendkonzert der Reihe bestreitet die Gaechinger Cantorey unter Hans-Christoph Rademann mit dem Ensemble Ascolta: Musik von Bach wird ein neues Stück von Mark Andre gegenübergestellt. Seine Komposition »rwh2« entstand als Auftragswerk für das Musikfest (24. Juni, 19 Uhr).

Neue Formate und besondere Orte
Ihre Vorstellung von einem paradiesischen Konzert können sechs Schülerinnen des BachClubs der Bachakademie umsetzen: Von der Planung bis zur Werbung haben sie selbst einen Abend mit dem Stegreiforchester organisiert, der mit Warm-Up, Bar und Sitzkissen die Konventionen des Klassikbetriebs außen vor lässt (20. Juni, 17 Uhr, Wizemann). In der Dürnitz des Landesmuseums Württemberg bietet das schwedische Emil Brandqvist Trio Jazz vom Feinsten (21. Juni, 19 Uhr). Auf Saskia Giorginis Klavierrecital mit den »Harmonies poétiques et religieuses« im Gustav-Siegle-Haus folgt gleich nebenan das David Gazarov Trio im Jazzclub Bix (25. Juni, 19 Uhr und 21 Uhr). Der Countertenor Valer Sabadus stößt mit dem Künstlerkollektiv Spark von Vivaldi bis zu Depeche Mode vor (28. Juni, 19 Uhr, Wizemann). Beim Nachtkonzert in der Matthäuskirche interpretiert der Stuttgarter Künstler Laurenz Theinert mit Licht das Requiem von W.A. Mozart, in einer Streichquartettfassung gespielt vom Eliot Quartett (2. Juli, 22 Uhr).

»Unternehmen Musik«
In der Reihe »Unternehmen Musik« öffnen Mercedes-Benz, die Klett Gruppe, Trumpf und Kärcher ihre Türen in Stuttgart, Ditzingen und Winnenden und geben dem Trompeter und Sänger Jeroen Berwaerts mit Salaputia Brass (19. Juni), der Vocal Band Slixs (22. Juni), den Musikerinnen Franziska Hölscher und Marianna Shirinyan mit Schauspieler Ulrich Matthes (30. Juni) und dem englischen A-cappella-Ensemble Voces8 (2. Juli, jeweils 19 Uhr) eine Bühne.

Rahmenprogramm
Die »Musikfest-Cafés« im Hospitalhof bieten Expertengespräche über die Themen Auswanderung, Gartenkunst und jüdisch-christlich-islamische Jenseitsvorstellungen. Kunstführungen in der Staatsgalerie, Künstlergespräche und Gottesdienste fächern weitere Facetten des Festival-Themas auf. Auf dem Weg zu einem nachhaltigeren Festival mit weniger Druckerzeugnissen werden zudem zahlreiche begleitende Infos und Hintergrundthemen jeweils einige Tage vor den Konzerten digital unter www.musikfest.de angeboten.

Weitere Informationen: www.musikfest.de

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