Firma im Ausland gründen

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Firma im Ausland gründen

Hierzulande gibt es viele clevere Start-ups, die mit genialen Ideen ihren Platz in der Wirtschaft suchen. Doch leider sind die Voraussetzungen in Deutschland nicht so ideal wie in vielen anderen Ländern. Deutschland ist alles andere als eine Steueroase. Deshalb überlegen immer mehr Gründer, ihr Unternehmen in einem anderen Land aufzubauen und so von zahlreichen Vergünstigungen zu profitieren.

Ab nach Dubai!
Dass für die Firmengründung Dubai so beliebt ist, verwundert kaum. Dubai bietet nicht nur ganzjährig warmes Klima, sondern auch attraktive Konditionen für Unternehmer. Die Steuern sind sehr niedrig. So liegt der Mehrwertsteuersatz zum Beispiel nur bei fünf Prozent. Geschäftsführer zahlen außerdem keine Einkommenssteuer und auch die Körperschaftssteuer gibt es in Dubai nicht. Zudem warten auf den Gründer beste Wachstumsbedingungen. Es ist also möglich, über den Gewinn frei zu verfügen. Auch die Betriebskosten sind vor allem hinsichtlich der Spritpreise geringer. In Deutschland besteht der Dieselpreis zur Hälfte aus Steuern.

Wer in Dubai als Unternehmer tätig sein möchte, gründet entweder eine Mainland-, Freezone- oder Offshore-Firma. Als Inhaber einer Freezone-Firma profitiert man von optimalen Steuervorteilen. Man sollte jedoch keine Handelsbeziehungen mit Firmen der Vereinigten Arabischen Emirate anstreben. Der Unternehmer siedelt sich in einer Freihandelszone an, von denen es allein in Dubai rund 27 Stück gibt. Die Mainland-Firma ist hingegen so ähnlich aufgebaut wie eine deutsche GmbH. Der Gründer benötigt hierfür einen Local Partner, beispielsweise eine in den Emiraten agierende Firma oder eine dort lebende Person. Und dann gibt es noch die Offshore-Firma, die jedoch mit einigen Einschränkungen verbunden ist. Wer eine Offshore Firma gründen möchte, kann nicht mit Firmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammenarbeiten. Auch die Eröffnung eines Bankkontos gestaltet sich schwierig und der Unternehmer erhält keine Visa-Berechtigung.

Dubai Skyline. Quelle: pixabay.com

Das ist eine Offshore Firma
Eine Offshore Firma befindet sich zumeist in einem Steuerparadies außerhalb des Heimatlandes. Oft handelt es sich dabei um eine IBC. Eine Offshore Firma bietet zahlreiche Vorteile, zum Beispiel Anonymität und attraktive Steuervorteile. Auch der Verwaltungsaufwand ist geringer und die Buchführung geht einfacher vonstatten. Die Kosten für die Gründung sind niedrig und es stehen verschiedene Gesellschaftsformen zur Auswahl. Die Gründung dauert oft weniger als zwei Wochen. Viele Länder freuen sich über Unternehmen, die dieses Angebot annehmen. Manchmal sind die Offshore Firmen an anderen Unternehmen, zum Beispiel an einer GmbH beteiligt. Die Gewinne der GmbH landen dann bei der Holding-Gesellschaft und sind somit nahezu steuerfrei.

Der Unterschied zwischen Deutschland und Dubai
Auch Deutschland tut etwas für seine Gründer. So gibt es zum Beispiel eine Anschubfinanzierung von der KfW-Bank. Dennoch lohnt sich zumeist die Gründung im Ausland. Es gibt neben Dubai noch weitere Länder, die sich für die Gründung einer Offshore Firma eignen. Dazu gehören zum Beispiel die Britischen Jungferninseln, Belize, Gibraltar, die Seychellen, Zypern und Hong Kong. All diesen Staaten ist gemeinsam, dass die Steuersätze sehr viel niedriger sind als in Deutschland. Deutschland ist ohnehin das Land mit den weltweit höchsten Steuern. Nirgendwo sonst zahlen Arbeitnehmer so viele Abgaben und Steuern wie hier. Ein durchschnittlich verdienender Single gibt etwa 38,9 Prozent seines Lohns an den Fiskus ab. Der OECD-Durchschnitt liegt bei lediglich 24,9 Prozent. Und auch für die Unternehmer sieht es nicht rosiger aus.

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